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Schwarzer Tag

Mehrere Tote bei Lawinen-Unglücken in den Alpen – auch Deutsche unter Verletzten

Eine Serie von Lawinen ging in den Alpen ab. In Österreich und Frankreich gibt es Todesopfer. Einsatzkräfte der Bergrettung waren gefordert.

Innsbruck – Nach den jüngsten Schneefällen ist die Bilanz vom Wochenende dramatisch. Lawinenabgänge in den Alpen forderten Menschenleben. In Frankreich wurde ein Pistenretter bei einer Lawine getötet. In Österreich stirbt eine Frau, zwei Deutsche werden verletzt.

Lawinen-Unglücke in den Alpen: Sechs Tote und mehrere Verletzte (Montage).

Meteorologen hatten für das Wochenende ein hohes Lawinenrisiko in den französischen Alpen vorhergesagt. Allein am Sonntagmorgen verzeichnete die Präfektur von Savoyen mindestens sechs Lawinen in den Skigebieten des Départements. Zwei tödliche Lawinen gingen in Savoyen (Frankreich) am Sonntag (11. Januar) ab, eine in La Plagne und zuvor in Courchevel.

Tote und Verletzte nach Lawinen in den Alpen

In La Plagne wurde ein Brite abseits der Piste von einer Lawine erfasst. 52 Rettungskräfte, Lawinenhunde und ein Hubschrauber suchten nach dem Mann. Erst nach 50 Minuten konnte der Wintersportler in einer Tiefe von 2,5 Metern unter den Schneemassen lokalisiert werden, berichten französische Medien. Er sei nicht mit einem Lawinensuchgerät ausgerüstet gewesen, berichtet das französische Nachrichtenmagazin Le Dauphine. Der Brite konnte demnach nicht wiederbelebt werden und verstarb.

Im Skigebiet Courchevel ging gegen 11:40 Uhr eine Lawine im unpräparierten Gelände ab. Pistenretter, die den Lawinenabgang in der Ferne beobachtet hatten, waren Berichten zufolge schnell vor Ort, konnten die Person jedoch nur noch tot bergen.

