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Zwei Tage nach Weltcupstart

Biathlon: Tod mit 27 – Norwegischer Topathlet stirbt im Trainingslager

Am Sonntag stand er noch beim Biathlon-Weltcup in Frankreich am Start. Jetzt ist Sivert Guttorm Bakken tot. Die Szene steht unter Schock.

Lavazè – Die Biathlon-Welt steht unter Schock: Der norwegische Topathlet Sivert Guttorm Bakken ist im Alter von nur 27 Jahren gestorben. Der ehemalige Weltcup-Sieger wurde am Dienstag (23. Dezember) tot in seinem Hotelzimmer am Passo Lavazè in Italien aufgefunden, wie der norwegische Biathlon-Verband und der Biathlon-Weltverband mitteilten. Die Todesursache ist bislang unbekannt.

Der Biathlet Sivert Guttorm Bakken ist tot.

Erst am Sonntag hatte Bakken beim Weltcup in Le Grand-Bornand in Frankreich am Start gestanden. Den Massenstart beendete er auf dem 20. Platz. Anschließend reiste er mit Teamkollegen nach Italien, wo sie einige Ruhetage verbringen wollten, bevor die Weltcup-Saison im Januar fortgesetzt wird. „Unsere Gedanken sind jetzt in erster Linie bei Siverts Familie und allen, die ihm nahestanden“, erklärte Generalsekretärin Emilie Nordskar.

Biathlon: Tod mit 27 – Norwegischer Topathlet stirbt im Trainingslager

Bakken hatte in seiner noch jungen Karriere bereits beachtliche Erfolge gefeiert. Seinen größten Triumph erlebte er im März 2022 beim Weltcup-Finale in Oslo-Holmenkollen, wo er den Massenstart gewann und sich gleichzeitig die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin sicherte. Insgesamt stand der Norweger viermal auf dem Weltcup-Podium und bestritt 31 Weltcup-Rennen, wie die Internationale Biathlon Union (IBU) mitteilte.

„Siverts Comeback zum Biathlon nach einer Zeit großer Schwierigkeiten war eine Quelle immenser Freude für alle in der Biathlon-Familie und eine inspirierende Demonstration seiner Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit“, würdigte IBU-Präsident Olle Dahlin den verstorbenen Athleten. Der Schwede betonte: „Sein Tod in so jungem Alter ist unbegreiflich, aber er wird nicht vergessen werden und für immer in unseren Herzen bleiben.“

Laura Dahlmeier ist tot: Die vergebliche Suche nach der Biathlon-Legende auf dem Laila Peak

