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PKV

Preisschock für Versicherte: Krankenversicherungen werden immer teurer

Nach kräftigen Erhöhungen wird es für Menschen mit privater Krankenversicherung im kommenden Jahr 2026 laut einem Bericht nochmal teurer. Das gilt auch für die private Pflegeversicherung.

München – Wer privat krankenversichert ist, muss wahrscheinlich 2026 noch einmal mit massiven Preissteigerungen rechnen. Wie die Ärztezeitung berichtet, droht zum neuen Jahr in der privaten Krankenversicherung (PKV) im Schnitt ein Anstieg um 13 Prozent. Für manche könne es aber sogar noch teurer werden. Zum Vergleich: Zum Jahreswechsel 2025 wurden die Beiträge durchschnittlich um 18 Prozent erhöht.

Betroffen sind laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung unter Berufung auf Angaben des PKV-Verbandes etwa 60 Prozent aller Privatversicherten. Dabei geht es ausschließlich um die Versicherungen, die zum Jahresanfang ihre Beiträge erhöhen. Manche Anbieter führen Preissteigerungen auch unterjährig durch.

Warten im Wartezimmer:  Wer privat krankenversichert ist, muss wahrscheinlich 2026 noch einmal mit massiven Preissteigerungen rechnen. (Symbolbild)

Beiträge für private Krankenversicherung und private Pflegeversicherung steigen

Die Beitragserhöhungen in der PKV sind auf die stark steigenden Leistungsausgaben zurückzuführen“, sagt PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther laut SZ. Größte Kostentreiber seien Kliniken und Arzneimittel. In diesem Zusammenhang weist der Verband auch daraufhin, dass laut einer Untersuchung seines wissenschaftlichen Instituts die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in den Jahren 2005 bis 2025 mit durchschnittlich 3,8 Prozent pro Jahr stärker gestiegen sei als in der PKV mit 3,1 Prozent.

Allerdings wird im Zuge der steigenden Kosten auch die private Pflegeversicherung teurer. Bei den Beamten wird es laut SZ einen Anstieg um sechs Prozent geben, bei Angestellten und Selbständigen um ganze 16 Prozent. Auch in der Pflegeversicherung sind die Leistungsausgaben gestiegen – und die Zahl der Leistungsempfänger hat sich durch Pflegereformen massiv erhöht.

2026 steigt auch die Versicherungspflichtgrenze

Für Menschen mit privater Krankenversicherung gibt es 2026 noch eine Änderung: Denn im kommenden Jahr werden die Beitragsbemessungsgrenzen wie vorgeschrieben in Anpassung an die Lohnentwicklung spürbar angehoben – und das wirkt sich auch auf die GKV- und PKV-Grenze aus. Denn damit wird auch die sogenannte Versicherungspflichtgrenze angehoben. Wer sie mit seinem Einkommen überschreitet, kann sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Hier soll der Grenzwert von 6150 Euro auf 6450 Euro pro Monat steigen. Die neue Jahresentgeltgrenze beträgt 77.400 Euro. 

Neben Angestellten mit einem hohen Einkommen ab 77.400 Euro können auch Selbstständige, Beamte und deren Angehörige eine private Krankenversicherung beziehen. So gab es in Deutschland im Jahr 2023 8,71 Millionen private Krankenversicherungs-Vollversicherte. Auch eine private Pflegeversicherung können nur Menschen abschließen, die privat krankenversichert sind. (lma mit dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Jochen Tack

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