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Deutsche Rüstungsindustrie

Milliarden-Deal für Rheinmetall? Deutscher Rüstungskonzern steigt in Marineschiffbau ein

Rheinmetall akquiriert NVL für Milliarden. Der Rüstungskonzern betritt Marineschiffbau-Sektor. Vereinbarung soll Anfang 2026 umgesetzt werden.

Bremen-Vegesack – Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall hat am Sonntagabend einen strategischen Paukenschlag verkündet: Die Düsseldorfer haben sich mit der Bremer Werftengruppe Lürssen auf die Übernahme ihrer Militärsparte Naval Vessels Lürssen (NVL) geeinigt. „Vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden streben die Parteien den Vollzug der Übernahme für Anfang 2026 an“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Der Kaufpreis bleibt geheim – beide Unternehmen haben laut Handelsblatt Stillschweigen vereinbart. Doch angesichts der Milliardenumsätze beider Firmen dürfte es sich um eine große Summe handeln. NVL erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro, während Rheinmetall im vergangenen Jahr 9,8 Milliarden Euro umsetzte.

Rheinmetall übernimmt Naval Vessels Lürssen: Strategische Expansion in den Marineschiffbau

Noch vor wenigen Tagen hüllten sich beide Unternehmen in Schweigen. Eine Presseanfrage von IPPEN.MEDIA blieb seitens Rheinmetall unbeantwortet. Ein NVL-Pressesprecher erklärte auf Nachfrage: „Zu Spekulationen äußern wir uns grundsätzlich nicht öffentlich. Haben Sie bitte Verständnis, dass wir Ihnen dazu keine weitere Auskunft geben können.“ Rheinmetall-Chef Armin Papperger hatte sich bereits bei der Einweihung eines neuen Artilleriewerks im niedersächsischen Unterlüß zurückhaltend, aber vielsagend geäußert. „Wir reden erst darüber, wenn es Entscheidungen gibt“, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Gleichzeitig fügte er hinzu: „Rheinmetall ist immer interessiert, sein Produktportfolio zu erweitern.“

Jetzt zeigt sich Papperger euphorisch über den vollzogenen Deal: „Wir schaffen ein Powerhouse der Marine in Deutschland“, verkündete der CEO laut Rheinmetall-Pressemitteilung. „Künftig werden wir zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum ein relevanter Akteur sein. Rheinmetall entwickelt sich damit zum Domänen-übergreifenden Systemhaus.“

Nicht unbegründet, denn mit der Übernahme erschließt sich Rheinmetall ein völlig neues Geschäftsfeld: den Marineschiffbau. Bislang war der Konzern hauptsächlich als Hersteller von Panzern und anderen Militärfahrzeugen sowie Munition bekannt, hatte aber bereits maritime Geschäfte mit Schiffsgeschützen und Lasermodulen für die Marine. „Durch den Zukauf werden wir nicht nur zum Produzenten schwimmender Plattformen. Als integriertes Marine-Kraftzentrum wollen wir komplette Systemlösungen anbieten“, erklärte Papperger. Rheinmetall erwarte Synergieeffekte mit seiner Panzersparte, die unter anderem Standorte in Kiel und Flensburg unterhält. „Die Infrastruktur und das Fachwissen der Werften könnten auch für die Produktion von Fahrzeugen genutzt werden“, schreibt das Handelsblatt.

Militärparade in Peking: China präsentiert unter den Augen von Putin und Kim neue Superwaffen

