Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Leicht zu erkennen

Vom Dunklen zum Hell-Elfenbein: Die Farbgeschichte der deutschen Taxis

Es ist allgemein bekannt, dass deutsche Taxis beige sind. Aber das war nicht immer der Fall. Die Farbvorschrift existiert erst seit 1971 – mit einigen Ausnahmen.

Ein Taxi erkennt man oft schon von weitem. Dies liegt sowohl an dem markanten Schild auf dem Dach als auch an der charakteristischen Farbe. In Städten wie New York leuchten die Fahrzeuge in einem auffälligen Gelb. In anderen Ländern sind sie hingegen rot, weiß oder schwarz lackiert. Manchmal gibt es auch keine festen Vorgaben. In Deutschland müssen Taxis jedoch in Hell-Elfenbein oder RAL 1015 lackiert sein.

Früher war das anders. Über viele Jahre hinweg war Schwarz die bevorzugte Farbe, wie T-online.de berichtet. Im Jahr 1971 veranlasste der damalige Bundesverkehrsminister Georg Leber (1920–2012, SPD) einen Farbwechsel. Den Unternehmern wurde eine Frist von fünf Jahren eingeräumt, um alle Taxis auf Hell-Elfenbein umzustellen.

Beige statt Schwarz: Farbwechsel als Sicherheitsmaßnahme

Der Farbwechsel von Schwarz zu Beige sollte die Sicherheit erhöhen. Ein Grund dafür war das Fehlen von Klimaanlagen in den Fahrzeugen, wie die Taxi-Times schreibt. Im Sommer heizten sich schwarze Taxis stark auf. Zudem war der hellere Farbton besser sichtbar, was die Sicherheit erhöhte. Diese war Leber besonders wichtig.

Hell-Elfenbein ist seit 1971 als Taxi-Farbe vorgeschrieben.

Ein weiterer Vorteil war, dass auf den beige lackierten Fahrzeugen leichter Schmutz und kleinere Makel weniger auffielen als auf schwarzen. Dadurch wirkten die Taxis gepflegter. Auch der Wiedererkennungswert spielte eine Rolle, wie Focus Online berichtet. Hell-Elfenbein war eine seltene Farbe, während Schwarz bis heute zu den beliebtesten Autofarben zählt. Der Erfolg zeigt sich darin, dass Beige bei Autos immer noch direkt mit einem Taxi assoziiert wird.