Wintereinbruch in Bayern: 25 beeindruckende Bilder aus den letzten Jahren

Winter Schnee
Schnee, blauer Himmel und Sonne - so stellen sich wohl die meisten Menschen den perfekten Wintertag vor. Wir haben 25 der schönsten Fotos der vergangenen Winter zusammengestellt. © IMAGO / Depositphotos/Dreamstime (Collage: Merkur.de).
Sonnenschein im Allgäu
Schnee im Januar 2025, dazu blauer Himmel und Sonne. So idyllisch kann Bayern im Winter sein. © IMAGO / Jan Eifert
Nymphenburg Palace Canal Crowds On Ice
In München nutzten viele das kalte Winterwetter im Januar 2025 zum Schlittschuhlaufen vor dem Nymphenburger Schloss. © IMAGO / NurPhoto
Schneelandschaft in Oberstdorf
Schöner konnte das Jahr 2025 in Oberstdorf nicht starten. © IMAGO / Beautiful Sports
Roter Zug fährt durch schneebedeckte Felder neben einem vereisten Baum unter klarem Himmel, Raureif im Unterallgäu, Baye
Schon das Jahr 2024 endete winterlich: Im Unterallgäu fuhr ein Zug vorbei an schneebedeckten Feldern und vereisten Bäumen. © IMAGO / imagebroker
Parish Church of St. Sebastian from the Malerwinkel with mountain Reiteralpe, stream Ramsauer Ache, Christmas decoration
Auch die Kirche St. Sebastian in Ramsau bot zum Jahresende ein idyllisches Bild. © IMAGO / Volker Preußer
Teufelsmühle Wasserfall auf dem Schwartzbach, in Schnee und Eis im November. Das UNESCO Biosphärenreservat Rhön, Bundesl
Der Teufelsmühle-Wasserfall im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön wirkte im November 2024 fast mysthisch. © IMAGO / imagebroker
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Im September 2024 sorgte ein Wintereinbruch in den Alpen unweit von Lenggries für viel Schnee und verschneite Außenbereiche. © IMAGO / imagebroker
Tief Anett - Schnee in den bayerischen Alpen Die Höhenlagen der Allgäuer Alpen am Nebelhorn sind tief verschneit., Obers
Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: Tief Anett brachte auch in den Allgäuer Alpen im September 2024 viel Schnee. © IMAGO / Jan Eifert
Tutzing, Bayern, Deutschland, 22. November 2024: Ein Wintertag in Tutzing (Landkreis Starnberg). Hier der Blick in der B
Ein gemütlicher Wintertag im November 2024 in Tutzing am Starnberger See. © IMAGO / Ulrich Wagner
View over Lech River with St. Mang Monastery and High Castle, Fussen, Swabia, Bavarian Alps, Bavaria, Germany, Europe Co
Im Januar gab der Lech ein schönes Fotomotiv ab. Hoch oben thronen das Schloss und das Benediktinerkloster St. Mang. © IMAGO / robertharding
Schnee
Im April 2023 gab es in den bayerischen Alpen oberhalb von 800 Metern einen massiven Wintereinbruch. Seit den Morgenstunden gab es damals bis zu 20 Zentimeter Neuschnee, in den Hochlagen waren in der Nacht schon über 30 Zentimer gefallen. © IMAGO / Bernd März
Snow covered road and bare trees Chiemsee, Chiemsee, Germany CR_NOAC170129-01045-01
Am Chiemsee war es im Oktober 2023 verschneit und winterlich. © IMAGO / Cavan Images
News Bilder des Tages December 3, 2023, Munich, Bavaria, Germany: Scenes from Munich, Germany in the wake of a record 44
Diese Tage haben sich bei vielen Münchnern ins Gedächtnis gebrannt: Anfang Dezember 2023 versank die bayerische Landeshauptstadt im Schnee. © IMAGO / ZUMA Press Wire
December 3, 2023, Munich, Bavaria, Germany: Scenes from Munich, Germany in the wake of a record 44cm of snowfall in 24 h
Trotz der Schneemassen ließen sich manche nicht von ihrer Joggingrunde abhalten. © IMAGO / ZUMA Press Wire
Raureif auf Bäumen an einem kalten Wintertag, Oberbayern, Bayern, Deutschland, Europa Hoarfrost on trees *** Hoarfrost o
Mehr Idylle geht kaum: Raureif auf Bäumen, dazu viel Schnee und blauer Himmel an einem kalten Wintertag im März 2022 in Oberbayern. © IMAGO / Peter Widmann
Tierwelt 2022-03-20, GER, Bayern, Neuschönau: europäischer Braunbär tollt im letzten Schnee im Nationalpark bayerischer
Ein Braunbär hatte im März 2022 im Nationalpark Bayerischer Wald sichtlich Spaß. © IMAGO / Dominik Kindermann
Wooden cabin with snowbound roof in wintry forest, alpine landscape Kreuth, upper bavaria
Im Oktober 2022 konnte man sich in dieser oberbayerischen Hütte nicht über zu wenig Schnee beschweren. © IMAGO / Depositphotos
Themenbild Winter in der Coronavirus Pandemie. Surfer tummeln sich nach Wintereinbruch am Eisbach in Muenchen am 26.01.2
Der Schnee im Januar 2021 hielt die Sportler am Münchner Eisbach nicht davon ab, ihre Surfbretter auszupacken. © IMAGO / Sven Simon
Weather feature: Onset of winter with 50cm of fresh snow, Wintereinbruch mit 50cm Neuschnee in Marktoberdorf, Bavaria,
In Marktoberdorf waren die Menschen im Januar 2021 mit Schneeschippen beschäftigt, dort kamen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee herunter. © IMAGO / Action Pictures
Aerial drone shot of Forggensee lake in Bavaria in winter in blue hour, Aerial drone shot of Forggen
Der Forggensee: Im Dezember 2020 sorgte der Schnee auch unweit von Schloss Neuschwanstein für ein schönes Bild. © IMAGO / Dreamstime
Beautifully colored bushes early in the morning on the mountain peak Lusen in Bavaria. Blue and pink
Die Sonne und die strahlenden Farben an einem frühen Dezembermorgen im Jahr 2020 taten ihr Übriges, um am verschneiten Lusen, dem fünfthöchsten Berg im Bayerischen Wald / Böhmerwald, für ein traumhaftes Bild zu sorgen. © IMAGO / Dreamstime
Wind and weather shaped abstract snow sculptures attached to trees at Mount Lusen, Wind and weather
Es bildeten sich abstrakte „Schneefiguren“ an den Bäumen am Lusen. © IMAGO / Dreamstime
panoramic view of lake Eibsee with bavarian alps, this is a colorful panorama vie across Eibsee in b
Auch wenn der Schnee im Dezember 2020 nicht überall bis ins Flachland reichte: Der Eibsee mit den verschneiten Alpen im Hintergrund ist immer einen Besuch wert. © IMAGO / Dreamstime
Nymphenburg castle park, Munich, Germany in wintertime
Im Nymphenburger Park (München) wurde es im November 2020 komplett weiß. © IMAGO / Depositphotos
Panoramic landscape at winter with alps mountains in Bavaria
Ein perfekter Wintertag im November 2020: Schnee, blauer Himmel, Sonne und ein Blick auf die Berge. © IMAGO / Depositphotos

