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Was der Feiertag bringt

Glatteis und Schnee bringen Verkehr in Bayern durcheinander: Flugausfälle und Polizeiauto überschlägt sich

Winterwetter in Sachsen
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Gestrichene Flüge, Unfälle mit Blechschäden und rutschiger Schneematsch. (Symbolbild)

Gefrierender Regen und Glatteis haben den Verkehr auf Straßen, Schienen und in der Luft beeinträchtigt. Während am Flughafen München Flüge ausfielen und es auf Bayerns Straßen zahlreiche Glätteunfälle gab, blieb der Bahnverkehr weitgehend störungsfrei. Glück im Unglück: Größere Unfälle blieben aus, und viele hielten sich an die Warnungen.

Bayern - Gestrichene Flüge, Unfälle mit Blechschäden und rutschiger Schneematsch - der Wetterumschwung mit gefrierenden Regen und Glatteis hat sich in Bayern auf Straßen und im Flugverkehr ausgewirkt. Zu größeren Vorfällen kam es aber nicht. Im Bahnverkehr blieben Einschränkungen hingegen weitgehend aus. Am Nachmittag hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Unwetterwarnung für Glatteis im Freistaat auf.

Glatteisgefahr bestand am Sonntag laut dem DWD zunächst vor allem in den südöstlichen Regionen des Freistaats, im Tagesverlauf verschoben sich die Warnungen nach Nordosten. Zeitweise wurden für mehrere Regierungsbezirke amtliche Unwetterwarnungen herausgegeben. Der Wetterdienst empfahl, Aufenthalte im Freien und insbesondere Autofahrten zu vermeiden.

Flugausfälle in München - Lage normalisiert sich am Vormittag

Schnee und Glätte sorgte am Airport München für Verspätungen und annullierte Flüge. Am Vormittag habe sich die Lage aber normalisiert, sagte ein Flughafensprecher. Einzelne Flüge wurden gestrichen - nach Angaben des Sprechers hatten die Airlines das zum größten Teil bereits am Vortag vorsorglich entschieden.

Ansonsten sei es zum Glück nicht so schlimm gekommen, wie befürchtet, sagte der Sprecher. Zum Teil habe es Verspätungen gegeben, weil Maschinen enteist werden mussten. Wegen verminderter Sicht aufgrund des Schneefalls wurden auch die Abstände zwischen den Abflügen und Landungen zunächst vergrößert. Am Flughafen Nürnberg lief der Flugverkehr einem Sprecher zufolge weitgehend planmäßig. Nur zwei Verbindungen wurden demnach mit Vorlauf gestrichen. 

Glätteunfälle gehen glimpflich aus

Größere Unfälle blieben auf Bayerns Straßen am Sonntag zunächst aus. Vereinzelt habe es Unfälle mit Blechschäden gegeben, teilten die Polizeipräsidien in Bayern auf Nachfrage mit. Nur in wenigen Fällen gab es demnach Leichtverletzte. Eine genaue Zahl lag zunächst nicht vor.

Bei Aiglsbach im niederbayerischen Landkreis Kelheim kam etwa ein mit Orangen beladener Lastwagen auf vereister Straße in einer Kurve von der Straße ab. Laut Polizei musste der Laster mit einem Kran geborgen werden und die Bundesstraße 300 blieb für mehrere Stunden gesperrt.

„Menschen scheinen vernünftig zu fahren“

Insgesamt zählte das Polizeipräsidium in Niederbayern nach Angaben eines Sprechers seit 7.00 Uhr etwa über 20 witterungsbedingte Unfälle. In Oberbayern Nord waren es etwa fünf, in Oberbayern Süd über zehn. Das Präsidium in der Oberpfalz vermeldete zunächst vier Glätteunfälle, in Oberfranken waren es etwa zehn und in Mittelfranken seit den frühen Morgenstunden etwa 20.

In Unterfranken gab es nach Aussage eines Polizeisprechers „den ein oder anderen Rutschunfall. Die Menschen scheinen vernünftig zu fahren“. In Schwaben Nord blieb die Zahl mit 30 witterungsbedingten Unfällen seit Samstagabend «überschaubar», wie ein Sprecher erklärte. Auch im Einsatzgebiet Schwaben Süd/West sei die Zahl gering geblieben.

Meist blieb es jedoch bei Blechschäden und leichten Verletzungen. Ein Großteil der witterungsbedingten Unfälle sei darauf zurückzuführen, dass Menschen mit Sommerreifen auf schneebedeckten Fahrbahnen unterwegs gewesen seien, sagte eine Sprecherin der Freiburger Polizei. Sie ging davon aus, dass die Unwetterwarnungen viele Menschen vom Autofahren abhalten würden. «Die Menschen scheinen vernünftig zu fahren», sagte auch ein Sprecher der Polizei Unterfranken. 

Polizeiauto überschlägt sich auf Autobahn wegen Glatteis

Auf der A81 bei Engen nordwestlich des Bodensees überschlug sich ein Wagen der Bundespolizei wegen Glätte. Bei dem Unfall erlitten nach Polizeiangaben fünf Beamte leichte Verletzungen. Der Fahrer habe aufgrund der schneeglatten Fahrbahn die Kontrolle über den Wagen verloren. An dem Auto sei ein Totalschaden in Höhe von rund 70.000 Euro entstanden.

Einschränkungen im Bahnverkehr bleiben aus

Auf den Gleisen blieben witterungsbedingte Störungen ebenfalls weitgehend aus. „Der Bahnverkehr in Bayern rollt“, sagte eine Bahnsprecherin. Es gebe keine großen Einschränkungen, nur vereinzelt sei es zu örtlich begrenzten Vorfällen gekommen.

Am Montag soll es dem DWD zufolge wieder wärmer werden, allerdings mit deutlichen Temperaturunterschieden: Während in Teilen Niederbayerns nur drei Grad erwartet werden, soll es in Mainfranken bis zu 13 Grad warm werden. Im Südosten wechseln sich am Dreikönigstag Sonne und Wolken ab. In Franken wird es bewölkt und zeitweise regnerisch.

Vorsicht vor zugefrorenen Seen

Gefahren lauern auch an zugefrorenen Seen. Im bayerischen Berchtesgadener Land war eine 13-Jährige am Samstag auf einen zugefrorenen See gegangen - und kurz darauf eingebrochen. Sie sei 20 Meter entfernt vom Ufer ins eiskalte Wasser gestürzt, habe sich aber aus eigener Kraft zurück auf die Eisfläche ziehen können, teilte das örtliche Rote Kreuz mit.

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