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Verbrannte Fläche immens groß

Mittelmeerraum in Flammen: Zahlreiche Urlaubsländer kämpfen gegen Extrem-Wetter

Feuerhölle im Mittelmeerraum: Spanien, Italien und Co. sind betroffen. 2025 durchleben beliebte Urlaubsziele extreme Waldbrände – mit verheerenden Folgen.

Update vom 13. August, 8.20 Uhr: Griechenland erlebt derzeit die bislang schwierigsten Tage der diesjährigen Waldbrandsaison. Das sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Offiziere der griechischen Feuerwehr, Kostas Tsingas dem Sender ERTNews. Allein am Dienstag wurden landesweit 82 neue Brände gezählt – eine Zahl, die Tsingas als „außergewöhnlich hoch“ einstufte. In Verbindung mit stürmischem Wind, anhaltender Trockenheit und großer Hitze hätten sich die Bedingungen für die Brandbekämpfung drastisch verschlechtert.

Besonders kritisch ist die Lage derzeit in der Nähe der westgriechischen Stadt Patras, wo zwei große Feuer wüten. Auch in der Region Preveza im Nordwesten des Landes sowie auf den Inseln Zakynthos und Chios brennt es großflächig. Zudem gebe es unzählige Glutnester, die sich mit dem Wind innerhalb weniger Minuten zu neuen Bränden entwickeln könnten, teilte die Feuerwehr mit.

Verstärkung erreichte die betroffenen Gebiete per Schiff. Landesweit sind derzeit rund 5000 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Belastung sei enorm, so Feuerwehroffizier Tsingas: „Die Männer und Frauen der Feuerwehr sind erschöpft. Ihr Einsatz ist heroisch.“ Seit Tagesanbruch unterstützen wieder zahlreiche Löschflugzeuge und -hubschrauber die Löscharbeiten.

Update vom 13. August, 6.40 Uhr: Wie der griechische Nachrichtensender ERTNews berichtet, konnte das Feuer in Kato Achaia eingedämmt werden. Dennoch bleibt der Katastrophenschutz weiterhin in Alarmbereitschaft. Auf seiner Website informiert er Anwohnerinnen und Anwohner sowie Reisende über Evakuierungsmaßnahmen und vorübergehende Unterkünfte. Inzwischen wird von leicht verletzten Personen gesprochen, die wegen Verbrennungen und Atemwegsproblemen ins Krankenhaus gebracht wurden.

Brände im Mittelmeerraum fordern mehrere Todesopfer

Update vom 12. August, 22.54 Uhr: Die Waldbrand-Katastrophe im Mittelmeerraum hat weitere Todesopfer gefordert. Die Zahl der Toten stieg auf mindestens drei Personen. Der Regionalpräsident von Kastilien und León meldete am späten Dienstagabend den Tod eines freiwilligen Helfers. Der junge Mann hatte gemeinsam mit anderen Helfern versucht, den Brand zu bekämpfen. Bereits zuvor war ein Mann seinen schweren Verbrennungen im Madrider Vorort Tres Cantos erlegen. In Montenegro kam ein Soldat bei Löscharbeiten ums Leben.

Die Lage in Griechenland hat sich derweil dramatisch verschärft. Die Behörden ordneten die Evakuierung der gesamten Gemeinde Kato Achaia auf der Halbinsel Peloponnes an. Rund 7500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und werden mit Bussen in südlich gelegene Orte gebracht. Auch auf der beliebten Urlaubsinsel Zakynthos breiten sich die Flammen weiter aus. Die Feuerfront erstreckt sich dort mittlerweile über eine Länge von 20 Kilometern.

