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Extrem-Wetter in Europa

Brände am Mittelmeer: Lage spitzt sich weiter zu – Regierung bittet um Unterstützung

Flammen züngeln in den Himmel. Starke Winde und Dürre fachen Brände in Urlaubsländern an. Tausende Einheimische und Touristen müssen evakuiert werden.

Update vom 14. August, 14.28 Uhr: In Spanien wurde ein drittes Todesopfer gemeldet. „Heute trauern wir um einen weiteren Menschen, der an den Löscharbeiten in der Provinz León, genauer gesagt in der Region Valderia, beteiligt war“, erklärte der Präfekt von Kastilien und León am Donnerstag im Onlinedienst X. 

Ein freiwilliger Helfer ist während des Waldbrandes in Larouco erschöpft.

In Spanien spitzt sich die Lage zu. Schon jetzt ist eine größere Fläche verbrannt als im Vorjahr. Tausende Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen. Das Land hat bereits um Hilfe der EU gebeten, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Im Rahmen des Europäischen Hilfemechanismus bei Katastrophen werden zwei Löschflugzeuge bereitgestellt. In Griechenland beruhigt sich die Lage allmählich. Entwarnung gibt es aber noch nicht.

Update vom 14. August, 6.20 Uhr: In Patras in Griechenland hat sich das Feuer von der nördlichen Vorstadt Sychaina bis in östliche Stadtteile wie Romanos und Diakou ausgebreitet. Insgesamt sieben Viertel – darunter Romanos, Souli, Riganokampos und Aroi – erhielten Evakuierungsanweisungen per Notfall-SMS. Aus Sicherheitsgründen wurden zudem das Kinderkrankenhaus „Karamandaneio“ und ein Altenheim geräumt. Die Betroffenen wurden in sichere Unterkünfte gebracht. Viele Evakuierte finden vorübergehend im städtischen Stadion Zuflucht, während die Feuerwehr weiter gegen die Flammen kämpft.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten

Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.
Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) bekannt, sind beeindruckende Lichterscheinungen am Himmel. Sie entstehen durch Wechselwirkungen zwischen Sonnenwinden und der Erdatmosphäre und sind in der Nähe der Pole sichtbar. Oder wie hier im Bundesstaat New York. © IMAGO
Görlitz - Polarlichter über Sachsen zu sehen am 11.10.2024 in Görlitz
In Europa sind Polarlichter am besten in Skandinavien zu bewundern. Manchmal hat man aber auch in Deutschland Glück, wie hier in Görlitz in Sachsen. © Felix Leda/LausitzNews.de/ IMAGO
Ein Tornado über dem Gardasee.
Tornados sind extrem starke Wirbelstürme, die eine schmale, rotierende Säule aus Luft bilden, die vom Boden bis zur Wolkenbasis reicht. Sie sind für ihre zerstörerische Kraft bekannt und treten vorwiegend in den USA auf. Hier hat sich sogar einer über dem Gardasee gebildet. © IMAGO/Jöran Steinsiek
Kim Vanaken (L) und Schwester Angela Coble (M) vor ihrem zerstörten Haus durch El Reno, Oklahoma, USA, 01 June 2013.
Der bis heute größte je gemessene Tornado war der „El Reno Tornado“. Er erreichte einen maximalen Durchmesser von 4,2 Kilometern, sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 480 km/h. Der Tornado wütete 2013 über Oklahoma in den USA. Es kamen mindestens acht Menschen ums Leben, wobei mindestens 151 verletzt wurden. Hier betrachten zwei Schwestern das, was von ihrem Haus nach dem Sturm zurückgeblieben ist. © Larry W. Smith/dpa
Riesige Hagelkörner in einer Handfläche.
Hagelstürme sind mit Eiskörnern gefüllte Gewitter, die sich zu großen Hagelkörnern formen. Diese Körner können beträchtliche Größen erreichen und erheblichen Schaden an Gebäuden und Feldern anrichten. Hier wurde Bayern getroffen. © IMAGO/B&S/Bernd März
Graupelschauer im Frühling: Ein kräftiger, kurzer Graupelschauer hinterlässt die Graupelkörner in einer alten Dachrinne.
Graupel ist eine Form von Niederschlag, bei der Schneekristalle durch angefrorene Wassertröpfchen zu Kügelchen verklumpen. Graupelkörner sind im Vergleich zu Hagel deutlich kleiner und weisen lediglich einen maximalen Durchmesser von ein bis fünf Millimeter auf. © Gottfried Czepluch / IMAGO
Eisblumen an einem Fenster bei kaltem Wetter im Winter.
Eisblumen sind eine Sonderform von Raureif. Die Eiskristalle entstehen meist an dünnen Fensterscheiben mit schlechter Wärmeisolierung. Voraussetzung ist eine Außentemperatur unter 0 °C, eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum, eine geringe Wärmedämmung des Glases und Staubteilchen auf dem Glas. © HEIKO KUEVERLING / imageBROKER / IMAGO
Winterwetter in Sassenheim am 01.02.25: Person geht mit zwei Hunden an der Leine bei Nebel und Frost spazieren.
Nebel besteht wie Wolken aus feinen Wassertropfen. Man spricht erst dann von Nebel, wenn die Sichtweite weniger als einen Kilometer beträgt. © Nico Garstman / IMAGO
Eine Straußenherde flieht vor einem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika.
Wüstenstürme, wie beispielsweise der berüchtigte Sandsturm, treten in ariden Regionen auf und bringen große Mengen an Staub und Sand mit sich. Sie können zu starken Sandverwehungen führen und die Sicht stark beeinträchtigen. Vor diesem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika flieht eine Straußenherde. © Thomas Dressler/IMAGO
Saharastaub im Erzgebirge.
Saharastaub ist eigentlich in Deutschland gar nicht so ungewöhnlich. Im Schnitt zieht Wüstenstaub etwa fünf bis 15-mal pro Jahr aus der Sahara über Marokko und Frankreich nach Deutschland. Hier hat der Staub den Himmel über dem Erzgebirge rot gefärbt. © Oliver Kaufmann / dpa
Frauen halten Regenschirme, während sie bei starkem Regen in Kolkata, Indien, am 16. Oktober 2024 auf der Straße gehen.
Der Monsun ist eine großräumige, beständige Luftzirkulation (Luftströmung) im Bereich der Tropen und Subtropen. Besonderen Einfluss hat der Monsun auf das Klima auf dem Indischen Subkontinent. Hier bringt er im Winter Trockenzeiten und im Sommer Starkregenereignisse (Monsunregen), wie hier in Kolkata (Indien). © Sudipta Das / IMAGO
Gewitterblitz schlägt in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein.
Gewitterblitze sind elektrische Entladungen, die während Gewittern auftreten. Sie erzeugen helle Lichtblitze und begleitenden Donner. Gewitterblitze können sowohl in Wolken als auch zwischen Wolken oder zwischen Wolken und dem Boden auftreten. Hier schlägt ein Blitz in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein. © IMAGO/Jan Eifert
14.08.2024: Gewitterzelle über Thüringen mit lila Wolkenstimmung und Windrädern.
Donner sind sehr laute Schallwellen, die bei einem Gewitter entstehen. Wenn es blitzt, wird die Luft um den Blitzkanal schlagartig bis auf 30.000 Grad erhitzt. Durch die gewaltige Hitze dehnt sich die Luft um den Blitzkanal wie bei einer Explosion aus. Diese plötzliche Ausdehnung führt wiederum zu einem lauten Krachen, das wir als Donner bezeichnen. © christian heilwagen / IMAGO
Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu.
Zyklone sind großräumige Tiefdrucksysteme, die sich über den Ozeanen bilden. Sie können sich zu extremen Stürmen entwickeln und starke Winde, Regen und Wellen verursachen. Zyklone werden in verschiedenen Teilen der Welt mit unterschiedlichen Namen bezeichnet, wie z. B. Hurrikane oder Taifune. Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu. © Cover-Images/IMAGO
Ein Mann mit einem kaputten Schirm im Typhoon Nina, Schwarz-Weiß-Foto 1975.
Der verheerendste Taifun im 20. Jahrhundert war Taifun Nina im August 1975 in China. Durch den Taifun brachen zwei große Staumauern und zehn kleinere. Die dadurch verursachten bis zu zehn Meter hohen Flutwellen töteten 100.000 Menschen. Hier versuchen die Menschen während des Taifuns, sich mit Schirmen vor Wind und Regen zu schützen. © Chan Kiu / IMAGO
Verwüstungen des Hurrikans Patricia am Freitag, dem 23. Oktober 2015.
Hurrikane sind tropische Wirbelstürme der Nordhalbkugel. Ab einer Windgeschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde erhalten sie die Bezeichnung „Hurrikan“. Das entspricht der Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 345 Kilometern pro Stunde war Hurrikan Patricia der stärkste Hurrikan, der bisher aufgezeichnet wurde. Er verwüstete große Teile Zentralamerikas, wie hier eine Stadt in Mexiko. © Agencia EL UNIVERSAL Ramon Romero JMA / IMAGO
Tief Bernd: Menschen versuchen sich im Harz bei Windgeschwindigkeiten von über 130 km/h auf den Beinen zu halten.
Orkane sind Stürme ab einer Windstärke von 12 auf der Beaufort-Skala. Sie treten nur in Mitteleuropa auf und entstehen bei größer werdenden Temperaturunterschieden zwischen den südlichen Ländern und der Polarregion. Hier versuchen sich die Menschen im Harz bei einer Windgeschwindigkeit von über 130 km/h auf den Beinen zu halten. © Bernd März / IMAGO
Regenbogen im Weserbergland zwischen Halle und Bremke.
Regenbogen entstehen, wenn Sonnenlicht durch Regentropfen gebrochen und reflektiert wird. Dadurch entsteht ein buntes Lichtspektrum, das am Himmel sichtbar wird. Regenbögen sind oft nach Regenschauern zu sehen, wie hier im Weserbergland zwischen Halle und Bremke. © Ulrich Stamm/IMAGO
Halo-Erscheinung mit Zirkumzenitalbogen und Nebensonnen auf dem Weg zum Fichtelberg am Hotel Sachs.
Haloerscheinungen bestehen aus hellen Kreisen, Bögen oder Flecken am Himmel. Sie entstehen durch Brechung und Spiegelung des Lichts an Eiskristallen. Haloerscheinungen sind auch gar nicht so selten, wie man denkt. Durchschnittlich kann man sie an sechs bis sieben Tagen im Monat beobachten. © Hanke / IMAGO
Staubteufel auf einer Baustelle in Essen.
Staubteufel sind kleine Wirbelwinde, die aus aufgewirbeltem Staub oder Sand bestehen. Sie entstehen durch lokale Temperaturunterschiede und können in Wüsten oder trockenen Gebieten beobachtet werden – oder wie hier auf einer Baustelle in Essen. © Gottfried Czepluch/IMAGO
Reif umzieht Herbstlaub.
Reif – die kleine weiße Schicht kann man an vielen Wintertagen morgens auf dem Boden oder auf den Windschutzscheiben von Autos beobachten. Reif entsteht, wenn die Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt fällt und der in der Atmosphäre vorhandene Wasserdampf direkt in Eis übergeht. Sobald die Temperaturen auf größeren Flächen unter den Gefrierpunkt sinken, werden auch ganze Wiesen und Felder weiß. © Bernd Leitner / IMAGO
Morgentau bei Sonnenaufgang auf Grashalmen auf einer Wiese in, Rottweil, Baden-Württemberg.
Tau ist das Gegenstück zum Rau. Hier wandelt sich der gasförmige Wasserdampf in flüssiges Wasser um, er kondensiert also. Dieses Phänomen lässt sich meistens in den frühen Morgenstunden beobachten. © Silas Stein/IMAGO
Föhnwind in München mit Fernsicht bis zu den Alpen.
Föhnwinde sind trockene, warme und fallende Winde, die auf der Leeseite von Gebirgen auftreten. Sie können starke Temperaturänderungen und Trockenheit verursachen und sind in Regionen mit Gebirgen wie den Alpen häufig. In München hat man an einem Tag mit Föhnwind oft eine Fernsicht bis zu den Alpen. © Christian Offenberg/IMAGO
Schneesturm in den USA, New Orleans: Mann geht zugeschneite Landschaft im Schneegestöber entlang.
Schneestürme sind eine Mischung aus starken Sturmböen und Schnee. Sie können mehrere Meter Neuschnee mit sich bringen und das Sichtfeld stark einschränken. Nordamerika ist häufig von Schneestürmen betroffen, wie hier in New Orleans in den USA. © Gerald Herbert / dpa
Person schippt Schnee im Gestöber.
Ein Blizzard ist ein heftiger Schneesturm mit starkem Schneefall und hohen Windgeschwindigkeiten. Er führt zu Schneeverwehungen, stark eingeschränkter Sicht und gefährlicher Kälte. Blizzards sind extrem und erfordern Vorsicht, um sich vor den Gefahren zu schützen, die sie mit sich bringen. Sie treten vermehrt in Nordamerika auf. © IMAGO

