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Kein Nachlass

Rente und Todesfall: Wann Erben zur Rückzahlung verpflichtet sind

Nach dem Tod dauert es häufig noch eine Zeit, bis die Rentenversicherung informiert wird. Die zu viel gezahlte Rente müssen Angehörige zurückgeben.

Berlin – Die gesetzliche Rente wird ein Leben lang ausgezahlt, völlig unabhängig davon, wie viele Jahre man tatsächlich in die Rentenkasse eingezahlt hat. Die lebenslange Rente gibt es auch bei vielen privaten und betrieblichen Altersvorsorgeprodukten – das nennt man eine Leibrente. Nach dem Tod des Rentners oder der Rentnerin müssen die Erben die Versicherungen in Kenntnis setzen – sonst kann es Ärger geben.

Rente nach dem Tod: Die Gesetzliche Rentenversicherung kümmert sich um alles

Zu unterscheiden ist dabei zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und privaten Trägern. Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) erklärt, dass der zu viel gezahlte Betrag automatisch von der Rentenkasse zurückgebucht wird. Die Erben müssen also nichts tun, außer die Mitteilung über den Tod des Rentenempfängers abschicken.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Rente immer für einen ganzen Monat ausgezahlt wird. Stirbt eine Person in der Mitte eines Monats, dann wird die DRV nicht für die zweite Hälfte des Monats die Rente zurückbuchen. Der Rentenanspruch erlischt einfach zum Ende des Sterbemonats.

Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge der Person können aber für die zweite Monatshälfte dann tatsächlich erstattet werden. Auch das übernimmt die DRV automatisch.

Bei der privaten Rente müssen Erben tätig werden

Bei privaten Rentenversicherungen funktioniert das alles etwas anders. Hier müssen die Erben selbst tätig werden und überzahlte Rentenbeiträge zurückzahlen. Die wichtigste Aufgabe, die die Hinterbliebenen dabei als Erstes übernehmen müssen, ist die Mitteilung an den Rentenversicherer. Wird dies nicht oder erst verspätet getan, kann es später strafrechtliche Konsequenzen haben.

Wie die Anwaltskanzlei Herfurtner erläutert, sollten Hinterbliebene mit dem Rentenversicherer eine Vereinbarung treffen, wie sie mit überzahlten Renten vorgehen wollen. Der Versicherer soll dazu eine Berechnung aufstellen, um die Rückforderung verständlich zu machen. Zudem sollte man mit dem Versicherer eine Rückzahlungsfrist vereinbaren, so die Rechtsanwälte. Bei Problemen kann man einen Rechtsanwalt einschalten.

