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Interview in Garmisch-Partenkirchen

Vierschanzentournee: Geiger übt Selbstkritik - „So habe ich bei Olympia keinen Auftrag“

Vierschanzentournee: Ein nachdenklicher Karl Geiger beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.
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Vierschanzentournee: Ein nachdenklicher Karl Geiger beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

Karl Geiger springt bei der Vierschanzentournee hinterher. Eine Teilnahme bei Olympia rückt in weite Ferne. chiemgau24.de sprach mit dem Oberstdorfer am Rande des Neujahrsspringens und bekam einen Einblick in das angekratzte Selbstvertrauen.

Garmisch-Partenkirchen - Viele Jahre sprang Karl Geiger um Siege und Podestplätze im Skispringen und bei der Vierschanzentournee mit. Bei der aktuellen Ausgabe verpasste er in seiner Heimat Oberstdorf die Qualifikation für den Wettkampf, beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen kam er auf den 33. Platz.

Die vom Deutschen Olympischen Sportbund vorgegebene Norm für Olympia hat der 32-Jährige noch nicht erreicht. Am Rande des Neujahrsspringens in Garmisch-Partenkirchen sprach chiemgau24.de mit Geiger über seine aktuelle Formkrise, die Perspektive für Olympia und was die sportlichen Probleme mit ihm machen.

Vierschanzentournee: Geiger gibt Einblicke - „Klar kommen einem Zweifel“

Herr Geiger, wie bewerten Sie ihre Leistung beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen?

Karl Geiger: Es war nicht alles schlecht, auch wenn ich mir ein besseres Ergebnis gewünscht habe. Es war ein beherzter und entschlossener Sprung, aber die Technik war nicht sauber. Ich versuche die Ergebnisliste auszublenden und weiter an meinen Punkten zu arbeiten.

Im Vergleich zu Oberstdorf war aber ein Fortschritt erkennbar, oder?

Geiger: Oberstdorf war ein Totalausfall, den ich so nicht habe kommen sehen. Ich bin in den Trainings zuvor deutlich besser gewesen, da war das schon ein Rückschlag. Daher kann man nach Garmisch schon von einem Fortschritt sprechen. Auch wenn die Situation nicht leicht bleibt.

Wie sieht es denn in Ihnen aus? Sind Sie verzweifelt, grübeln Sie viel oder sind Sie nur mit sachlicher Analyse beschäftigt?

Geiger: Es ist eine Mischung aus allem. Die inhaltliche Arbeit steht im Vordergrund, aber klar kommen einem auch mal Zweifel. Ich weiß ja, dass ich Skispringen beherrsche. Sonst hätte ich nicht das erreicht, was ich in meiner Karriere erreicht habe. Ich merke aber, dass ich aktuell nicht auf direktem Wege dort hinkomme, wo ich hin möchte. Deswegen muss es über kleine Schritte gehen, auch wenn das viel Geduld verlangt.

Vierschanzentournee: Geigers Uhr tickt - „So habe ich bei Olympia keinen Auftrag“

Am 20. Januar nominiert der Deutsche Olympische Sportbund seiner Springer für Olympia. Aktuell haben sie die interne Norm nicht erfüllt. Lebt Ihr Traum von Olympia weiter?

Geiger: Natürlich denke ich an Olympia. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir das komplett egal ist. Klar ist aber auch, dass ich in der aktuellen Form bei Olympia keinen Auftrag habe. Deutschland hat nur vier Plätze und die besten sollen zu Olympia fahren. Da gehöre ich aktuell nicht dazu.

Viel Zeit bleibt nicht mehr . . .

Geiger: Das ist mir schon klar. Ich fokussiere mich jetzt zunächst auf meinen Sprung und den Prozess, der dahintersteckt. Wenn ich meine Fehler beheben kann, steigere ich mich auch in den Ergebnissen. Dann kann ich der Mannschaft auch bei Olympia helfen und will unbedingt dabei sein. Der Weg dorthin ist aber noch weit. (Quelle: chiemgau24.de, truf)

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