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Hohe Kosten
„Idiotentest“: Wie hoch die Kosten einer MPU für Autofahrer sein können
Nach einem Führerscheinentzug bekommen Autofahrer ihren „Lappen“ oft erst nach einer erfolgreichen MPU wieder. Doch die kann ordentlich ins Geld gehen.
Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung, kurz MPU, wird im Volksmund oft als „Idiotentest“ oder „Depperltest“ bezeichnet. Diese Untersuchung müssen Autofahrer absolvieren, denen der Führerschein wegen Verkehrsverstößen entzogen wurde. Eine MPU geht ordentlich ins Geld – die Kosten können aber variieren.
Eine MPU wird häufig nach Fahrten mit extrem hohem Alkoholpegel von über 1,6 Promille angeordnet. Auch der Einfluss von Medikamenten am Steuer kann einen „Idiotentest“ nach sich ziehen. Wer durch andere Verkehrsverstöße mehr als sieben Punkte in Flensburg gesammelt hat, muss ebenfalls seinen Führerschein abgeben und erhält ihn oft erst nach erfolgreichem Abschluss der MPU zurück. Der TÜV Hessen nennt weitere Gründe für eine MPU, wie Straftaten im Straßenverkehr, etwa Nötigung oder Unfallflucht. Auch Straftaten, die auf ein hohes Aggressionspotenzial hinweisen, wie wiederholte gefährliche Körperverletzung, können eine MPU erforderlich machen.
Vorbereitung auf die MPU: Auf seriöse Anbieter achten
Eine Vorbereitung auf die MPU ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen. Wer durchfällt, muss die Kosten doppelt tragen. Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erkennt man eine seriöse MPU-Vorbereitung an bestimmten Kriterien. Anbieter sollten beispielsweise keine Versprechen wie „Geld-zurück“ oder „100-Prozent-Chance“ geben. Zudem sollte man nicht gezwungen werden, „zurechtgebastelte“ Geschichten auswendig zu lernen, um den Gutachter zu überzeugen.
Rätselhafte Verkehrszeichen: Zehn Schilder, deren Bedeutung nicht jedem klar ist
In einem YouTube-Video erklärt ein Jurist des ADAC die Kosten einer MPU im Detail. Wichtig ist: Es gibt keine festen Preise, da die Kosten je nach Fall unterschiedlich sind. Der Automobilclub-Experte zählt jedoch einige typische Kostenpunkte auf:
Vorbereitung: Bucht man Einzelsitzungen, so muss man mit etwa 100 Euro pro Stunde rechnen. Bei zehn Stunden summiert sich das auf rund 1.000 Euro. Gruppensitzungen sind günstiger: Bei 18 Sitzungen lägen die Kosten meist zwischen 500 und 600 Euro.
Abstinenznachweise: Bei Alkohol- oder Drogenfahrten sind diese normalerweise erforderlich. Ein Verkehrspsychologe kann klären, welche Nachweise im Einzelfall nötig sind. Haaranalysen kosten meist zwischen 200 und 300 Euro, Urinproben zwischen 50 und 100 Euro.
Kosten für die Begutachtung, also die MPU selbst: Diese variieren stark, da die Gutachter ihre Preise selbst festlegen können. Normalerweise liegen die Kosten zwischen 400 und 800 Euro. Die günstigste Variante ist in der Regel die „Punkte-MPU“. Autofahrer, die wegen Alkoholdelikten den Führerschein verloren haben, zahlen mehr. Die teuerste Variante ist meist die „Drogen-MPU“.
Neubeantragung des Führerscheins: Dafür fallen zusätzlich etwa 250 Euro an.
Zusammengefasst: Wer seinen Führerschein wegen zu vieler Punkte in Flensburg verloren hat und Gruppensitzungen für die Vorbereitung wählt, muss mit etwa 1.250 Euro rechnen. Eine MPU wegen Alkohol am Steuer kostet zwischen 1.800 und 2.300 Euro, unter anderem wegen der Abstinenznachweise. Der „Idiotentest“ aufgrund von Drogendelikten ist noch einmal deutlich teurer und kann schnell über 2.500 Euro kosten.