Waldbrände wüten im Mittelmeerraum – Sieben Verletzte mit Verbrennungen in Spanien

Update vom 13. August, 21.30 Uhr: Entlang Europa kämpfen die Einsatzkräfte am Mittwoch weiterhin gegen zahlreiche Waldbrände. In Griechenland spitzte sich die Lage zum Abend hin zu: Um Patras, die drittgrößte Stadt des Landes, griff das Feuer zum ersten Mal auf bewohnte Gebiete über und vernichtete dabei Hunderte von Fahrzeugen, so die Athener Tageszeitung Kathimerini. Die Behörden ordneten inzwischen die Evakuierung der Vororte an.

Auch in Spanien forderten die Flammen am Mittwoch ihren Tribut: Im nordwestlichen Teil des Landes mussten sieben Personen mit zum Teil lebensbedrohlichen Brandverletzungen in Kliniken eingeliefert werden. Vier von ihnen schweben nach Angaben der Regionalregierung von Kastilien und León in Lebensgefahr. Unter ihnen ein 37 Jahre alter Mann, dessen Körper zu 85 Prozent verbrannt ist.

In Frankreich rückte derweil ein anderer Aspekt in den Fokus: Die Ermittler im Süden des Landes konzentrieren sich inzwischen darauf herauszufinden, was ein seit Tagen tobender Brand ausgelöst hat. Das große Feuer zwischen Carcassonne und Narbonne unweit der Mittelmeerküste könnte durch Brandstiftung entstanden sein. Die Staatsanwaltschaft erklärte, das Feuer „könnte eine kriminelle Ursache haben, die auf eine vorsätzliche Tat zurückzuführen ist“.

Mittelmeerraum von heftigen Bränden betroffen – Urlauber fliehen

Ursprungsmeldung: Athen – Es sind dramatische Bilder von den Feuerfronten in Europa. In Griechenland sind mehrere Waldbrände außer Kontrolle. Feuer verwüsten Häuser. In der Nacht auf Mittwoch (13. August) verschärfte sich die Lage in der Gegend um Patras. Zwei große Brände lodern dort. Auf der beliebten Urlaubsinseln Zakynthos ist ein riesiger Flächenbrand ausgebrochen. Die Feuerfront soll inzwischen 20 Kilometer lang. Auch auf Chios brennt es an drei Orten. Fluchtwege waren abgeschnitten. Menschen mussten von der Küstenwache über das Meer gerettet werden. Mehrere Dörfer und ein Gesundheitszentrum mussten am Dienstag evakuiert werden.

