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In fünf Jahren

Albtraumprognose für VW und Co: Von einem Autohersteller muss sich Deutschland trennen

Bleak Prognosen für deutsche Autoproduzenten: Ökonomen prognostizieren, dass es für namhafte Marken wie VW, BMW und Mercedes Umstellungen geben wird.

Berlin – Die Zeit tickt: Die deutsche Autoindustrie steckt seit längerem in der Krise. Nicht nur eine große Insolvenzwelle rollt auf die Autobauer zu – hinzu kommen Gewinneinbrüche, massiver Stellenabbau, nicht zuletzt große Unsicherheit aufgrund der neuen Zölle von Donald Trump. Denn diese treffen besonders die deutschen Autobauer hart. Es stehen herausfordernde Zeiten an – und Ökonomen zufolge schaffen es nicht alle aus der Krise.

VW, BMW und Mercedes im Visier: Deutsche Autohersteller in der Krise – Ökonom mit Horrorprognose

IfW-Präsident Moritz Schularick glaubt, dass in den kommenden fünf Jahren keiner der drei Autokonzerne Volkswagen, BMW und Mercedes in der aktuellen Form bestehen bleiben werden. Er könne sich nicht vorstellen, dass die Autobauer, „so wie sie in dieser Dreierkonstellation jetzt aufgestellt sind, dieses Jahrzehnt überleben“, sagte Schularick jüngst in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“.  Er könne sich gut vorstellen, dass mindestens einer der Autobauer „in irgendeiner anderen Form das Jahrzehnt beenden wird“.

Schularick hatte bereits vor einigen Monaten ein düsteres Urteil für die deutschen Autobauer gefällt. „Ich habe wiederholt gesagt, dass ich nicht denke, dass alle deutschen Autobauer das Jahrzehnt in dieser Form überleben. Das bewahrheitet sich jetzt“, sagte Schularick im September 2024 der WirtschaftsWoche. Auf Nachfrage von Lanz sagte Schularick, dass er an der Aussage festhalten würde.

Die deutsche Autoindustrie steckt seit längerem in der Krise. 

Der Prozess habe viel mit dem Übergang zur Elektromobilität zu tun, so Schularick, dieser sei „verschlafen“ worden. Angesprochen darauf, was „in irgendeiner anderen Form das Jahrzehnt beenden“ konkret bedeute, sagte Schularick: „Aufgekauft werden, aufgesplittet werden, in anderer Form fusionieren“. Der noch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) warnte davor, den Teufel an die Wand zu malen. „Bei VW sehe ich nicht, dass der Konzern oder einzelne Teile fusionieren“, entgegnete Weil.

Gewinneinbruch bei VW, BMW und Co. – setzt sich der Abwärtstrend fort?

Nach Jahren extremer Erträge geht es für die Autohersteller gerade abwärts. Der Volkswagen-Konzern hat im vergangenen Quartal weniger Autos ausgeliefert als vor einem Jahr. In den Monaten April bis Juni lieferte der Konzern weltweit 2.243.700 Fahrzeuge aller Konzernmarken aus, 3,8 Prozent weniger im gleichen Monat des Vorjahres, wie die Wolfsburger mitteilten. Vor allem Audi und China belasteten. 

Bei Audi brach der Absatz um 11,3 Prozent ein. Die Kernmarke Volkswagen büßte 5,2 Prozent ein. Skoda und Seat/Cupra legten dagegen zu. Vor allem in China schwächelt das Geschäft. Dort wurden in den vergangenen drei Monaten 19,3 Prozent weniger Fahrzeuge ausgeliefert. Einen Dämpfer gab es auch beim Absatz von Elektroautos. Im ersten Halbjahr lieferte der Konzern weltweit 317.200 E-Modelle aus, 4.400 weniger als im selben Zeitraum 2023. Schuld war vor allem die schwache Nachfrage in Europa und den USA, wo jeweils 15 Prozent weniger E-Autos ausgeliefert wurden. Der Auftragsbestand bei E-Autos sei in Westeuropa leicht gestiegen auf rund 170.000.

Auch BMW muss für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 einen Gewinneinbruch hinnehmen. Nach Steuern verdiente der Konzern 7,7 Milliarden Euro. Das klingt viel, ist aber 37 Prozent weniger als im Jahr davor und schon der zweite starke Rückgang. Neben schwächelnden Verkäufen in China litten die Münchner auch unter Problemen mit vom Zulieferer Continental bezogenen Bremsen. (bohy mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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