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„Wurde wenig umgesetzt“

Richard Lutz auf dem Schleudersitz? Union will die Bahn-Spitze zügig austauschen

Die Zeit von Richard Lutz als Bahnchef dürfte bald vorbei sein. Union und SPD wollen einen Neuanfang in der Führung des bundeseigenen Konzerns.

Berlin - Die Union drängt auf einen schnellen Wechsel an der Spitze der Deutschen Bahn. „Das ist kein Projekt, das wir erst zum Ende der Legislaturperiode angreifen wollen. Vorstands- und Aufsichtsratsentscheidungen gehören an den Anfang“, sagte Unions-Fraktionsvize Ulrich Lange (CSU) der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind als Mitglieder des Bundestags und Vertreter des Eigentümers nicht zufrieden mit dem, was Vorstand und Aufsichtsrat der Bahn in den letzten Jahren abgeliefert haben.“

Der Süddeutschen Zeitung sagte Lange zudem: „Der Bahnvorstand muss um ein Drittel verschlankt werden“. Derzeit besteht das Gremium aus acht Mitgliedern.

Chefs bei der Deutschen Bahn sollen ausgetauscht werden: „Mehr Fachkompetenz“

Im Koalitionsvertrag heißt es: „Sowohl beim DB-Konzern als auch bei der InfraGO soll eine Neuaufstellung von Aufsichtsrat und Vorstand erfolgen, mit dem Ziel, mehr Fachkompetenz abzubilden und eine Verschlankung zu erreichen.“ Vorstandschef der Deutschen Bahn ist seit März 2017 der 60 Jahre alte Richard Lutz. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Werner Gatzer (66), früherer langjähriger Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.

Richard Lutz ist seit März 2017 Vorstandschef der Deutschen Bahn.

Lange ist als Fraktionsvize zuständig für Verkehr und war in den Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD Mitglied der Arbeitsgruppe Verkehr. Mit Blick auf den Zustand des Schienennetzes und die mangelhafte Pünktlichkeit der Züge sagte er der dpa: „Es gab viele Folien und Charts, aber es wurde wenig von dem umgesetzt, was versprochen wurde. Das Ergebnis hat auch etwas mit der Führung des Konzerns zu tun.“ Wenn man mit der Führung eines Unternehmens nicht mehr zufrieden sei, müsse man handeln. „Das betrifft den Vorstand, das betrifft aber natürlich auch den Aufsichtsrat als Kontrollorgan. Wir halten eine Verschlankung der Gremien für dringend geboten.“

Bahn in Krise: 2024 waren nur 60 Prozent der Züge pünktlich

Bei der Deutschen Bahn gibt es massive Probleme mit unpünktlichen Zügen. Im vergangenen Jahr waren nur 62,5 Prozent der Fernzüge pünktlich unterwegs. Das Schienennetz ist marode. Hoch belastete Strecken sollen in den kommenden Jahren grundlegend saniert werden. Das kostet viele Milliarden Euro. Den Anfang machte im vergangenen Jahr die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim. Die Bahn fuhr zudem im vergangenen Jahr erneut einen Milliardenverlust ein. (wal/dpa)

Rubriklistenbild: © Carsten Koall/dpa

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