„Es sind definitiv die schwierigsten 24 Stunden der Brandsaison“, sagte Präsident der Feuerwehrvereinigung, Kostas Tsigas beim griechischen Sender ERTNews. Allein am Dienstag (12. August) waren 82 Brände ausgebrochen. Starker Wind, die Dürre sowie die hohen Temperaturen erschwerten die Löscharbeiten enorm. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Griechenland sind am Limit. Rund 5000 Einsatzkräfte und Freiwillige sind laut Tsigas Tag und Nacht im Einsatz, um die Feuer einzudämmen. „Wir müssen verstehen, dass sie erschöpft sind.“

Griechenland brennt – Einsatzkräfte der Feuerwehr am Limit

Seit Tagesanbruch sind in den betroffenen Regionen nun auch wieder Dutzende Löschflugzeuge und -hubschrauber im Einsatz. Griechenland hat bereits bei der EU um Hilfe gebeten und über den EU-Katastrophenschutz vier Löschflugzeuge beantragt.

Hitzewelle in Europa: Brütende Temperaturen in Kroatien und auf dem Balkan

In Kroatien kämpfte die Feuerwehr gegen ein Flammen-Inferno in einer beliebten Urlaubsregion. Inzwischen scheint der Küstenbrand in der Nähe von Split bei Jesenice unter Kontrolle. Um das Nachbarland Montenegro im Brand-Notfall zu unterstützen, wurde ein Canadair Löschflugzeug der kroatischen Luftwaffe entsandt. Am Rande der Hauptstadt Podgorica rückte ein Feuer nahe an Häuser vor. Ein Soldat kam am Dienstag (12. August) bei den Löscharbeiten ums Leben. In Albanien waren am Montag (11. August) knapp 40 Feuer ausgebrochen. 

In Serbien, Bosnien und Kroatien werden in dieser Woche teils mehr als 40 Grad Celsius erwartet. Der Kosovo verzeichnete Extremtemperaturen: In der Stadt Klina wurde mit 42,4 Grad die höchste gemessene Temperatur des Landes seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1987 bestätigt. 

Tote bei Waldbränden in Europa – Spanien meldet zwei Todesopfer

Bei einem Brand nahe Madrid erlitt ein Mann nach Behördenangaben schwere Verbrennungen, als sich die Flammen im Madrider Vorort Tres Cantos infolge heftiger Winde von bis zu 70 Kilometer pro Stunde schnell ausbreiteten. Er erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Der Regionalpräsident von Kastilien und León meldete am späten Dienstagabend den Tod eines der Freiwilligen, der gemeinsam mit anderen Helfern einen Brand in dem Ort Molezuelas de la Carballeda bekämpft hatte. Laut dem Radiosender Cadena Ser handelt es sich bei dem Opfer um einen jungen Mann, der sich freiwillig an den Löscharbeiten beteiligt hatte.

Im benachbarten Portugal sind mehrere große Waldbrände ausgebrochen. Für das ganze Land gilt seit Anfang August die Waldbrand-Alarmstufe. Portugiesische Behörden rechnen zudem in einigen Landesteilen mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius. „Eine kleine Unachtsamkeit kann eine Tragödie verursachen“, warnt der Nationale Katastrophen und Zivilschutz. Ein großer Brandherd befindet sich aktuell in der Nähe des Ortes Vila Pouca de Aguiar nordöstlich von Porto. In der Nähe von Coimbra ist am Mittwochmorgen ein weiterer Großbrand ausgebrochen. Fünf Löschflugzeuge unterstützen etwa 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus der Luft.

Gluthitze in Italien – Feuerfront wütete weiter am Vesuv

In Italien brennt es den fünften Tag in Folge am berühmten Vulkan Vesuv. Der Großbrand im Nationalpark verschlingt Kiefernwälder und berühmte Weinberge. Ortschaften sind bedroht. Verstärkung aus ganz Italien sowie Südtirol ist inzwischen eingetroffen, um die Löscharbeiten zu unterstützen. In vielen Städten in Italien ist es zudem extrem heiß. In Mailand und Rom war es heißer als in Algier, Tunis, ist bei rainews.it zu lesen. Wegen der aktuellen Hitzewarnung in Italien findet in Rom die Generalaudienz mit Papst Leo XVI. nicht auf dem Petersplatz, sondern in der Aula Paul VI. statt. (ml)

Rubriklistenbild: © Lalo R. Villar/dpa

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