Unbedingt zu erledigen
Garten im Mai: Was Sie jetzt unbedingt tun müssen – bevor es zu spät ist
Der Mai gilt als schönster Monat des Gartenjahres – und als arbeitsreichster. Welche Aufgaben wirklich dringend sind und warum nach den Eisheiligen die heiße Phase beginnt.
Der Wonnemonat Mai weckt nicht nur Frühlingsgefühle, sondern ruft Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner energisch an die Arbeit. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen – und im Beet, auf dem Balkon und im Rasen warten Dutzende Aufgaben, die jetzt erledigt sein wollen. Wer die nächsten Wochen gut nutzt, legt den Grundstein für eine üppige Ernte und ein blühendes Gartenparadies im Sommer und Herbst.
Wichtig zu wissen: Nicht alle Aufgaben können sofort angegangen werden. Bis Mitte Mai müssen Gärtnerinnen und Gärtner noch Geduld beweisen – denn die sogenannten Eisheiligen (12. bis 15. Mai) bringen manchmal noch frostige Nächte. Erst danach heißt es: Vollgas im Garten.
Nach den Eisheiligen: Wärmeliebende Gemüse kommen ins Beet
Der entscheidende Startschuss fällt Mitte Mai. Sobald keine starken Nachtfröste mehr drohen, dürfen Tomaten, Gurken, Zucchini, Chili, Bohnen, Kürbis und Melonen ins Freiland. Für eine gute Ernte sollte die Erde locker und frei von anderen Pflanzen sein – am besten wird noch Kompost oder abgelagerter Mist eingearbeitet, damit die Jungpflanzen optimal starten können, wie der MDR Gartenkalender empfiehlt.
Bereits vor den Eisheiligen können dagegen robuste Sorten direkt gesät werden: Kohl, Salat, Lauch, Radieschen, Möhren und Mangold vertragen etwas Kühle. Wintergemüse wie Blumenkohl, Grünkohl und Rosenkohl müssen jetzt gesät oder gepflanzt werden, damit bis zum Winter genug Zeit zum Wachsen und Reifen bleibt.
Rasen: Jetzt regelmäßig mähen – aber nicht zu tief
Der Rasen schießt im Mai förmlich in die Höhe. Laut NDR sollte er alle drei bis sieben Tage gemäht werden, damit die Gräser kräftig aus der Basis austreiben. Entscheidend ist die Schnitthöhe: 4 bis 4,5 Zentimeter sind ideal. Wer zu tief oder zu selten mäht, schwächt den Rasen und gibt Moos und Unkraut die Oberhand.
Gleichzeitig ist Mai die beste Zeit, um neue Rasenflächen oder Blumenwiesen anzulegen – der Boden ist warm genug, und ausreichend Regen ist in der Regel vorhanden. Wer eine artenreiche Blühwiese anlegen möchte, greift zu Wildblumenmischungen mit Grasanteilen, die zum regionalen Standort und Bodentyp passen.
Dahlien, Lilien und Sommerblumen: Jetzt stecken und säen
Sind die Eisheiligen vorbei, ist auch die Zeit für Dahlienknollen und Lilienzwiebeln gekommen. Beim Kauf oder nach der Überwinterung gilt: Nur feste Knollen ohne Druck- oder Faulstellen verwenden. Wichtig: Die Spitzen zeigen beim Einpflanzen nach oben. Die Pflanzstellen sollten markiert werden, damit man die Knollen später nicht versehentlich beschädigt.
Auch Sommerblumen dürfen nach Mitte Mai ins Freiland – entweder als fertige Jungpflanze oder per Direktsaat. Ringelblume, Sonnenblume, Aster und Lupine lassen sich jetzt direkt ins Beet säen. Wer Balkonkästen bepflanzen möchte, kann nach den Eisheiligen auch frostempfindliche Klassiker wie Geranien, Petunien und Kapuzinerkresse bedenkenlos rausstellen.
Schädlinge, Unkraut und Gießen: Jetzt nicht nachlassen
Mit den steigenden Temperaturen kommen auch Blattläuse, Ackerwinde und Co. Der NDR empfiehlt vorbeugend einen Sud aus Ackerschachtelhalm, der Pflanzen stärkt und bei Schädlingsbefall oder Mehltau hilft. Gegen Möhren- und Zwiebelfliegen bewähren sich engmaschige Schutznetze.
Unkraut sollte konsequent an der Wurzel entfernt werden – Bodendecker pflanzen spart langfristig Arbeit. Wer Erdbeeren im Beet hat, jätet bis zur Blüte regelmäßig; nach der Blüte kommt Stroh unter die Pflanzen zum Schutz vor Feuchtigkeit und Krankheiten.
Nicht vergessen: Regelmäßig gießen. Vor allem Aussaaten und Jungpflanzen brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit. Der MDR empfiehlt, Beete zu mulchen, um Wasser zu sparen und Verdunstung zu reduzieren. Obstgehölze und Rosen sind bei Trockenheit ebenfalls dankbar für eine gezielte Wassergabe.
Vögel schützen: Nistkästen in Ruhe lassen
Wer einen Garten hat, trägt im Mai auch Verantwortung für die heimische Tierwelt. Die Brutzeit der Vögel ist in vollem Gange: Nistkästen sollten jetzt nicht mehr geöffnet werden, Störungen in Nestnähe sind zu vermeiden. Vogeltränken aufstellen hilft den Tieren beim Großziehen ihrer Jungen. Gefährliche Stellen wie offene Regentonnen sollten gesichert werden, damit Jungvögel nicht ertrinken. (Quelllen: Ndr.de, Mdr.de, eigene Recherche) (str)
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