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„Ewiges Eis“ in Gefahr?
Schelfeis in Grönland verliert an Volumen – mit dramatischen Folgen für den Meeresspiegel
Unsere Meere heizen sich auf. So schmelzen Grönlands Gletscher weiter. Eine neue Studie zeigt, wie die Lage ist.
München – Lange Zeit waren sich Wissenschaftler einig, die Gletscher und das Eis in Nordgrönland seien stabil. Die Schelfeise – große, auf dem Wasser schwimmende Eisplatten – in der Region haben seit 1978 jedoch mehr als ein Drittel ihres Volumens verloren. Das zeigt eine neue Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications. Grund dafür seien die steigenden Temperaturen. Hält diese Schmelze weiter an, kann das laut den Verfassern der Studie „dramatische Folgen“ für den Anstieg des Meeresspiegels haben. Denn die Gletscher Nordgrönlands bestehen aus genügend Eis, dass der Meeresspiegel um 2,1 Meter ansteigen kann.
Basierend auf der Auswertung von Satellitenbildern und Klimamodellen kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Schelfeise im Norden Grönlands seit 1978 „mehr als 35 Prozent ihres Gesamtvolumens“ verloren hätten. Drei der Schelfeise in der Region seien bereits „vollständig zusammengebrochen“, so die Wissenschaftler. Bei den verbleibenden Schelfeisen sei außerdem ein wachsender Verlust der Eismasse zu beobachten.
Die Gletscher schmelzen – So verändert der Klimawandel die Erde
Laut Studie: Erwärmung der Ozeane lässt Schelfeis in Nordgrönland schmelzen
Dafür macht die Studie insbesondere die Erwärmung der Ozeane verantwortlich. „Der beobachtete Anstieg des Abschmelzens geht mit einem deutlichen Anstieg der potenziellen Ozeantemperatur einher, was auf eine starke ozeanische Kontrolle über die Veränderungen des Eisschelfs hindeutet“, so die Verfasser der Studie. Für die in diesem Sektor noch verbliebenen Schelfeise könne eine „anhaltende Phase der Abschwächung“ festgestellt werden, heißt es weiter.
Das sogenannte Basalschmelzen – das Abschmelzen des Eises von unten – kann laut der Studie eine „komplexe und entscheidende Rolle bei der Ausdünnung des Schelfeises von unten“ spielen. Dadurch kann das Eis viel schneller brechen. Die Erwärmung des Ozeans, heißt es in der Studie, werde im kommenden Jahrhundert wahrscheinlich weiter zunehmen.
Weltorganisation für Meteorologie prognostiziert für unseren Planeten wärmstes Jahr überhaupt
Die global steigenden Temperaturen führen dazu, dass Gletscher und Eisschilde schneller schmelzen, als sich neues Eis und Schnee bilden können – vor allem in den Ozeanen. Denn die Meere absorbieren 90 Prozent der Erwärmung auf unserem Planeten, berichtet der Nachrichtensender CBS News. Demnach werde der Rückgang des Eises sowohl durch wärmere Luft als auch durch wärmeres Meerwasser beschleunigt.
Die Weltorganisation für Meteorologie hatte zu Beginn des Jahres 2023 prognostiziert, dass die Erde in mindestens einem der kommenden fünf Jahre ihr heißestes Jahr überhaupt erleben wird. Wie CBS News berichtet,könnte sich die Erde in schlimmsten Fall um weitere 1,5 Grad Celsius erwärmen. (phf)