Eine strategischen Interkontinentalraketen von Typ DF-61 wird bei der Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg gezeigt.
Eine strategischen Interkontinentalraketen von Typ DF-61 wird bei der Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg gezeigt. © Andy Wong/AP/dpa
Chinesische Bomber des Typs Xian H-6 während der Militärparade in Peking.
Chinesische Bomber des Typs Xian H-6 während der Militärparade in Peking. © Hector RETAMAL / AFP
Chinesische Kampfflugzeuge - Shenyang J-16 (r.), Chengdu J-20 Mighty Dragon (mitte), and Shenyang J-35 (l.) - fliegen während der Militärparade in Peking.
Chinesische Kampfflugzeuge - Shenyang J-16 (r.), Chengdu J-20 Mighty Dragon (mitte), and Shenyang J-35 (l.) - fliegen während der Militärparade in Peking. © GREG BAKER / AFP
Militärparade in Peking: China hat die interkontinentalen ballistischen Raketen DF-5C zur Schau gestellt.
Militärparade in Peking: China hat die interkontinentalen ballistischen Raketen DF-5C zur Schau gestellt. © GREG BAKER / AFP
Fahrzeuge mit der Laser-Waffe LY-1 fahren während der Militärparade in Peking am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. China zeigte erstmals während der Parade diesen sogenannten Hochenergie-Lasers (HEL), der zur Abwehr von Schwärmen kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen dienen könnte.
Fahrzeuge mit der Laser-Waffe LY-1 fahren während der Militärparade in Peking am Platz des Himmlischen Friedens vorbei. China zeigte erstmals während der Parade diesen sogenannten Hochenergie-Lasers (HEL), der zur Abwehr von Schwärmen kleinerer Drohnen oder Lenkwaffen dienen könnte. © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade in Peking: Ein chinesischer Soldat posiert vor HHQ-9C Boden-Luft-Raketen.
Militärparade in Peking: Ein chinesischer Soldat posiert vor HHQ-9C Boden-Luft-Raketen. © Pedro PARDO / AFP
Eine chinesische Drohne während der Militärparade in Peking.
Eine chinesische Drohne während der Militärparade in Peking. © Pedro PARDO / AFP
Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: Helikopter fliegen eine Formation über Peking.
Militärparade zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs: Helikopter fliegen eine Formation über Peking. © Greg Baker/AFP
Militärparade in Peking: Soldatinnen marschieren in Reih und Glied am Platz des Himmlischen Friedens vorbei.
Militärparade in Peking: Soldatinnen marschieren in Reih und Glied am Platz des Himmlischen Friedens vorbei.  © Johannes Neudecker/dpa
Stargast bei der Militärparade in Peking: Kremlchef Wladimir Putin
Stargast bei der Militärparade in Peking: Kremlchef Wladimir Putin © Sergei Bobylev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Ebenfalls zu Gast bei der Militärparade in Peking: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un
Ebenfalls zu Gast bei der Militärparade in Peking: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Militärparade in Peking: Xi Jinping bei seiner anschließenden Ansprache
Militärparade in Peking: Xi Jinping bei seiner anschließenden Ansprache © Jade Gao/AFP
Vor Militärparade in Peking
Der chinesische Staatschef Xi Jinping hat zur Militärparade am 3. September illustre Gäste geladen. Darunter ist auch der russische Präsident Wladimir Putin. Schon vor der Parade haben sie bei einem Treffen in Peking ihr gutes Verhältnis betont. Putin und Xi betonten außerdem, zur Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges der jeweils anderen Seite gekommen zu sein. © Sergei Bobylev/dpa
Vor Militärparade in Peking - Treffen Xi und Putin
Am 1. September hatten sich Xi und Putin beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) für eine neue Weltordnung ausgesprochen. Die russlandfreundliche SOZ gilt Gegengewicht zu westlichen Bündnissen. Putin hatte erklärt, das eurozentrische und euroatlantische Modell habe sich überlebt. © dpa
Vor Militärparade in Peking - Ankunft Gäste
544732808.jpg © Pang Xinglei/dpa
Kim Jong un
Kim Jong-un verlässt sein Land überaus selten. Die Militärparade in Peking ist für ihn das erste Treffen mehrerer Staatschefs überhaupt. Es wird erwartet, dass er Xi Jinping und Wladimir Putin in Peking auch zu persönlichen Gesprächen trifft.  © afp
Vor Militärparade in Peking
Wichtige Vertreter aus dem Westen werden bei der Militärparade in Peking nicht im Publikum sein. Dabei ist aber der serbische Präsident Aleksandar Vučić (hier bei seiner Ankunft). © Lintao Zhang/dpa
Vor Militärparade in Peking - Ankunft Gäste
Auch der slowakische Regierungschef Robert Fico ist vor Ort (hier am Flughafen von Peking). Beide stehen vor allem dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahe. © Jade Gao/dpa
Militärparade China
China erinnert am 3. September an den Sieg über Japan im Zweiten Weltkrieg. Nach 2015 zum 70. Jahrestag hält die Volksrepublik damit zum zweiten Mal eine Militärparade anlässlich des Gedenkens an den Sieg über Japan im Zweiten Weltkrieg ab. Die letzte große Militärparade in Peking fand 2019 statt. Damals erinnerte die herrschende Kommunistische Partei an den 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik 1949. © Wang Zhao/afp
Militärparade China
Mit Zehntausenden Männern und Frauen will China bei der diesjährigen Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages des Sieges im Widerstandskrieg gegen Japan seine Kampffähigkeit unter Beweis stellen.  © Pedro Pardo/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Insgesamt sollen 45 Formationen über den Platz des Himmlischen Friedens in Peking laufen und fliegen. Darunter sind ausgewählte Einheiten des Heeres, der Marine, der Luftwaffe, aber auch der Luftabwehrtruppen.  © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
Zudem will die Staatsführung in der rund 70-minütigen Vorführung Hunderte Panzer und Militärfahrzeuge sowie Kampfflugzeuge und Hubschrauber zur Schau stellen.  © Pedro Pardo/afp
Militärparade China
Schon seit geraumer Zeit trainieren am Stadtrand von Peking Einheiten in der Sommerhitze für die Militärparade.  © Pesro Pardo/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Die Parade fällt in eine Zeit, in der Peking im Südchinesischen Meer und der Taiwanstraße unter westlicher Kritik zunehmend militärischen Druck aufbaut.  © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
Alle gezeigten Waffensysteme sollen aus chinesischer Herstellung stammen. Darunter soll neue, bisher nicht gezeigte Ausrüstung sein, unter anderem Drohnen, elektronische Störsysteme, Hyperschallwaffen sowie Raketen- und Luftabwehrsysteme. © Pedro Pardo/afp
Militärparade China
Die bei der Parade zur Schau gestellten Waffen könnten Hinweise auf einen möglichen zukünftigen Konflikt mit Taiwan liefern. Es wird erwartet, dass dabei eine neue Serie von Anti-Schiffs-Raketen, die Ying Ji („Adlerangriff“), vorgestellt wird. Diese Marschflugkörper sowie ballistische und Hyperschallraketen könnten entscheidend sein in einem Gefecht mit der US-Marine. © Pedro Pardo/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Die Parade wird auch die Rolle der Kommunistischen Partei der Volksrepublik beim Sieg über Japan herausstellen. © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
Dabei sind sich die Historiker außerhalb Chinas weitgehend einig, dass das Hauptverdienst für diesen Sieg Chiang Kai-sheks Nationalisten zukommt, die damals den größten Teil Chinas regierten © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
2015 würdigte die Kommunistische Partei die nationalistischen Soldaten, indem sie Veteranen zur Parade einlud. © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
Auch ausländische Mächte trugen zur Niederlage Japans bei, darunter die als „Flying Tigers“ bekannten US-Piloten. Sie einzubeziehen, wäre eine versöhnliche Geste gegenüber der Regierung in Washington. © Johannes Neudecker/dpa
Siegesparade Moskau
Als Anerkennung der damaligen Unterstützung der Sowjetunion könnten russische Soldaten mitmarschieren – so wie auch chinesische Soldaten an der Moskauer Parade im Mai teilnahmen. © Kirill Kudryavtsev/afp
Übung zur Militärparade in Peking
In der Militärkapelle spielen laut staatlichen Medien 80 Hornisten mit, die für die 80 Jahre seit der Kapitulation Japans stehen.  © Johannes Neudecker/dpa
Übung zur Militärparade in Peking
Die insgesamt mehr als 1000 Musiker stehen in 14 Reihen – Sinnbild für die Jahre des chinesischen Widerstands.  © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
In der offiziellen Geschichtsschreibung Chinas begann der Krieg mit der japanischen Invasion der Mandschurei 1931. © Wang Zhao/afp
Übung zur Militärparade in Peking
Groß angelegte Militärparaden in China sind selten. Peking selbst will die Parade und seine wachsende militärische Macht als einen Beitrag zum Frieden verstanden sehen. © Johannes Neudecker/dpa
Militärparade China
AFP__20250820__69ZJ7G6__v2__HighRes__TopshotChinaJapanHistoryWwiiMilitaryParade.jpg © Pedro Pardo/afp
Vor Militärparade in Peking - Treffen Xi und Putin
Nach der Parade wird Xi voraussichtlich eine Ansprache halten. Beobachter erwarten Kommentare zu den USA und zu Taiwan, das China als Teil der Volksrepublik betrachtet. © Sergei Bobylev/dpa