Top 10: Das sind die meistgebauten Autos aller Zeiten

BWM 3er-Reihe
Platz 10: BMW 3er-Reihe. 16 Millionen mal wurde BMWs beliebte Mittelklasse seit 1975 gebaut – in mehreren Karosserievarianten wie dem im Foto gezeigten Kombi Touring, und auch als Cabrio. Der BMW 3er wird aktuell in siebter Generation produziert, und auch bald voll elektrifiziert. Die Erfolgsstory kann also weitergehen. © Fabian Kirchbauer/BMW
Ford Model T
Platz 9: Ford Model T. Längst Geschichte, doch mit 16,5 Millionen produzierten Einheiten noch immer in den ewigen Top 10. Die 1908 vorgestellte „Tin Lizzie“ startete 1910 auf dem weltweit ersten Fließband in die Serienproduktion, und hielt mit nur wenigen Modifikationen (zu denen auch ein Panzer gehörte) und der Mono-Farbe schwarz bis 1927 durch. © Joseph Sohm/Imago
Lada 1200
Platz 8: Lada 1200. Oder Schiguli. Oder VAZ 2101. Der klassische russische (oder sowjetische) Pkw war unter vielen Namen bekannt und brachte es von 1966 bis 2007 auf 17,3 Millionen Einheiten. Er basierte auf dem Fiat 124, wies aber eine robustere Karossiere und weniger Komfort auf. © National Motor Museum/Imago
Toyota Hilux
Platz 7: Toyota Hilux. Der Pick-up-Truck ist vor allem in den USA begehrt, was für mittlerweile über 18 Millionen gebaute und verkaufte Exemplare reicht. Seit 1968 schätzen ihn seine Fahrer als robustes Allwege-Gefährt, auf dessen Pritsche afrikanische Warlords auch mal ein Maschinengewehr installieren. Derzeit ist die achte Generation unterwegs. © Toyota
VW Käfer
Platz 6: VW Käfer. Etwa 21,5 Millionen mal wurden VW 1200 und andere Versionen produziert, bis zum Wachwechsel durch den VW Golf war der originale Käfer hierzulande der Bestseller – aber auch in aller Welt beliebt. Entstanden aus dem 1938 für das Nazi-Reich entwickelten KdF-Wagen, wurde der VW noch 2003 in Mexiko produziert. © Gottfried Czepluch/Imago
Honda Civic
Platz 5: Honda Civic. In Europa nur ein weiterer VW-Golf-Gegner, ist dieser Kompaktwagen in den USA und in Japan seit Jahrzehnten ein Megaseller. Seit 1972 wurden über 27,5 Millionen Einheiten produziert, derzeit steht Generation Nummer elf bei den Händlern. © Honda
VW Passat Variant
Platz 4: VW Passat. Vielleicht etwas überraschend, aber auch der brave Mittelklassewagen hat es seit seinem Debüt 1973 auf über 30 Millionen Exemplare gebracht – allerdings inklusive der deutlich anderen US-Version. In Europa dominiert klar die Kombi-Variante, die neunte Generation ab 2023 wird es als Stufenheck gar nicht mehr geben. © Ingo Barenschee/VW
VW Golf
Platz 3: VW Golf. Auch wenn der gefühlt ewige Liebling der Deutschen derzeit gegen Tesla und den internen Konkurrenten T-Roc zu kämpfen hat: An über 35 Millionen produzierten Autos seit 1974 muss man erst mal vorbeikommen. Ob die derzeit aktuelle achte Generation noch einen Nachfolger bekommt, ist allerdings unsicher. Als elektrischer ID. Golf könnte der Inbegriff des Kompaktwagens aber trotzdem weiterleben. © Martin Meiners/VW
Ford F-150
Platz 2: Ford F-Serie. In den USA ist Pick-up-Truck Ford F-150 aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken, er und seine noch größeren F-Brüder verkörpern perfekt den American Way of Driving. Die elektrische Version Lightning beschert dem seit 1948 über 40 Millionen mal gebauten Nutz- und Lifestyle-Laster weiteren Zulauf. © Mark Phelan/Imago
Toyota Corolla
Platz 1: Toyota Corolla. Was den Deutschen der VW Golf ist, das ist für Amerikaner, Japaner und viele Europäer der Toyota Corolla. Seit 1966 wurden über 50 Millionen dieses Kompaktwagen gebaut, seine zwölfte Generation ist mittlerweile auch als Cross-Version zu haben. Das Maximum der Elektrifizierung ist allerdings ein Plug-in-Hybrid. © Slavko Midzor/Imago

Deutsche Taxis sind beige – doch einige Bundesländer erlauben Ausnahmen

In Deutschland müssen jedoch nicht alle Taxis beige sein. In Bundesländern wie Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein können Unternehmen die Farbe frei wählen, wie Hermann Waldner, Vizepräsident des BVTM (Bundesverband Taxi und Mietwagen), dem RBB mitteilte. Dennoch bevorzugen die meisten Anbieter Hell-Elfenbein, da die Fahrgäste es gewohnt sind.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter von unserem Partner 24auto.de.

Das Taxi-Schild mit integriertem stillen Alarm ist jedoch obligatorisch. Ebenso die Ordnungsnummer, die am Heckfenster der Fahrzeuge angebracht ist. Diese Regelung gilt inzwischen auch für Mietwagen von Anbietern wie Uber, um sie besser von Taxis unterscheiden zu können.

Rubriklistenbild: © mix1/Imago

Kommentare