Pflegeleicht und farbenfroh
Raus auf den Balkon! Diese Pflanzen lieben Sonne – und diese den Schatten
Stiefmütterchen jetzt, Petunien nach den Eisheiligen: Welche Balkonpflanzen Sonne brauchen und welche im Schatten aufblühen – die Übersicht.
Der April ist für Gartenfreunde die aufregendste Zeit des Jahres: Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen – und die Lust, den Balkon endlich wieder bunt zu bepflanzen, ist kaum zu bremsen. Doch nicht jede Pflanze übersteht die noch kühlen Aprilnächte problemlos im Freien. Wer jetzt richtig plant, hat den ganzen Sommer Freude an seinem grünen Außenbereich.
Entscheidend für eine gelungene Balkonbepflanzung ist vor allem eines: der Standort. Denn ob ein Balkon nach Süden, Norden oder Osten ausgerichtet ist, bestimmt maßgeblich, welche Pflanzen dort gedeihen. Sonnenhungrige Pflanzen auf einem Nordbalkon – das ist zum Scheitern verurteilt. Wer die Bedürfnisse seiner Pflanzen kennt, spart Geld, Frust und Gießaufwand.
Diese Pflanzen können im April schon raus
Noch bevor die Eisheiligen Mitte Mai mögliche Spätfröste ankündigen, lassen sich einige robuste Frühjahrspflanzen bedenkenlos auf den Balkon stellen. Stiefmütterchen und Hornveilchen gehören zu den kältetoleranten Klassikern: Sie vertragen auch kühlere Nächte und sorgen sofort für Farbe. Ebenfalls unbesorgt nach draußen dürfen Frühblüher wie Narzissen und Hyazinthen – sie sind auf kühle Temperaturen sogar ausgelegt.
Wer bereits überwinternde Kübelpflanzen wie Oleander im Haus hatte, kann diese im April ebenfalls schrittweise an die Außenluft gewöhnen. Wichtig dabei: zunächst geschützt und halbschattig aufstellen, damit sich die Pflanzen langsam akklimatisieren können.
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Vorsicht gilt hingegen bei frostempfindlichen Arten: Begonien, Fuchsien und das Fleißige Lieschen sollten erst dann dauerhaft nach draußen, wenn die Nächte sicher frostfrei sind.
Der Sonnenbalkon: Farbenfroh und pflegeleicht
Wer einen Südbalkon oder einen anderen vollsonnigen Standort sein Eigen nennt, hat die größte Auswahl. Empfehlenswert für sonnige Lagen sind unter anderem:
- Geranien (Pelargonien) – der Balkonklassiker schlechthin, robust und üppig blühend
- Petunien – hängend oder aufrecht, in zahllosen Farbvarianten
- Verbenen – trockenheitsverträglich und insektenfreundlich
- Ringelblumen – lassen sich bereits im April aussäen, schützen Sie die Jungpflanzen jedoch mit Vlies vor Spätfrost
- Zinnien – farbenprächtig und bienenfreundlich
- Kapkörbchen und Husarenknöpfchen – für ein mediterranes Flair
Auch wer Essbares auf dem Balkon möchte, ist auf der Sonnenseite gut aufgestellt: Tomaten, Paprika, Chili, Erdbeeren und Kräuter gedeihen dort prächtig. Für eine Blumenampel eignen sich diese Pflanzen auf dem Balkon ganz besonders.
Der Schattenbalkon: Kein Grund zum Verzichten
Ein Nordbalkon oder eine dauerhaft beschattete Terrasse gelten oft zu Unrecht als Problemzone, denn selbst Tomaten sind dort möglich. Tatsächlich gibt es eine beachtliche Auswahl an Pflanzen, die schattige Bedingungen geradezu lieben. Der NDR listet hierfür folgende Empfehlungen:
- Fuchsien – elegante Hängeblüten in Rosa, Rot und Violett
- Knollen- und Eisbegonien – langanhaltende Blüte, pflegeleicht
- Fleißiges Lieschen und Edellieschen – kompakt und dauerblühend
- Hortensien – für größere Kübel ein echter Hingucker
- Männertreu (Lobelien) – ideal als Unterpflanzung oder Balkonkastenbegleiter
- Funkien (Hosta) – vor allem mit dekorativem Blattwerk überzeugen sie auch ohne Blüte
- Efeu – als hängender Begleiter oder Sichtschutz
Die richtige Kombination macht den Unterschied
Profi-Gärtner wissen: Die schönsten Balkonkästen entstehen durch das geschickte Kombinieren verschiedener Pflanzen. Dabei sollten immer Arten mit ähnlichen Ansprüchen an Licht und Wasser zusammenkommen – nur dann gedeihen sie gemeinsam statt gegeneinander. Eine bewährte Faustregel: Eine Hauptpflanze als Blickfang, ergänzt durch Füller und hängende Pflanzen, die den Kasten optisch verlängern. (Quelle: Ndr.de, eigene Recherche) (str)
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