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US-Präsident wütet weiter gegen Fed-Chef

Zinsen im Fokus: Nächster Fed-Vertreter distanziert sich von Trump

Die Zinspolitik sorgt in den USA schon seit Monaten für Konflikte. Präsident Trump verlangt umgehende Zinssenkungen, aber die Zentralbank bremst.

Jackson/New York – Der Präsident des US-Notenbank-Ablegers von Kansas City, Jeffrey Schmid, sieht keinen Zwang zur raschen Zinssenkung. Die Inflation liege weiter über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank und der Arbeitsmarkt sei in einer soliden Verfassung, sagte Schmid am Donnerstag (21. August) dem Sender CNBC. „Wir befinden uns in einer sehr guten Ausgangslage und brauchen eine wirklich eindeutige Datenlage, um die Geldpolitik zum jetzigen Zeitpunkt zu ändern.“ Schmid ist in diesem Jahr stimmberechtigtes Mitglied im Offenmarktausschuss der Fed, der über die Zinsen entscheidet.

Die Wall Street in New York: Besonders hier wartet man gespannt auf eine Entscheidung im Ringen um die aktuelle Zinspolitik.

Die US-Notenbank beließ zuletzt den Leitzins im Juli in einer Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Notenbank-Chef Jerome Powell zufolge will die Fed mehr Klarheit darüber gewinnen, wie sich die Zollerhöhungen auf Inflation und Arbeitsmarkt auswirken werden. Der nächste Zinsentscheid steht am 17. September an. Präsident Donald Trump forderte derweil öffentlich und teils ausgesprochen ungehalten eine rasche Zinssenkung - Fed-Chef Powell bezeichnete er in dem Zusammenhang schon als „sturen Dummkopf“. Powell wird wegen seines Widerstrebens gegen sofortige Zinssenkungen von Trump-Kritikern mehr und mehr gefeiert.

„Weiß nicht, was wir einschränken“: Fed-Funktionär sieht Zinsen nicht als Wirtschaftshemmer

Zwar seien die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten schwächer ausgefallen, sagte Schmid. Dennoch spüre er Optimismus bei seinen Kontakten in der Geschäftswelt. Er glaube nicht, dass das aktuelle Leitzinsniveau viel dazu beiträgt, die Wirtschaft zu dämpfen. „Ich weiß nicht genau, was wir einschränken,“ sagte er.

Schmid sprach mit CNBC im Vorfeld des mehrtägigen US-Notenbank-Symposiums in Jackson Hole, das bis Samstag laufen soll. Am Freitag wird dort Fed-Chef Jerome Powell eine Rede halten, die an den Finanzmärkten mit Spannung erwartet wird. Investoren erhoffen sich von ihr Hinweise darauf, ob die Fed im September zum ersten Mal in diesem Jahr die Zinsen senken wird.

Unterstützt er eine Zinssenkung? Funktionär will „an nichts festhängen“

Unterdessen merkte der Chef der Fed-Filiale von Atlanta, Raphael Bostic, an, seine frühere Schätzung, die eine Zinssenkung in diesem Jahr vorsah, gelte im Großen und Ganzen immer noch. „Aber ich würde nur sagen, in der heutigen Welt ist jede Punktschätzung oder -prognose mit einem großen Konfidenzintervall umgeben, daher hänge ich an nichts fest“, sagte er in einem Vortrag vor der Metro-Atlanta-Kammer. (reuters, lf)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jimin Kim / SOPA Images

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