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Minus-Zahlen im zweiten Quartal

Nächste Hiobsbotschaft? Deutsche Bank schreibt erstmals seit vier Jahren rote Zahlen

Deutsche Bank
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Die Deutsche Bank schreibt wegen Spätfolgen der Postbank-Übernahme im zweiten Quartal Verlust (Archivbild)

Erstmals seit Jahren verzeichnet die Deutsche Bank negative Zahlen. Das zweite Quartal endete mit einem Millionen-Minus, bedingt durch einen über zehn Jahre andauernden Rechtsstreit.

Frankfurt - Fast vier Jahre lang lief es gut für die Deutsche Bank, und die Zahlen waren durchweg positiv. Jetzt jedoch der Rückschlag: Im zweiten Quartal dieses Jahres meldete die Deutsche Bank ein Millionen-Minus. Der Grund dafür ist eine Rückstellung für einen über zehn Jahre andauernden Rechtsstreit mit den ehemaligen Postbank-Aktionären.

Ewiges Hin und Her: Rechtsstreit mit der Postbank zieht sich schon seit mehr als zehn Jahren

Die Deutsche Bank hat zum ersten Mal Quartalsverluste seit knapp vier Jahren - mit 143 Millionen Euro ist die Bank im Minus. „Das liegt aber allein an der Rückstellung von 1,3 Milliarden Euro für das Verfahren um die Postbank-Übernahme im Jahr 2010. Zu dieser waren wir verpflichtet, nachdem der Richter in dem Verfahren zuletzt angedeutet hatte, dass er gegen die Bank entscheiden könnte – auch wenn wir uns dagegen weiter zur Wehr setzen“, heißt es von Vorstandsvorsitzenden Christian Sewing in einer Mitteilung an seine Mitarbeiter.

Der Rechtsstreit, der vorläufig ein Millionenloch hinterlassen hat, begann bereits vor zehn Jahren mit der Übernahme der Postbank im Jahr 2008. Die ehemaligen Postbank-Aktionäre sind der Meinung, dass die Deutsche Bank damals bereits die vollständige Kontrolle über das Unternehmen hatte und sie daher mehr für ihre Anteile hätten erhalten müssen. Ein besseres Angebot erhielten sie jedoch erst 2010 von Josef Ackermann, dem damaligen CEO der Deutschen Bank. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Finanzkrise jedoch bereits den Kurs sinken lassen. Erst 2015 wurde die Postbank vollständig Teil der Deutschen Bank.

Das rechtliche Verfahren zieht sich seit Jahren hin. Im April 2023 schlug das Oberlandesgericht Köln Vergleichsverhandlungen vor. Aufgrund der Möglichkeit eines Verfahrensverlustes hat die Deutsche Bank nun 1,3 Milliarden Euro zurückgestellt. Das Ergebnis der Verhandlungen steht noch aus, das schriftliche Urteil wird Ende August erwartet.

Sewing ist zuversichtlich: Ertragreiche Zukunft der Deutschen Bank

Christian Sewing zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Klammert man diese Belastung aus, zeigt sich unsere operative Stärke: Vor Steuern haben wir auf dieser Basis einen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro erzielt, nach 1,4 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das ist das beste Ergebnis in einem zweiten Quartal seit 13 Jahren.“ Weiterhin schreibt er, dass die Deutsche Bank gut auf ihrem Kurs liegt, um in diesem Jahr rund 30 Milliarden Euro an Erträgen zu erreichen. Auch die Ziele für 2025 hätte die Bank fest im Blick.

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