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Am Samstag bei Freilassing

Drama am Ausee: Mädchen bricht ins Eis ein – Familienvater wird zum Lebensretter

Freilassing - Am frühen Samstagnachmittag (4. Januar) löste ein dramatischer Vorfall am Ausee bei Freilassing einen Großalarm bei den Rettungsdiensten aus. Ein junges Mädchen hatte offenbar die Tragfähigkeit des Eises überschätzt, betrat die zugefrorene Fläche und brach rund 20 Meter vom Ufer entfernt ein. Der Ausee ist an dieser Stelle relativ tief, sodass das Mädchen bis zum Hals in das eisige Wasser eintauchte.

Update, 18.40 Uhr - Polizei mit neuen Details

Die Meldung der PI Freilassing im Wortlaut:

Am frühen Samstagnachmittag befand sich eine 13-jährige Freilassingerin zusammen mit zwei weiteren Freunden ihrer Altersgruppe am Ausee in Freilassing.

Das junge Mädchen entschied sich kurzerhand dazu, die Eisfläche des Sees zu betreten. Die beiden Freunde konnten nur noch zusehen, wie das Mädchen, etwa 20 Meter vom Ufer entfernt, durch die Eisdecke brach und in das kalte Wasser fiel. Durch Zurufe weiterer Passanten, welche sich zeitgleich ebenfalls am Seeufer befanden, konnte sich die 13-Jährige aus eigener Kraft aus dem Wasser ziehen und vorsichtig an das Ufer zurück robben.

Das junge Mädchen erlitt einen Schock und eine leichte Unterkühlung, blieb aber sonst unverletzt. Die junge Dame wärmte sich im Anschluss an der Unfallörtlichkeit in einem Krankenwagen auf und konnte danach den Eltern übergeben werden. Die Feuerwehr Freilassing rückte mit drei Einsatzfahrzeugen an. Ein Notarzt und ein Krankenwagen des bayerischen Roten Kreuzes waren ebenfalls vor Ort.

Die Polizeiinspektion Freilassing warnt hiermit ausdrücklich vor dem Betreten unserer heimischen Seen, solange diese vorher nicht ausdrücklich hierfür freigegeben wurden. (Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing)

Erstmeldung:

Passanten, die zufällig in der Nähe waren, bemerkten das Unglück und reagierten schnell. Da keine geeigneten Rettungsgeräte zur Verfügung standen, versuchten sie, dem Mädchen mit Zurufen Anweisungen zu geben, wie es sich selbst retten könnte. Der erste Versuch, sich auf das Eis zu ziehen und robbend zum Ufer zurückzukehren, scheiterte, und das Mädchen brach erneut ein, wie von vor Ort berichtet wurde. Beim zweiten Versuch gelang es ihr schließlich, sich dem Ufer zu nähern. Auf den letzten Metern half ein Passant dem Mädchen aus dem Wasser.

Passanten reagieren goldrichtig

Gleichzeitig hatten die Passanten die Rettungskräfte über die Integrierte Leitstelle Traunstein alarmiert. Binnen kürzester Zeit rückten zahlreiche Einheiten aus, darunter die Wasserwachten aus Freilassing, Laufen und Bad Reichenhall, der landgebundene Rettungsdienst aus Freilassing und Surheim, der Notarzt aus Freilassing, der Einsatzleiter Wasserrettung Berchtesgadener Land Nord sowie der Rettungshubschrauber „Martin 6“ aus Salzburg. Auch die Freiwillige Feuerwehr Freilassing wurde alarmiert.

Als erster Retter vor Ort traf der nahe wohnende Kommandant Rochus Häuslmann ein. Zu diesem Zeitpunkt war das Mädchen bereits aus dem Wasser. Passanten hatten sie mit Jacken versorgt, um sie vor der Kälte zu schützen. Häuslmann stellte zudem sein beheiztes Privatfahrzeug bereit, damit sich das Mädchen aufwärmen konnte.

Die wenig später eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten nicht mehr aktiv eingreifen. Nach einer kurzen Lageerkundung konnte für die auswärtigen Rettungskräfte Entwarnung gegeben werden. Zu dem Zeitpunkt wartete der Rettungsdienst noch an Ort und Stelle auf die Eltern des Mädchens. Das Mädchen wurde schließlich dem Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes aus Freilassing übergeben. Sie zeigte keine äußeren Verletzungen, litt jedoch unter starker Unterkühlung. Ob sie später ins Krankenhaus gebracht wurde, ist nicht bekannt. Der Familienvater, der das Mädchen gerettet hatte, wurde nach einer Untersuchung durch den Notarzt von der Feuerwehr nach Hause gebracht.

Die Feuerwehr Freilassing war mit einem Einsatzleitwagen, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einem Rüstwagen vor Ort. Weitere Einsatzkräfte blieben in Bereitschaft, mussten jedoch nicht mehr ausrücken.

Abschließend warnt die Feuerwehr Freilassing eindringlich vor dem Betreten zugefrorener Gewässer. Auch wenn das Eis stellenweise stabil wirken mag, sind die derzeitigen Temperaturen nicht ausreichend, um tragfähige Eisschichten zu bilden. Dieser Vorfall hätte ohne das schnelle Handeln der Passanten und die eingeleitete Rettungskette weitaus schlimmer enden können. Bleibt also wachsam und vermeidet Risiken. (mz/Freiwillige Feuerwehr Freilassing)

Rubriklistenbild: © FFW Freilassing

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