Heimischer Artenschutz
Pflanzen für Schmetterlinge: Zehn Blumen und Sträucher für einen insektenfreundlichen Garten
Ein Schmetterlingsgarten bietet bedrohten Falterarten einen geeigneten Lebensraum. Welche Blumen und Sträucher die Schmetterlinge bevorzugen.
Wie viele andere Insektenarten sind auch einige Schmetterlinge vom Aussterben bedroht. Wer in seinem Garten Platz für insektenfreundliche Blumen und Pflanzen macht, kann den Faltern jedoch einen geeigneten Lebensraum schaffen. Alles, was Gartenfreunde dazu wissen müssen und welche Pflanzen die Tiere besonders lieben, erfahren Sie hier.
Schmetterlingsgarten: Bunte Vielfalt und insektenfreundliche Pflanzen
Gartenfreunde können den bedrohten Schmetterlingen, aber auch anderen Insekten, helfen, indem sie ihnen einen geeigneten Lebensraum bieten. Ein Schmetterlingsgarten voller insektenfreundlicher Pflanzen dient den Faltern dabei mit ausreichend Nahrung sowie Unterschlupf und Ruheplätzen.
Bei der Wahl der Pflanzen sollten Hobbygärtner möglichst zu heimischen Sorten greifen, die zudem nektarreich sind. Folgende Sträucher gehören in den insektenfreundlichen Garten:
- Fetthenne: Die verschiedenen Arten und Sorten der Fetthenne bieten den Faltern auch im Herbst ausreichend Nahrung und dienen als Nektarquelle. Die Blumen sind besonders pflegeleicht, da sie Trockenheit und Sonne, aber auch niedrige Temperaturen gut vertragen.
- Ginsterblüten: Die gelben Blüten der Ginsterblüte ziehen Falter von Mai bis Juli an. Sie sind aber auch eine beliebte Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen.
- Lavendel: Blauer Lavendel gehört zu den Klassikern im insektenfreundlichen Garten. Je nach Sorte blühen die Pflanzen zwischen Juni und September, viele sind zudem winterhart.
- Brombeeren: Die Sträucher bieten nicht nur Faltern, sondern auch anderen Insekten wie Bienen und Hummeln einen Lebensraum. Sie sollten daher in keinem Schmetterlingsgarten fehlen.
- Prachtkerze: Die Pracht- oder Präriekerze schafft Schmetterlingen ganzjährig ein Nahrungsangebot, denn sie blüht bis zum ersten Frost.
- Blaustern: Diese Pflanze gehört zu den Sorten, die die Schmetterlinge vom Frühjahr bis in den späten Herbst mit ausreichend Nektar versorgen.
- Nachtkerze: Die Nachtkerze entfaltet erst zur Dämmerung ihr volles Aroma und zieht damit Schmetterlingsarten an, die nachtaktiv sind.
- Zinnien: Die offenen Blüten der Zinnien ziehen Schmetterlinge besonders an. Die Blumen blühen von Juni bis Oktober.
- Flieder: Sommerflieder ist aufgrund seiner lila Blüten bei Schmetterlingen und Nachtfaltern sehr beliebt. Denn Lila ist die Lieblingsfarbe vieler Tagfalter.
- Herbstastern: Bunte Blüten sind bei den Faltern besonders beliebt. Wichtig sind daher vor allem Gartenblumen wie die Herbstastern, die von Hochsommer bis Herbst in strahlenden Farben blühen.
Schmetterlinge im Garten: Falter lieben Kräuter und Gemüsepflanzen
Um den hungrigen Raupen der Schmetterlinge im Frühjahr und Sommer ausreichend Nahrung zu bieten, müssen Futterquellen gepflanzt werden. Dem Bund Naturschutz (NABU) zu Folge sollten in einem naturnahen Garten verschiedene Wildkräuter und ausgewählte Gemüsepflanzen zu finden sein. Kräuter und Gemüsesorten wie Möhren, Fenchel, Dill oder die Knoblauchsrauke locken schöne Falter, wie den Schwalbenschwanz an.
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