Konsolidierung der deutschen Rüstungsbranche beschleunigt

Die Übernahme reiht sich in die zunehmende Konzentration innerhalb der deutschen Rüstungsbranche ein. Im Marineschiffbau konkurrieren bislang mit Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS), NVL und German Naval Yards allein aus Deutschland drei Werften um Aufträge. Durch den Zusammenschluss würde Rheinmetall neben TKMS zum zweiten großen Player im deutschen Marineschiffbau aufsteigen. „Rheinmetall, der große Rüstungskonzern, steigt dann in den Marineschiffbau ein“, sagte Jochen Tholen vom Institut für Arbeit und Wirtschaft gegenüber buten un binnen. „Das sei eine gewaltige Marktmacht, durch die der deutsche Marineschiffbau im europäischen Wettbewerb gut dastehen könnte.“

Der Abschluss der Transaktion ist allerdings noch nicht sicher – die Übernahme hängt von der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden ab. Aus Sicht der Bundesregierung wäre ein Zusammenschluss der Unternehmen zu einem großen Verbund durchaus hilfreich, um einen zentralen Ansprechpartner in der Industrie zu haben. Die Bundesrepublik rüstet seit dem Abschluss des Sondervermögens Bundeswehr massiv auf und investiert in eine bis dato eher schlummernde Branche.

