Hunderte Milliarden für Deutschland
Siemens-Deutsche-Bank-Bündnis: Brisante Wirtschaftsoffensive erhöht Druck auf Merz
Investment-Hammer entsteht? Deutsche Konzerne formieren sich offenbar für eine historische Wirtschaftsoffensive. Es geht um hundert Milliarden Euro.
Berlin – Mehrere deutsche Konzerne wollen Investitionen in den Wirtschaftsstandort Deutschland voranbringen. Dafür haben sich die CEOs der Deutschen Bank, Siemens und FSG Global zusammengeschlossen. Sie wollen einige hundert Milliarden Euro in den Wirtschaftsstandort Deutschland stecken. Das berichtete zuerst das Handelsblatt.
Konzern-Allianz plant Investitions-Hammer für Deutschland – Gipfel mit Merz laut Bericht erwartet
Unter anderem sind Investitionen in neue Werke, die Modernisierung von Anlagen und die Entwicklung neuer Produkte geplant. Am 21. Juli 2025 soll dazu ein Gipfel im Kanzleramt stattfinden, zudem neben Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Klingbeil (SPD) die Initiatoren der Allianz erwartet werden, wie das Handelsblatt erfuhr.
Aus Kreisen der Allianz hieß es, dass die Konzernvertreter ihre Investitionszusage als Vertrauensvorschuss an die Bundesregierung verstanden wissen wollen. Sie erwarten zudem, dass Schwarz-Rot die versprochenen Wirtschaftsreformen umsetzen wird. Neben den Initiatoren sind laut dem Handelsblatt zahlreiche weitere Dax-Konzerne dabei, darunter die Autohersteller Mercedes und BMW. Bislang seien „mehr als 30 Unternehmen“ beteiligt, sagte eine mit dem Sachverhalt vertraute Person.
Milliarden-Investitionen für Deutschland – Teilnehmerzahl könnte wachsen
Der Teilnehmerzuwachs dürfte weiter steigen. So wollen die Initiatoren laut Insidern in den nächsten Wochen noch weitere Unternehmen ansprechen. „Das ist alles im Fluss“, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle dem Handelsblatt. Öffentlich machen will die Allianz ihre Aktivitäten offenbar erst am Tag des geplanten Gipfels, also an 21. Juli.
Sowohl Siemens-CEO Roland Busch, Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing als auch der Chef der Kommunikationsberatung FGS Global, Alexander Geiser, haben den Bericht bislang auf Handelsblatt-Anfrage nicht kommentiert.
Wie Merz die Wirtschaft in Deutschland ankurbeln will
Kanzler Merz hatte wiederholt Pläne für einen Wachstumsbooster für die deutsche Wirtschaft versprochen. Am 11. Juli soll der „Investitionsbooster“ für die Wirtschaft durch den Bundesrat. „Wir wollen, dass dieses Land nach drei Jahren Rezession und einer schwierigen Situation wieder auf die Beine kommt. Wir wollen, dass diese Bundesregierung erfolgreich ist. Wenn sie erfolgreich ist, ist es gut für unser Land, für die Länder und die Kommunen“ sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im Juni in Berlin. Kretschmer zeigte sich optimistisch, mit Merz sowie mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil „Schritte zur Kompensation für die Kommunen, für die Länder“ vereinbaren zu können.
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