Sommer-Grand-Prix
Skispringen: DSV-Damen fliegen hinterher – Herren wählen anderen Weg
Im Skispringen hat der Sommer-Grand-Prix seine dritte Station erreicht. Die deutschen Damen waren dabei mit einer Ausnahme chancenlos. Vom Bundestrainer gibt es klare Kritik. Die Herren wählen hingegen einen alternativen Weg.
Das rumänische Rasnov ist die dritte von vier Stationen des Sommer-Grand-Prix im Skispringen. Je zwei Einzelwettbewerbe der Damen und Herren standen auf dem Programm. Mit überschaubaren Ergebnissen der deutschen Damen und abwesenden Herren.
Ohne ihre Topathletinnen Selina Freitag und Agnes Reisch sind die deutschen Skispringerinnen beim Sommer-Grand-Prix auf der Kleinschanze in Rasnov angetreten. Die Ergebnisse der Einzelspringen am Samstag und Sonntag waren enttäuschend.
Skispringen: Seyfarth holt einziges Top-Ten-Resultat – „Wir haben uns mehr erhofft“
Juliane Seyfarth betrieb aus deutscher Sicht Schadensbegrenzung. Die 36-Jährige wurde im ersten Springen 14., am Sonntag erreichte sie einen guten neunten Platz. Abseits dessen waren die Ergebnisse der deutschen Damen überschaubar. Alvine Holz und Kim-Amy Duschek verpassten an beiden Tagen das Finale der Top 30, Emely Torazza wurde am Samstag 27. und am Sonntag 28.
Luisa Görlich sprang nach langer Verletzungspause ihre ersten Wettbewerbe. Am Samstag verpasste sie das Finale als 32. noch knapp, am Folgetag wurde sie respektable 21. „Mit einigen Ergebnissen bin ich nicht zufrieden. Gerade bei den jüngeren Athletinnen haben wir uns mehr erhofft“, bilanzierte Bundestrainer Heinz Kuttin und ergänzte: „Die Sommer-Springen sind wichtig, man darf die Ergebnisse inmitten des Trainings aber nicht überbewerten“, so der Österreicher.
Die Polin Anna Twardosz siegte am Samstag vor Ringo Miyajima aus Japan und Dong Bing aus China (zum Ergebnis). Am Sonntag wiederholte Twardosz ihren Sieg, sie setzte sich vor Zeng Ping aus China und Ema Klinec aus Slowenien durch (zum Ergebnis).
Skispringen: Deutsche Herren verzichten – Amerikaner wird zum Überraschungssieger
Die deutschen Herren verzichteten wie viele weitere Topspringer auf eine Teilnahme in Rasnov. „Wir sind mittendrin in der Vorbereitung auf den Winter und lassen den Grand Prix in Rasnov aufgrund der aktuell intensiven Trainingsbelastung und der Trainingssteuerung aus. Diese Ausrichtung hatten wir von vornherein so geplant. Die Saisonvorbereitung läuft gut soweit“, sagte der neue Bundestrainer Andreas Mitter im Vorfeld.
Den Sieg am Samstag sicherte sich Naoki Nakamura aus Japan vor Jason Colby aus den USA und dem Norweger Kristoffer Eriksen Sundal (zum Ergebnis). Am Sonntag gewann Colby vor dem Polen Pawel Wasek und Danil Vassilyev aus Kasachstan (zum Ergebnis). Beim Finale des Sommer-Grand-Prix werden die deutschen Herren wieder in Bestbesetzung an den Start gehen. Am 24. und 25. Oktober wird dann in Klingenthal gesprungen.