Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Teure PKV im Alter

Wie man als Rentner die Beiträge zur privaten Krankenversicherung senken kann

Wer privat krankenversichert ist, zahlt im Alter hohe Beiträge, die immer weiter ansteigen. Es gibt aber eine Reihe von Möglichkeiten, die Beiträge als Rentner zu senken.

Berlin – Durchschnittlich um zwölf Prozent sind die Beiträge zur privaten Krankenversicherung in 2025 bereits gestiegen. Privat Versicherte zahlen im Durchschnitt jetzt 623 Euro pro Monat, wie finanztip mitteilt. Wer privat versichert ist, fragt sich wahrscheinlich, wie er die Beiträge im Alter bezahlen soll und was die Versicherung dann kosten wird.

Die Kosten sind in erster Linie einmal vom individuellen Vertrag abhängig. Allerdings steigen die Beiträge im Alter weniger stark, da über die Beitragszahlungen in der Erwerbszeit auch Altersrückstellungen gebildet wurden, die dann die Beiträge nur noch moderater steigen lassen.

Beiträge zur PKV orientieren sich nicht am Einkommen oder der Rente

Wer privat versichert ist, zahlt seine Beiträge unabhängig von der Höhe seines Einkommens. Wer also später einmal eine geringere Rente erwartet, muss die Beiträge in gleicher Höhe leisten wie zu Erwerbszeiten zuzüglich der jährlichen Anpassungen. Das kann im Rentenalter für viele ein Problem werden.

Bei der privaten Krankenversicherung kann man auch im Alter sparen. (Symbolbild)

Es gibt allerdings ein paar Erleichterungen, die die PKV-Beiträge im Alter senken können. Wie der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. mitteilt, zahlt man als privat Versicherter ab dem 60. Lebensjahr keine Altersrückstellungen mehr in die Versicherung, was die Beiträge schon einmal um zehn Prozent reduziert. Auch entfällt beim Renteneintritt meist die Krankentagegeldversicherung, was die Beiträge ebenfalls reduziert. Allerdings schließen auch diese beiden Effekte nicht aus, dass die private Versicherung im Laufe der Jahre trotzdem Beiträge anheben muss.

Zuschüsse zur privaten Krankenversicherung als Rentner sind möglich

Wer als Rentner eine gesetzliche Rente von der Deutschen Rentenversicherung bezieht, kann dort einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung beantragen, wie AXA Deutschland mitteilt. Dieser beträgt 7,3 Prozent der gesetzlichen Rente und die Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitrags. Aktuell sind das 1,25 Prozentpunkte – insgesamt also 8,55 Prozent der Rente. Der Zuschuss ist nach oben hin allerdings auf die Hälfte des Gesamtbeitrags zur privaten Krankenversicherung gedeckelt. Außerdem werden keine Zuschüsse zur Pflegeversicherung gewährt.

Beitrag zur PKV als Rentner senken durch Tarifwechsel bei der eigenen Versicherung

Wer schon lange privat versichert ist, kann prüfen, ob ein interner Tarifwechsel bei der eigenen Versicherung günstiger ist. Das geht auch noch in hohem Alter und gesundheitlichen Problemen, erklärt finanztip. Die Versicherung muss ihre Versicherten hierzu kostenfrei beraten. Wichtig dabei ist aber, nicht auf notwendige Leistungen zu verzichten, nur um den Beitrag zu drücken.

Wer sich die Beiträge zu seiner privaten Krankenversicherung im Alter gar nicht mehr leisten kann, kann auch in den Basistarif der eigenen Versicherung wechseln, der Leistungen entsprechend denen der gesetzlichen Krankenkassen bietet. Hier entfallen dann allerdings Kostenübernahmen für beispielsweise Chefarztbehandlungen.

Der Basistarif ist in der Beitragszahlung auf den maximalen Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen plus Zusatzbeitrag begrenzt. Das sind aktuell 942,64 Euro pro Monat. Für den Fall, dass im Alter Grundsicherung beantragt werden muss, um den Lebensunterhalt zu finanzieren, darf die Versicherung nur den halben Basistarif verlangen, also maximal 471,32 Euro pro Monat, laut finanztip. Wer auch diese Kosten nicht selbst tragen kann, kann sich Zuschüsse beim Sozialamt sichern. Das geht auch, wenn man im normalen Tarif bleibt und Grundsicherung beantragt. Das Sozialamt zahlt dann maximal 472,32 Euro pro Monat hinzu.

Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung als Rentner

Als Rentner in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren ist meist nicht möglich, wenn das 55. Lebensjahr bereits beendet ist. Die Rückkehr ist dann nur über eine Familienversicherung möglich. Das geht aber auch nur, wenn der Ehepartner gesetzlich versichert ist und das eigene Einkommen die aktuelle Grenze von 535 Euro brutto im Monat nicht übersteigt. Rechnet man darauf noch die jährliche Werbungskostenpauschale in Höhe von 1230 Euro, darf man maximal 637,50 Euro brutto im Monat verdienen. Als Minijobber liegt die absolute Grenze hierbei bei 556 Euro im Monat ohne weitere Pauschalen, so die Berechnungen von finanztip.

Die Familienversicherung fällt allerdings bei Rentnern als Option oft weg. Wer aber die Voraussetzungen für die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) erfüllt, wird dort pflichtversichert. Die Voraussetzungen für die Krankenversicherung der Rentner sind ein Anspruch auf eine gesetzliche Rente, die Erfüllung der sogenannten Vorversicherungszeit (mindestens 90 Prozent der zweiten Hälfte des Erwerbslebens gesetzlich versichert gewesen zu sein) sowie der Bezug einer Rente, die keine anderweitige Versicherungspflicht begründet. Die Pflichtmitgliedschaft in der Krankenversicherung der Rentner wird durch die Deutsche Rentenversicherung automatisch geprüft.  

Rubriklistenbild: © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Kommentare