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Neue Rückschläge

Neuer Schlag für Russlands Wirtschaft: Putins Herzensprojekt steht still – wegen Sanktionen

Russlands Wirtschaft leidet unter westlichen Sanktionen. Das betrifft auch Putins LNG-Ambitionen. Eine LNG-Anlage muss die Produktion zurückfahren.

Moskau – In der Arktis dümpelt derzeit das größte LNG-Projekt von Wladimir Putin herum. Das Projekt steht unter US-Sanktionen, die westlichen Maßnahmen erschweren es Russlands Wirtschaft zudem, Abnehmer für russisches LNG zu finden. Eigentlich wollte Putin mithilfe des „Arctic LNG 2“-Projekts groß ins Flüssigerdgas-Geschäft einsteigen. Jedoch musste die LNG-Anlage in der Arktis die Produktion seiner Gasfelder im November auf nahezu Null reduzieren, nachdem die Verflüssigung im vergangenen Monat aufgrund westlicher Sanktionen eingestellt worden war.

Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft haben Folgen für wichtiges Projekt von Putin

Die Gasfelder, die die Artic LNG 2-Anlage versorgen, haben in den ersten zehn Novembertagen durchschnittlich 0,4 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag gefördert, teile eine mit der Angelegenheit vertraute Person Bloomberg mit. Das sei ein Rückgang von mehr als 90 Prozent gegenüber der durchschnittlichen Produktion für den Großteil des Oktobers.

Russlands Wirtschaft im Sanktions-Schraubstock – Wichtiges Nahrungsmittel drastisch teurer

So eine niedrige durchschnittliche Produktionsrate gab es laut Bloomberg seit September 2023 nicht mehr. Die Anlage hat eine geplante Kapazität von 19,8 Millionen Tonnen LNG pro Jahr, aber bisher ist nur ein Zug in Betrieb, der 6,6 Millionen Tonnen pro Jahr produzieren kann.

Bereits im Oktober 2024 gab es Berichte, dass die Anlage in der Arktis ihre Flüssigerdgas-Produktion einstellen musste, da westliche Sanktionen die Möglichkeiten des Unternehmens zum Transport und Verkauf von Ladungen einschränkten. Laut Aussagen der mit der Angelegenheit vertrauten Personen ist die Verflüssigung in der Anlage aufgrund hoher Lagerbestände gestoppt worden, da die Anlage Ladungen nicht frei exportieren kann.

Russlands Wirtschaft leidet unter Sanktionen – LNG-Geschäft stockt

Das Artic LNG 2 Projekt gilt als einer der Lebensadern für Russlands Wirtschaft, weil Einnahmen aus dem Energiesektor Putins Kriegskasse aufstocken. Aufgrund westlicher Sanktionen kommt das Projekt allerdings nicht so schnell voran, wie Putin es sich wünscht. Die EU sanktionierte im Juni erstmals russisches LNG, was für Russland die LNG-Transportzeit verlängert. Die Sanktionen trieben auch wichtige LNG-Abnehmer in die Enge, wie Indien, die aus Sorge kein sanktioniertes LNG mehr kaufen wollen.

Zwischendurch schien es sogar so, als würde Putin die Anlage stilllegen müssen. So hatte Nowatek, Russlands größter Produzent von Flüssigerdgas (LNG), die Produktion für das Projekt Arctic LNG 2 aufgrund von Sanktionen und einem Mangel an Gastankern ausgesetzt. Das teilten zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen gegenüber Reuters Anfang April mit.

Diese Spezialtanker sind wichtig, weil sie das LNG transportieren und das dicke Meereis durchdringen können. Ronald Smith, ein leitender Öl- und Gasanalyst bei der in Moskau ansässigen Maklerfirma BCS, sagte, es sei unklar, wann, oder ob überhaupt das Projekt genügend Tanker bekommen könne. Putin will offenbar aus Mangel an Tankern bald auf Atom-U-Boote setzen.

Putin setzt für LNG-Handel marode Schattentanker ein – wegen Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft

Sogar Schattentanker soll Putin eingesetzt haben, um das LNG zu transportieren und Sanktionen zu umgehen. Satellitenbilder und Schiffsdaten zeigen jedoch Bloomberg zufolge, dass keine der drei bisher sanktionierten Tanker die LNG-Transporte verladen hat. Stattdessen versammeln sich die drei Schiffe, die offenbar mit russischem LNG geladen sind, vor den Häfen und warten auf Abnehmer. Bislang wurde laut Bloomberg keine einzige LNG-Ladung an die Überseehäfen geliefert.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mikhail Tereshchenko / SNA

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