Laura Dahlmeier postet vor der Abreise nach Pakistan ein Foto mit zwei Freundinnen, darunter ist auch Seilpartnerin Marina Krauss.
Laura Dahlmeier postet vor der Abreise nach Pakistan ein Foto mit zwei Freundinnen, darunter ist auch Seilpartnerin Marina Krauss. © Instagram/Laura Dahlmeier
Archivfoto: Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeong Chang trug sich Dahlmeier in die Geschichtsbücher ein.
(Archivfoto) Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeong Chang trug sich Dahlmeier in die Geschichtsbücher ein. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Archivfoto: 2019 beendet Laura Dahlmeier ihre Fabel-Karriere, hat fortan mehr Zeit für ihre Kletter-Leidenschaft
(Archivfoto) 2019 beendet Laura Dahlmeier ihre Fabel-Karriere, hat fortan mehr Zeit für ihre Kletter-Leidenschaft © Instagram / Laura Dahlmeier
Archivfoto: Die erfahrene Kletterin nimmt immer neue Ziele in Angriff.
(Archivfoto)Die erfahrene Kletterin nimmt immer neue Ziele in Angriff. © Instagram/Laura Dahlmeier
Archivfoto: An Erfahrung mangelt es Dahlmeier vor ihrem Aufbruch zum Laila Peak nicht, im April 2023 besteht sie die Prüfung zur staatlich geprüften Berg- und Skiführerin.
(Archivfoto) An Erfahrung mangelte es Dahlmeier vor ihrem Aufbruch zum Laila Peak nicht, im April 2023 besteht sie die Prüfung zur staatlich geprüften Berg- und Skiführerin. © Instagram/Laura Dahlmeier
Archivfoto: Trotz Know-How erreicht uns am 28. Juli die schreckliche Meldung ihres Unglücks in Pakistan.
(Archivfoto) Trotz Know-How erreicht uns am 28. Juli die schreckliche Meldung ihres Unglücks in Pakistan. © Instagram/Laura Dahlmeier
Archivfoto: Einige Monaten nach ihrem letzten TV-Auftritt als ZDF-Expertin bangen Familie, Freunde und Kollegen um die 31-Jährige.
(Archivfoto) Einige Monaten nach ihrem letzten TV-Auftritt als ZDF-Expertin bangen Familie, Freunde und Kollegen um die 31-Jährige. © IMAGO/Steffen Proessdorf
Archivfoto: Über ihr Management wird mitgeteilt: Ihre Seilpartnerin sei wohl auf, bei einem Helikopter-Rundflug seien keine Lebenszeichen erkannt worden. Dahlmeier gelte als „mindestens schwer verletzt“.
(Archivfoto) Über ihr Management wird mitgeteilt: Ihre Seilpartnerin sei wohl auf, bei einem Helikopter-Rundflug seien keine Lebenszeichen erkannt worden. Dahlmeier gelte als „mindestens schwer verletzt“. © IMAGO/Günter PASSAGE
Archivfoto: Seilpartnerin Marina Krauss setzte direkt nach dem Unfall den Notruf ab.
(Archivfoto) Seilpartnerin Marina Krauss setzte direkt nach dem Unfall den Notruf ab. © Günter Passage via www.imago-images.de
Archivfoto: Auf Grund des schwierigen Geländes konnte ein Helikopter erst einen Tag nach dem Steinschlag in das Gebiet vordringen.
(Archivfoto) Auf Grund des schwierigen Geländes konnte ein Helikopter erst einen Tag nach dem Steinschlag in das Gebiet vordringen. © Peter Hartenfelser via www.imago-images.de
Archivfoto: Wenig später wird bekannt: Die Suche wird vorläufig eingestellt, der Einbruch der Dunkelheit mache eine Rettung unmöglich.
(Archivfoto) Wenig später wird bekannt: Die Suche wird vorläufig eingestellt, der Einbruch der Dunkelheit mache eine Rettung unmöglich. © IMAGO/Martin Hoffmann
Die bekannten Kletter-Brüder „Huberbuam“ bangen um Laura Dahlmeier, Thomas macht sich mit einem Rettungsteam auf den Weg nach Pakistan.
Die bekannten Kletter-Brüder „Huberbuam“ bangen um Laura Dahlmeier, Thomas macht sich mit einem Rettungsteam auf den Weg nach Pakistan. © Instagram/Laura Dahlmeier
Archivfoto: Die Huberbuam kennen Laura Dahlmeier aus der Kletter-Szene, hoffen zunächst, sie noch lebend anzutreffen.
(Archivfoto) Die „Huberbuam“ kennen Laura Dahlmeier aus der Kletter-Szene, hoffen zunächst, sie noch lebend anzutreffen. © IMAGO/United Archives
Auch Mount-Everest-Bezwinger Reinhold Messner äußert sich zu Laura Dahlmeier und verrät: Der Laila Peak gehöre zu den „schönsten Bergen der Welt.“
Auch Mount-Everest-Bezwinger Reinhold Messner äußert sich zu Laura Dahlmeier und verrät: Der Laila Peak gehöre zu den „schönsten Bergen der Welt.“ © IMAGO/Eibner-Pressefoto/EXPA/Groder