Tragödie in den französischen Alpen – Pistenretter (32) stirbt durch Lawine

Nahe der Schweizer Grenze im Gebiet von Vallorcine spielte sich eine Tragödie ab. Ein 32-Jähriger wurde von einer Lawine erfasst und gegen einen Baum geschleudert. Der Pistenretter erlag seinen Verletzungen, sein Begleiter blieb unverletzt. Bereits am Samstag (10. Januar) waren in Val-d‘Isère zwei Skifahrer verschüttet worden, die außerhalb der Piste unterwegs waren. Die beiden Männer konnten nur noch tot geborgen werden, wie die örtliche Tourismusbehörde mitteilte.

Lawinen in Österreich – Rettungskräfte befreien Frau noch aus Schneemassen

In Tirol (Österreich) wurde eine 58-Jährige von einer Schneebrettlawine an der Nordwestseite des Gilfert mitgerissen, teilt die österreichische Polizei mit. Nach der Tour bei der Abfahrt löste sich demnach hinter der Österreicherin eine etwa 100 Meter breite und 40 Meter lange Schneebrettlawine. Die Begleiterin (32) habe noch versucht, durch Zurufe auf die Gefahr aufmerksam zu machen – vergebens.

Die 58-Jährige wurde von den Schneemassen mitgerissen und vollständig verschüttet. In einer Tiefe von etwa 1,70 Metern konnte die Verschüttete noch von Einsatzkräften geortet und dann ausgegraben werden. Nach Reanimationsmaßnahmen wurde die Verunglückte mit einem Hubschrauber in die Klinik Innsbruck geflogen, wo sie jedoch später verstarb.

Lawinen-Unglücke in den Alpen fordern die Bergrettung am Wochenende heraus (Symbolfoto).

Lawinen in Zürs am Arlberg – zwei deutsche Skifahrer verletzt

Zwei Deutsche wurden in Zürs am Arlberg auf einem Steilhang von einem Schneebrett erfasst. Die beiden waren am Sonntag (11. Januar) gegen 10:30 Uhr abseits der Piste unterwegs und querten einen etwa 40 Grad steilen Hang auf rund 2.350 Metern Höhe. Nach Angaben der Polizei wurden die Männer im Alter von 60 und 55 Jahren in Kliniken geflogen.

Ein Lawinenabgang im Rofangebirge ging für zwei Tourengeher (23 und 26 Jahre alt) glimpflich aus. Eine etwa 30 Meter breite Schneebrettlawine riss einen 23-jährigen Österreicher 75 Meter mit und verschüttete ihn, dank rechtzeitig ausgelösten Lawinenrucksacks nur teilweise. Der 23-Jährige konnte sich selbstständig befreien und blieb unverletzt, so die österreichische Polizei. Jedoch hatte der Tourengeher seine Ausrüstung bei dem Lawinenunfall auf 2135 Metern verloren. Ein Hubschrauber flog den Österreicher dann aus.