Rentner aufgepasst: Das sind die besten Länder für die Rente

Strand am Tayrona National Natural Park, Kolumbien.
Kolumbien hat es auf Platz 10 des Rankings von International Living geschafft. Das südamerikanische Land punktet demnach mit schönen Stränden und Natur, niedrigen Lebenshaltungskosten und einfachen Einreisebestimmungen. Allerdings sollten Auswanderungswillige auch die Sicherheitsrisiken dort beachten.  © robertharding/Imago
Mont-Saint-Michel in der Normandie: Unser Nachbarland hat nicht nur ein gutes Transport- und Gesundheitssystem, sondern auch schöne Städte und Natur zu bieten.
„Leben wie Gott in Frankreich“ ist nicht umsonst ein Sprichwort: Unser Nachbarland auf Platz 9 hat nicht nur ein gutes Transport- und Gesundheitssystem, sondern auch schöne Städte und Natur zu bieten. © robertharding/Imago
Die Insel Langkawi in Malaysia: Das südostasiatische Land ist im GRI-Ranking ein Newcomer.
Malaysia ist im GRI-Ranking ein Newcomer. Das multikulturelle südostasiatische Land bietet Auswanderungswilligen laut International Living große Gastfreundlichkeit, niedrige Lebenshaltungskosten und ein warmes tropisches Klima, das aber manchen Ruheständlern auch zu viel sein könnte. © Addictive Stock/Imago/Gabriel Trujillo
Thassos: Platz sieben im Ranking belegt Griechenland.
Platz sieben im Ranking belegt Griechenland. Das europäische Land überzeugt demnach nicht nur mit seiner Schönheit und dem milden Klima, sondern auch mit einem guten Gesundheitssystem und niedrigeren Lebenshaltungskosten. © robertharding/Imago/Frank Fell
Wandern am Illiniza Norte Volcano: Platz sechs belegt im Ranking des Magazins Ecuador – wohl auch wegen seiner Nähe zu den USA.
Platz sechs belegt im Ranking des Magazins Ecuador – wohl auch wegen seiner Nähe zu den USA. Das südamerikanische Land bietet ein mildes Klima, atemberaubende Natur und niedrige Lebenshaltungskosten. Doch wegen der aktuellen unruhigen politischen Situation rät das Magazin Auswanderungswilligen dazu, erstmal abzuwarten. © VWPics/ Matthew Williams-Ellis/Imago
Strand in Port de Soller, Mallorca: In einem Ranking über Ruhestandsparadiese darf natürlich Spanien nicht fehlen.
In einem Ranking über Ruhestandsparadiese darf natürlich Spanien nicht fehlen. Viele Sonnentage mit einem milden Klima gepaart mit einem guten Gesundheitssystem und einem großen kulturellen Angebot: Das südeuropäische Land auf Platz 5 erfreut sich schon länger bei auswanderungswilligen Senioren großer Beliebtheit. © Zoonar.com/Volker Rauch/Imago
Strand in Panama: Karibische Strände, mildes Klima und Steuervergünstigungen sprechen laut International Living für das zentralamerikanische Land.
Oh wie schön ist Panama: Karibische Strände, mildes Klima und Steuervergünstigungen sprechen laut International Living für das zentralamerikanische Land.  © Panthermedia/lesniewski/Imago
Strand in Tulum, Mexiko: Überzeugt haben International Living neben der Schönheit des Landes die niedrigen Lebenshaltungskosten
Auf dem Siegertreppchen im Ranking ist Mexiko mit Platz 3 gelandet. Überzeugt haben International Living neben der Schönheit des Landes die niedrigen Lebenshaltungskosten – auch im Gesundheits- und Immobilienbereich.  © Zoonar.com/Loes Kieboom/Imago
Machico in Madeira: Schon länger kein Geheimtipp mehr ist das schöne Portugal, das es im Ranking auf Platz 2 geschafft hat.
Schon länger kein Geheimtipp mehr ist das schöne Portugal, das es im Ranking auf Platz 2 geschafft hat. Rund 800.000 Auswanderer hat es mittlerweile nach Portugal gezogen, berichtet International Living. Das Land an der europäischen Atlantikküste punktet mit Sicherheit, guter Gesundheitsversorgung und einem milden Klima. © Zoonar.com/Mjucha/Imago
Strand in Costa Rica: Das Land gilt als „Schweiz Mittelamerikas“ – es ist sicher und stabil.
Auf Platz eins landet Costa Rica. Das Land gilt als „Schweiz Mittelamerikas“ – es ist sicher und stabil. Zudem überzeugen International Living die niedrigen Lebenshaltungskosten, schöne Natur und Strände sowie die „gute Lebensqualität“. Costa Rica bemüht sich zudem aktiv mit Steuervergünstigungen um Senioren. © YAY Images/xajnx 6025/Imago

Hat der Erbe den Rentenversicherer über den Tod des Empfängers informiert (und kann das auch beweisen) und der Versicherer stellt keine Rückforderungsansprüche, dann muss der Hinterbliebene natürlich auch nichts machen. Stellt der Versicherer Jahre später dann doch eine Überzahlung fest, dann kann es sein, dass die Forderung verjährt ist: Laut Herfurtner kann der Rententräger nach Ablauf des vierten Jahres nach dem Tod des Rentenempfängers keine Rückzahlung mehr fordern.

Auch wenn dem Rentenversicherer ein grober Fehler unterlaufen ist, der zu überzahlten Renten geführt hat, müssen Hinterbliebene oft keine Rückzahlung leisten. Hier kommt es aber auf die Details im Einzelfall an.

Hinterbliebene können auch eine Rente bekommen: Witwenrente bei der DRV

Diese Regeln gelten allgemein für Leibrenten. Bei der Wahl einer privaten Rente kann aber auch eine Todesfallvereinbarung getroffen werden, von dem Hinterbliebene profitieren. Ein Beispiel wäre eine Rentengarantiezeit: Dabei bekommt der Empfänger eine garantierte Rente über einen bestimmten Zeitraum. Im Todesfall wird diese Rente dann an den Hinterbliebenen gezahlt.

Andere Beispiele dafür sind eine Beitragsrückgewähr oder die Rückzahlung eines Vertragsguthabens, sollte eines nach dem Tod noch übrig sein.

Auch die gesetzliche Rentenversicherung zahlt eine Hinterbliebenenrente an Witwen und Witwer. Die Witwenrente ist in den ersten drei Monaten nach dem Tod des Partners die volle Höhe der Rente des Verstorbenen.

Rubriklistenbild: © Imago

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