Flammen in Spanien, Portugal und Griechenland – Hitzewelle spitzt sich zu

Update vom 12. August, 20.18 Uhr: In Spanien forderte die anhaltende Hitzewelle ein Todesopfer. Bei einem Waldbrand nahe Madrid erlitt ein Mann schwere Verbrennungen, als sich die Flammen im Vorort Tres Cantos durch heftige Winde von bis zu 70 Kilometer pro Stunde rasend schnell ausbreiteten. Der Mann erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in einem Wald in Carcastillo, Navarra, in Spanien

Die Einsatzkräfte würden „unermüdlich daran arbeiten, die Brände zu löschen“, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez beim Onlinedienst X. Spanien sei „einem extremen Risiko von Waldbränden ausgesetzt“, fuhr er fort und rief zur Vorsicht auf. Auch im benachbarten Portugal kämpften Feuerwehrleute gegen drei große Waldbrände. In Italien wurde in elf Städten, darunter Rom und Mailand, aufgrund der Hitze die Alarmstufe rot ausgerufen. Auch der französische Wetterdienst Météo-France verzeichnete in mindestens fünf Gemeinden neue Hitzerekorde, teilweise stieg das Thermometer über 42 Grad.

Auch in Griechenland spitzt sich die Lage dramatisch zu. Bewohner der Insel Chios riefen um Hilfe. „Wir sind in Limnia eingeschlossen, es muss schnell ein Boot kommen, hier gibt es Kinder und Alte“, schrieb ein Nutzer bei X. Wie der Sender ERTnews berichtete, konnte die Küstenwache später 60 Menschen in Sicherheit bringen.

Waldbrände wüten: Soldat stirbt bei Löscharbeiten in Adria-Land

Update vom 12. August, 17.25 Uhr: In Griechenland wüten erneut Brände. Betroffen ist die Hafenstadt Patras auf der Halbinsel Peloponnes sowie die Inseln Zakynthos und Kefalonia. Weitere Brände toben auf der Insel Chios sowie in der Nähe mehrerer Ortschaften im Nordwesten des Landes. „Wir haben vier Löschflugzeuge von dem Katastrophenschutz der EU angefordert“, sagte der Sprecher der Feuerwehr Vassilis Vathrakogiannis dem Sender ERTnews

Starke Winde erschweren die Löscharbeiten. Das griechische Ministerium für Bürgerschutz hat für ein Drittel des Landes die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Auch in Montenegro und Albanien schlagen Waldbrände um sich. In Montenegro starb ein Soldat während der Löscharbeiten. Ein Wassertank war umgekippt und auf ihn gestürzt.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten

Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.
Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) bekannt, sind beeindruckende Lichterscheinungen am Himmel. Sie entstehen durch Wechselwirkungen zwischen Sonnenwinden und der Erdatmosphäre und sind in der Nähe der Pole sichtbar. Oder wie hier im Bundesstaat New York. © IMAGO
Görlitz - Polarlichter über Sachsen zu sehen am 11.10.2024 in Görlitz
In Europa sind Polarlichter am besten in Skandinavien zu bewundern. Manchmal hat man aber auch in Deutschland Glück, wie hier in Görlitz in Sachsen. © Felix Leda/LausitzNews.de/ IMAGO
Ein Tornado über dem Gardasee.
Tornados sind extrem starke Wirbelstürme, die eine schmale, rotierende Säule aus Luft bilden, die vom Boden bis zur Wolkenbasis reicht. Sie sind für ihre zerstörerische Kraft bekannt und treten vorwiegend in den USA auf. Hier hat sich sogar einer über dem Gardasee gebildet. © IMAGO/Jöran Steinsiek
Kim Vanaken (L) und Schwester Angela Coble (M) vor ihrem zerstörten Haus durch El Reno, Oklahoma, USA, 01 June 2013.
Der bis heute größte je gemessene Tornado war der „El Reno Tornado“. Er erreichte einen maximalen Durchmesser von 4,2 Kilometern, sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 480 km/h. Der Tornado wütete 2013 über Oklahoma in den USA. Es kamen mindestens acht Menschen ums Leben, wobei mindestens 151 verletzt wurden. Hier betrachten zwei Schwestern das, was von ihrem Haus nach dem Sturm zurückgeblieben ist. © Larry W. Smith/dpa
Riesige Hagelkörner in einer Handfläche.
Hagelstürme sind mit Eiskörnern gefüllte Gewitter, die sich zu großen Hagelkörnern formen. Diese Körner können beträchtliche Größen erreichen und erheblichen Schaden an Gebäuden und Feldern anrichten. Hier wurde Bayern getroffen. © IMAGO/B&S/Bernd März
Graupelschauer im Frühling: Ein kräftiger, kurzer Graupelschauer hinterlässt die Graupelkörner in einer alten Dachrinne.
Graupel ist eine Form von Niederschlag, bei der Schneekristalle durch angefrorene Wassertröpfchen zu Kügelchen verklumpen. Graupelkörner sind im Vergleich zu Hagel deutlich kleiner und weisen lediglich einen maximalen Durchmesser von ein bis fünf Millimeter auf. © Gottfried Czepluch / IMAGO
Eisblumen an einem Fenster bei kaltem Wetter im Winter.
Eisblumen sind eine Sonderform von Raureif. Die Eiskristalle entstehen meist an dünnen Fensterscheiben mit schlechter Wärmeisolierung. Voraussetzung ist eine Außentemperatur unter 0 °C, eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum, eine geringe Wärmedämmung des Glases und Staubteilchen auf dem Glas. © HEIKO KUEVERLING / imageBROKER / IMAGO
Winterwetter in Sassenheim am 01.02.25: Person geht mit zwei Hunden an der Leine bei Nebel und Frost spazieren.
Nebel besteht wie Wolken aus feinen Wassertropfen. Man spricht erst dann von Nebel, wenn die Sichtweite weniger als einen Kilometer beträgt. © Nico Garstman / IMAGO
Eine Straußenherde flieht vor einem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika.
Wüstenstürme, wie beispielsweise der berüchtigte Sandsturm, treten in ariden Regionen auf und bringen große Mengen an Staub und Sand mit sich. Sie können zu starken Sandverwehungen führen und die Sicht stark beeinträchtigen. Vor diesem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika flieht eine Straußenherde. © Thomas Dressler/IMAGO
Saharastaub im Erzgebirge.
Saharastaub ist eigentlich in Deutschland gar nicht so ungewöhnlich. Im Schnitt zieht Wüstenstaub etwa fünf bis 15-mal pro Jahr aus der Sahara über Marokko und Frankreich nach Deutschland. Hier hat der Staub den Himmel über dem Erzgebirge rot gefärbt. © Oliver Kaufmann / dpa
Frauen halten Regenschirme, während sie bei starkem Regen in Kolkata, Indien, am 16. Oktober 2024 auf der Straße gehen.
Der Monsun ist eine großräumige, beständige Luftzirkulation (Luftströmung) im Bereich der Tropen und Subtropen. Besonderen Einfluss hat der Monsun auf das Klima auf dem Indischen Subkontinent. Hier bringt er im Winter Trockenzeiten und im Sommer Starkregenereignisse (Monsunregen), wie hier in Kolkata (Indien). © Sudipta Das / IMAGO