In der Nähe von Kitzbühel löste ein 17-jähriger Deutscher eine etwa 350 Meter lange und 120 Meter breite Lawine aus, wie die Polizei berichtete. Dank eines Lawinenairbags überlebte er unverletzt.

„Nur mehr eine Hand ragte aus dem Schnee“ – Lawine verschüttet Briten (29) in Tux (Tirol)

Im Skigebiet Rastkogel Tux löste ein Brite (29) gegen 11:30 Uhr eine Schneebrettlawine (20 Meter breit und 30 Meter lang) aus. Der 29-Jährige wurde mitgerissen und vollständig verschüttet. „Nur mehr eine Hand ragte aus dem Schnee“, so die österreichische Polizei. Seine zwei Begleiter, denen der 29-Jährige hinterhergefahren war, hatten von der Lawine nichts bemerkt. Augenzeugen bemerkten den Lawinenabgang und setzten einen Notruf ab und konnten den Verschütteten nach etwa fünf Minuten aus den Schneemassen befreien. Der 29-Jährige war, laut dem Notarztteam unverletzt, und lehnte nach Angaben der Polizei eine medizinische Versorgung ab und setzte seinen Skitag fort.

Großeinsatz am Arlberg nach 100-Meter-Schneebrett – drei Hubschrauber im Einsatz

Am Arlberg war für weite Gebiete die Lawinenwarnstufe 4 (groß) herausgegeben worden. Ein Deutscher (55) löste mit seinem Sohn (13) gegen 11:37 Uhr im freien Skiraum im Bereich „Ifen-Kellerloch“ ein Schneebrett (100 Meter breit und 70 Meter lang) aus. Vater und Sohn wurden nicht mitgerissen und blieben unverletzt.

Da laut österreichischer Polizei zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Wintersportler von der Lawine verschüttet worden waren, löste die Lawine eine riesige Suchaktion aus: 40 Kräfte der Bergrettung mit zwei Lawinenhunden, 15 Mitglieder der Feuerwehren Riezlern und Mittelberg, die Pistenrettung Ifen, drei Hubschrauber sowie zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe Kleinwalsertal sondierten das Gebiet. Nach mehr als zwei Stunden, gegen 13:15 Uhr, wurde der Großeinsatz am Sonntag beendet.

In Salzburg gingen am Sonntag laut der Bergrettung gleich fünfmal Alarme ein. Vier Einsätze betrafen Lawinenabgänge im alpinen Gelände, schreibt die Bergrettung Salzburg auf Facebook. Einen Einsatz löste ein Vater mit zwei Kindern aus. Die Skifahrer waren im unwegsamen Gelände in Bergnot geraten. Sie waren nicht verletzt, aber leicht unterkühlt.

Bei einem Lawinenabgang am Sonntagvormittag am Gennerhorn im Gemeindegebiet Hintersee (Flachgau) wurde ein Tourengeher mitgerissen, teilweise verschüttet und am Knie verletzt, so die Bergrettung Salzburg. Dem 37-jährigen Österreicher war es noch gelungen, seinen Airbag auszulösen. Bergretter stiegen demnach zu dem Verletzten auf und transportierten ihn bis zu einem Bereich ab, wo der Rettungshubschrauber Martin 10 landen konnte. Im Gebiet der Osterhorngruppe hatte am Sonntag die Lawinenwarnstufe zwei (mäßig) oberhalb der Waldgrenze gegolten. Erst am 2. Januar hatten Lawinenunglücke in Italien ebenso drei Menschen das Leben gekostet. (Quelle: Polizei Österreich, Bergrettung Salzburg, Nachrichtenagentur AFP, dpa, Ledauphine.com) (ml)

Rubriklistenbild: © Bergrettung Salzburg/ JEFF PACHOUD / AFP

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