„In engster Abstimmung mit der Familie“
Nach Todesdrama am Berg: Heimatort plant besondere Ehre für Laura Dahlmeier (†31)
Nach dem tödlichen Drama um Laura Dahlmeier (†31) am Laila Peak in Pakistan hielt man sich in ihrer Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen mit öffentlichem Gedenken zunächst zurück. Jetzt gibt es jedoch neue Pläne – und einen weiteren Ort für die Trauer.
Garmisch-Partenkirchen/Islamabad – Nach dem Tod von Laura Dahlmeier (†31) will die Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde einen Park nach der Ex-Biathletin benennen lassen. Das bestätigte eine Sprecherin der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf Nachfrage. „Im September-Gemeinderat werde ich einen Antrag einbringen, dass wir den Kurpark in Laura-Dahlmeier-Park benennen“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU). Das sei „mit der Familie so abgestimmt“, sagte die Sprecherin weiter.
„In engster Abstimmung mit Lauras Familie“
Doch schon jetzt können Menschen im Partenkirchener Kurpark an einem temporären Gedenkort trauern. Dort wurde am vergangenen Wochenende (2./3. August) eine Gedenkstätte mit einem Bild an einer Holzstele, einem Windlicht und einem Stein aus dem heimischen Gebirge samt Plakette eingerichtet – auch das sei in „engster Abstimmung mit Lauras Familie“ erfolgt, wie die Bürgermeisterin bestätigte. Unter anderem der Münchner Merkur hatte darüber berichtet.
Im Rathaus Garmisch-Partenkirchen hatte man sich in den Tagen nach dem schrecklichen Unglück am Laila Peak (6096 Meter) mit öffentlichen Beileidsbekundungen zunächst stark zurückgehalten. Man werde sich zu diesem Thema „nur auf Wunsch der Familie einbringen“, hieß es. In einer katholischen Kirche gab es ebenfalls einen Ort, um der Ex-Biathletin zu gedenken. Garmisch-Partenkirchen hatte Dahlmeier bereits im Jahr 2018 zur Ehrenbürgerin ernannt.
Marktgemeinde richtet Kondolenzbuch ein
Inzwischen können Menschen ihrer Anteilnahme auch in einem Kondolenzbuch Ausdruck verleihen. Der plötzliche Tod Dahlmeiers, einer „hoch geschätzten und liebenswerten Persönlichkeit“, habe „viele Menschen im Herzen berührt – weit über die Grenzen unseres Ortes hinaus“, teilte die Gemeinde dazu auf ihrer Internetseite mit. „Schreiben Sie uns gerne Ihre Gedanken und Erinnerungen. Alle eingehenden Kondolenzbotschaften werden von den Mitarbeitern des Rathauses gesammelt und in einem Kondolenzbuch zusammengefasst, das der Familie übergeben wird“, hieß es in dem Aufruf unter anderem wörtlich. Dafür wurde sogar eigens eine E-Mail-Adresse eingerichtet.
Schrecklicher Unfall am 28. Juli
Der schreckliche Unfall im pakistanischen Karakorum-Gebirge hatte sich am Montag (28. Juli) ereignet. rosenheim24.de hatte ausführlich berichtet. Im Anschluss lief eine große Rettungsaktion an, die jedoch wiederholt durch schlechtes Wetter und miserable Sicht behindert wurde. Zwei Tage später wurde Dahlmeier für tot erklärt. Die Olympiasiegerin hatte bereits zuvor schriftlich verfügt, dass im Falle eines Unfalles ihre Leiche am Berg bleiben solle, sofern man sie nicht gefahrlos bergen könne.
Nach etlichem Hin und Her lenkten die pakistanischen Behörden ein und erklärten, den Wunsch Dahlmeiers und ihrer Familie zu respektieren. Auch darüber hatte rosenheim24.de berichtet. Dazu hatten sich unter anderem auch Thomas Huber (58), einer der „Huberbuam“ aus der Region, und Reinhold Messner (80) geäußert. Für eine etwaige Bergung wäre ohnehin nur noch ein kleines Zeitfenster zur Verfügung gestanden, da sich das Wetter in den pakistanischen Bergen bereits massiv verschlechtert. (mw)