Für Messner ist klar: Die alpine Erfahrung von Laura Dahlmeier wäre ausreichend, um den Laila Peak zu bezwingen.
Für Messner ist klar: Die alpine Erfahrung von Laura Dahlmeier wäre ausreichend, um den Laila Peak zu bezwingen. © IMAGO/Christoph Hardt
Archivfoto: Magdalena Neuer, Wegbegleiterin und Freundin Dahlmeiers, richtet hoffnungsvolle Worte an die Verunglückte.
(Archivfoto) Magdalena Neuer, Wegbegleiterin und Freundin Dahlmeiers, richtet hoffnungsvolle Worte an die Verunglückte. © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON
Symbolbild: Am Morgen des 30. Juli wollen die Rettungskräfte einen neuen Versuch starten, dieser allerdings verzögert sich auf Grund starker Winde und schlechter Sichtverhältnisse.
Symbolbild: Am Morgen des 30. Juli wollen die Rettungskräfte einen neuen Versuch starten, dieser allerdings verzögert sich aufgrund starker Winde und schlechter Sichtverhältnisse. © IMAGO/Rene Traut
Auch im weiteren Verlauf des Tages war es den Helikoptern nicht möglich, die Unglücksstelle zu erreichen.
Auch im weiteren Verlauf des Tages war es den Helikoptern nicht möglich, die Unglücksstelle zu erreichen. © xJosssKx via imago-images.de
Symbolbild: Kletterer und Bergträger machten sich auf den Weg zur Unfallstelle.
Symbolbild: Kletterer und Bergträger machten sich auf den Weg zur Unfallstelle. © IMAGO/imageBROKER/Herbert Berger
Beim Abstieg von der Hohen Geige im Tiroler Pitztal stürzt eine 26-jährige Deutsche tödlich ab.
Alle Rettungsaktionen blieben ohne Erfolg, keinem Bergungsteam gelang es, Dahlmeier zu erreichen. © IMAGO/Dreamstime
Berg- und Sportexperte Stefan Nestler verrät: In einer politisch brisanten Gegend sei es nur dem pakistanischen Militär erlaubt, Rettungsflüge auszuführen.
Berg- und Sportexperte Stefan Nestler verrät: In einer politisch brisanten Gegend sei es nur dem pakistanischen Militär erlaubt, Rettungsflüge auszuführen. © IMAGO/DavePrimov
Am Nachmittag des 30. Juli dann die traurige Gewissheit: Laura Dahlmeier ist tot. Ihr Management veröffentlicht die Nachricht über ihren Instagram-Kanal.
Am Nachmittag des 30. Juli dann die traurige Gewissheit: Laura Dahlmeier ist tot. Ihr Management veröffentlicht die Nachricht über ihren Instagram-Kanal. © Instagram/Laura Dahlmeier
Ihre Familie veröffentlicht herzzerreißende Worte des Abschieds.
Auch ihre Familie veröffentlicht herzzerreißende Worte des Abschieds. © Instagram/Laura Dahlmeier
Archivfoto: Magdalena Neuner ist eine der ersten, die öffentlich von ihrer Freundin Abschied nimmt.
(Archivfoto) Magdalena Neuner ist eine der ersten, die öffentlich von ihrer Freundin Abschied nimmt. © Instagram/Magdalena Neuner
Mit Laura Dahlmeier verliert der deutsche Wintersport eine der erfolgreichsten Athletinnen der Geschichte - ihre Fans werden die begeisterte Bergsteigerin nie vergessen.
X.jpg © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Bakkens Erfolgsgeschichte nahm jedoch 2022 eine dramatische Wendung. Nach seiner erfolgreichsten Saison erkrankte er an einer Myokarditis – einer Herzmuskelentzündung. Die Erkrankung zwang ihn zu einer langen Wettkampfpause von 984 Tagen. Erst im November 2024 kehrte er in den IBU Cup zurück, die zweite Liga des Biathlons. Auch ein anderer Biathlon-Champion meldete sich nach Leidensphase im Weltcup zurück.

Das Comeback gestaltete sich erfolgreich: Bakken sammelte in der vergangenen Saison zehn Podestplätze im IBU Cup und belegte den zweiten Gesamtrang. Seine Leistungen öffneten ihm wieder die Tür zum Weltcup-Team. „Es war unfassbar hart“, hatte Bakken über seine Leidenszeit gesagt. Die Herzerkrankung hatte ihn monatelang daran gehindert, körperlich zu trainieren.

Trotz der gesundheitlichen Rückschläge gab der Athlet nie auf. Seine Rückkehr in den Weltcup nach fast drei Jahren Pause galt als eine der bemerkenswertesten Comeback-Geschichten im Biathlon. Bakken träumte von einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2026 in Italien – genau in dem Land, wo er nun sein Leben verlor. (ck)

Rubriklistenbild: © Björn Larsson Rosvall/TT/Imago

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