Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Absicherung vor Altersarmut

Im Alter Aktien kaufen? Deshalb sollten Rentner jetzt handeln

Rentner werden ärmer und immer älter. Viele sorgen für den Ruhestand nicht ausreichend vor. Finanzexperten raten daher auch noch kurz vor dem Renteneintritt dazu, Mut zu Investitionen in der Börse zu haben.

Berlin – Arbeitnehmer blicken in eine sorgenvolle Zukunft. Denn der Bedarf an Rücklagen im Alter steigt gleichzeitig mit der Lebenserwartung stetig an. Dabei gibt es zahlreiche Methoden, wie Rentner ihr Vermögen auch noch m Zuge des eigenen Lebensabends absichern können – beispielsweise mit Investitionen an der Börse mit Anlagen in ETFs oder Aktien. Dass sich dies im höheren Alter nicht lohnen würde, dem widersprachen Finanzexperten.

Steigende Kosten und Lebenserwartung: Rentner werden ärmer

Noch immer sind Rentner zaghaft, wenn es um die Investitionen des angesparten Vermögens geht. Doch diese Entscheidung könnte Senioren eventuell vor einer finanziellen Krise im Alter schützen. Denn: Ruheständler werden mit fortschreitendem Alter immer ärmer. Laut einer Befragung von HDI Deutschland müssen sich deutsche Rentner zwischen 63 und 70 Jahren deutlich einschränken. Die Hälfte der Befragten hat vor dem Eintritt mit einer höheren Rente gerechnet. 64 Prozent haben ausschließlich auf die gesetzliche Rente vertraut – ohne privat vorsorgen.

Mit Blick in die Zukunft verlieren Menschen meist die steigenden Ausgaben aus den Augen. Die Kosten liegen bei Eintritt in den Ruhestand durchschnittlich 70 bis 90 Prozent höher als zum Zeitpunkt der Erwerbstätigkeit. Wie immowelt.de-Analysen gezeigt haben, erfuhren die Mieten innerhalb von zehn Jahren Preisanstiege von 104 Prozent. Inflation sowie unvorhersehbare Aufwendungen wie Krankheitskosten, Pflegekosten, können die gesamten Ersparnisse schnell aufbrauchen.

Steigende Lebenserwartung: Menschen unterschätzen Bedarf im Ruhestand

Zudem ist da noch das Problem der steigenden Lebenserwartung. Studien haben gezeigt, dass Menschen ihre Lebenserwartung deutlich unterschätzen. Wenn das Alter des Ruhestandes erreicht wird, können Senioren mit weiteren 20, 30 bis 40 Jahren Lebenszeit rechnen. Im Durchschnitt liegt die Lebenserwartung in Deutschland heute bei 78,2 Jahren für Männer und 83,0 Jahren für Frauen.

Rentner können finanziellen Krisen auch noch im Alter vorbeugen.

Nach einer Befragung von Insurance Europe sorgen diejenigen Menschen schwächer vor, die von einer niedrigeren Lebenserwartung als die statistische ausgehen. Auf der anderen Seite sparen jene mehr, die mit einem längeren Lebensabend rechnen. „Wer denkt, nicht sehr alt zu werden, spart sich das Sparen möglicherweise gleich ganz“, sagt Moritz Schumann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des GDV. Dabei haben viele Rentner doch ihr angespartes auf Konten liegen, und bedenken nicht, dass die Inflation dieses schmähen wird.

Finanzexperten: Auch für späte Investitionen lohnen sich ETFs

Laut Berechnungen des Magazins Finanztip haben Anleger eines in weltweit ausgerichteten Aktien-Indexfonds den vergangenen 15 Jahren niemals Geld verloren. Mit einer verbliebenen Lebensspanne von mehreren Jahrzehnten nach dem Renteneintritt lohnen sich Anlagen in ETFs also trotzdem. Wegen ihrer geringeren Kosten und der breiten Aufstellung von Aktienindexfonds (ETFs) sinkt das Risiko für Totalverluste. Mit ETFs investieren Anleger nämlich nicht in ein einziges Unternehmen – die Anlage wird auf mehrere hundert bis Tausend gestreut.

Im Falle, dass sich Senioren erst mit 60 Jahren zu einer Anlage entscheiden, können trotzdem noch ordentliche Renditen erzielt werden. Bei einer einmaligen Anlagesumme von 10.000 Euro, und einer zusätzlichen Sparrate von 200 Euro monatlich mit einer durchschnittlichen, jährlichen Rendite von sieben Prozent können Rentner im Alter von 75 Jahren mit einem Depotwert von 90.000 Euro rechnen – jedoch vor Abzug von Inflation und Steuern, so die Finanztip-Berechnung. Empfohlen werden dabei ETFs wie der MSCI World mit 1.400 Unternehmen, der FTSE Developed Index oder FTSE All-World.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Lobeca

Kommentare