Sicherheitsmaßnahmen verstärkt
Reisewarnung für beliebte Urlaubsinsel – Botschaft warnt eindringlich
Full Moon Party im Visier: Die deutsche Vertretung in Bangkok warnt vor Reisen nach Koh Phangan. Thailand weist die Bedrohung zurück.
Koh Phangan – Die Full Moon Party auf der Insel Koh Phangan in Thailand ist seit den 1980er Jahren ein Magnet für internationale Touristen. Jeden Monat zieht das Event bis zu 30.000 Besucher an, die am Haad Rin Beach unter dem Vollmond zu elektronischer Musik tanzen. Doch jüngste Terrorwarnungen haben die Vorfreude getrübt.
Deutsche Botschaft spricht Reisewarnung aus – Hintergrund sind mögliche Terror-Anschläge
Die deutsche Botschaft in Bangkok hat eine Reisewarnung für die Full Moon Party ausgesprochen. Hintergrund sind „Hinweise zu möglichen terroristischen Anschlägen“, die sich speziell gegen israelische Staatsbürger richten könnten.
Diese Reisewarnungen für das beliebte Urlaubsziel wurden von israelischen Medien aufgegriffen, die auf interne Dokumente der thailändischen Polizei verweisen. Trotz dieser Berichte versichern die thailändischen Sicherheitsbehörden, dass Koh Phangan sicher sei und die Anschlagsdrohungen unwahr seien, wie Bangkok Post berichtet.
Thailand entschärft Terrorwarnungen – erhöht allerdings die Sicherheitsmaßnahmen
Die thailändischen Sicherheitsbehörden haben in der Provinz Surat Thani die Sicherheitsmaßnahmen auf Koh Phangan verstärkt. Polizeichef Sermphong Sirikhong betonte, dass die Maßnahmen ergriffen wurden, um das Vertrauen der internationalen Touristen zu stärken. Patrouillen und Überwachungen wurden intensiviert, um die Sicherheit während der bevorstehenden Full Moon Party zu gewährleisten.
Die israelischen Behörden haben ihre Bürger zur Wachsamkeit aufgerufen, Großveranstaltungen zu meiden und ihre israelische oder jüdische Identität nicht offen zur Schau zu stellen. Erst kürzlich kam es im Zuge eines Europa-League-Spiels zwischen Ajax Amsterdam und Maccabi Tel Aviv zu gewaltsamen Angriffen auf israelische Fußballfans.
Die israelischen Sicherheitsdienste, einschließlich des Mossad, arbeiten eng mit den thailändischen Behörden zusammen, um mögliche Bedrohungen zu identifizieren und zu neutralisieren. Diese Kooperation soll in der Vergangenheit bereits „mehrere Vorfälle im Land vereitelt haben“, wie der Nationale Sicherheitsrat bei Bangkok Post zitiert werden.
Zuletzt wurde das Land jedoch von einem mysteriösen Fall erschüttert, bei dem sechs Touristen in einem Luxushotel starben. (mg)
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