NVL gelte laut Rheinmetall als „Vorreiter in der Forschung und Entwicklung autonomer maritimer Überwassersysteme“ und hat „seit den Anfängen vor rund 150 Jahren auf ihren Werften rund 1.000 Schiffe gebaut und an über fünfzig verschiedene Marinen und Küstenwachen ausgeliefert“. Insgesamt betreibt NVL vier Werften in Deutschland: die Peene-Werft in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern), Teile von Blohm+Voss und die Norderwerft in Hamburg sowie die Neue Jadewerft in Wilhelmshaven. Hinzu kommen Standorte in Bulgarien, Kroatien, Ägypten und Brunei. Das Unternehmen beschäftigt weltweit gut 2.100 Mitarbeiter. Die private Werftengruppe Lürssen hatte sich bereits im Oktober 2021 strategisch neu aufgestellt und in die Marinesparte Naval Vessels Lürssen (NVL) und eine Jachtsparte aufgeteilt. NVL ist auf die Konstruktion und Fertigung von Marine- und Behördenschiffen für die Deutsche Marine und Kunden weltweit spezialisiert. Diese Trennung ermöglichte nun den gezielten Verkauf der Militärsparte an Rheinmetall.

NVL ist auf die Fertigung von Schiffen für die Deutsche Marine spezialisiert. Mit der Milliarden-Übernahme durch Rheinmetall wird der Düsseldorfer Rüstungskonzern zum wichtigen Player im deutschen Marineschiffbau.

Globaler Unterwasser-Verteidigungs- und Handelsmarkt boomt: Das Geschäft mit maritimen Rüstungsinvestitionen

Die Rheinmetall-Übernahme von NVL fügt sich in einen globalen Trend massiver Investitionen in die maritime Verteidigung ein. Laut Financial Times erwartet Europas größter Schiffbauer Fincantieri, dass der globale Unterwasser-Verteidigungs- und Handelsmarkt um 50 Milliarden Euro pro Jahr wächst. Der globale Unterwasserkriegsführungsmarkt soll nach Angaben von Fortune Business Insights von 15,68 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 25,63 Milliarden US-Dollar bis 2032 ansteigen – eine jährliche Wachstumsrate von 7,3 Prozent. „Wir haben einen Wendepunkt an mehreren Fronten erreicht“, sagte Ian McFarlane, Verkaufsdirektor für Unterwassersysteme bei Thales UK, gegenüber der Financial Times. Die Angriffe auf die Nord-Stream-Pipeline 2022 haben gezeigt, wie verwundbar kritische Unterwasserinfrastruktur ist – Unterwasserkabel transportieren etwa 99 Prozent des globalen Internetverkehrs.

„Die aktuelle Konfliktlage zeigt, dass es auch im maritimen Bereich immer mehr auf militärische Durchsetzungsfähigkeit ankommt“, erklärte Papperger. „Dem massiv steigenden Bedarf der Seestreitkräfte und den steigenden Budgets für die Beschaffung will Rheinmetall mit leistungsfähigen Systemlösungen entsprechen.“ Der Rheinmetall-Chef betonte auch die strategischen Vorteile: „Alle wertigen Komponenten können wir unseren Kunden in künftigen Programmen aus unserem Partner-Netzwerk heraus als integrierte Lösung aus einer Hand anbieten: Marine-Flugkörper und -Werfer, Haupt- und Sekundärgeschütze für die Marine, die Raketenabwehr, Sensoren und weitere Elektronik.“

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 hat sich der Börsenkurs von Rheinmetall etwa verzwanzigfacht. Der Konzern gehört zu den wichtigsten Waffenlieferanten der Ukraine, wobei diese Waffenhilfe teilweise von der Bundesregierung bezahlt wird. Deutschland investiert allein fast fünf Milliarden Euro in vier neue U-Boote des Typs U212CD, die von Thyssenkrupp Marine Systems gebaut werden sollen. (ls)

Rubriklistenbild: © IMAGO / ZUMA Press Wire

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