Gewitterblitz schlägt in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein.
Gewitterblitze sind elektrische Entladungen, die während Gewittern auftreten. Sie erzeugen helle Lichtblitze und begleitenden Donner. Gewitterblitze können sowohl in Wolken als auch zwischen Wolken oder zwischen Wolken und dem Boden auftreten. Hier schlägt ein Blitz in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein. © IMAGO/Jan Eifert
14.08.2024: Gewitterzelle über Thüringen mit lila Wolkenstimmung und Windrädern.
Donner sind sehr laute Schallwellen, die bei einem Gewitter entstehen. Wenn es blitzt, wird die Luft um den Blitzkanal schlagartig bis auf 30.000 Grad erhitzt. Durch die gewaltige Hitze dehnt sich die Luft um den Blitzkanal wie bei einer Explosion aus. Diese plötzliche Ausdehnung führt wiederum zu einem lauten Krachen, das wir als Donner bezeichnen. © christian heilwagen / IMAGO
Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu.
Zyklone sind großräumige Tiefdrucksysteme, die sich über den Ozeanen bilden. Sie können sich zu extremen Stürmen entwickeln und starke Winde, Regen und Wellen verursachen. Zyklone werden in verschiedenen Teilen der Welt mit unterschiedlichen Namen bezeichnet, wie z. B. Hurrikane oder Taifune. Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu. © Cover-Images/IMAGO
Ein Mann mit einem kaputten Schirm im Typhoon Nina, Schwarz-Weiß-Foto 1975.
Der verheerendste Taifun im 20. Jahrhundert war Taifun Nina im August 1975 in China. Durch den Taifun brachen zwei große Staumauern und zehn kleinere. Die dadurch verursachten bis zu zehn Meter hohen Flutwellen töteten 100.000 Menschen. Hier versuchen die Menschen während des Taifuns, sich mit Schirmen vor Wind und Regen zu schützen. © Chan Kiu / IMAGO
Verwüstungen des Hurrikans Patricia am Freitag, dem 23. Oktober 2015.
Hurrikane sind tropische Wirbelstürme der Nordhalbkugel. Ab einer Windgeschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde erhalten sie die Bezeichnung „Hurrikan“. Das entspricht der Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 345 Kilometern pro Stunde war Hurrikan Patricia der stärkste Hurrikan, der bisher aufgezeichnet wurde. Er verwüstete große Teile Zentralamerikas, wie hier eine Stadt in Mexiko. © Agencia EL UNIVERSAL Ramon Romero JMA / IMAGO
Tief Bernd: Menschen versuchen sich im Harz bei Windgeschwindigkeiten von über 130 km/h auf den Beinen zu halten.
Orkane sind Stürme ab einer Windstärke von 12 auf der Beaufort-Skala. Sie treten nur in Mitteleuropa auf und entstehen bei größer werdenden Temperaturunterschieden zwischen den südlichen Ländern und der Polarregion. Hier versuchen sich die Menschen im Harz bei einer Windgeschwindigkeit von über 130 km/h auf den Beinen zu halten. © Bernd März / IMAGO
Regenbogen im Weserbergland zwischen Halle und Bremke.
Regenbogen entstehen, wenn Sonnenlicht durch Regentropfen gebrochen und reflektiert wird. Dadurch entsteht ein buntes Lichtspektrum, das am Himmel sichtbar wird. Regenbögen sind oft nach Regenschauern zu sehen, wie hier im Weserbergland zwischen Halle und Bremke. © Ulrich Stamm/IMAGO
Halo-Erscheinung mit Zirkumzenitalbogen und Nebensonnen auf dem Weg zum Fichtelberg am Hotel Sachs.
Haloerscheinungen bestehen aus hellen Kreisen, Bögen oder Flecken am Himmel. Sie entstehen durch Brechung und Spiegelung des Lichts an Eiskristallen. Haloerscheinungen sind auch gar nicht so selten, wie man denkt. Durchschnittlich kann man sie an sechs bis sieben Tagen im Monat beobachten. © Hanke / IMAGO
Staubteufel auf einer Baustelle in Essen.
Staubteufel sind kleine Wirbelwinde, die aus aufgewirbeltem Staub oder Sand bestehen. Sie entstehen durch lokale Temperaturunterschiede und können in Wüsten oder trockenen Gebieten beobachtet werden – oder wie hier auf einer Baustelle in Essen. © Gottfried Czepluch/IMAGO
Reif umzieht Herbstlaub.
Reif – die kleine weiße Schicht kann man an vielen Wintertagen morgens auf dem Boden oder auf den Windschutzscheiben von Autos beobachten. Reif entsteht, wenn die Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt fällt und der in der Atmosphäre vorhandene Wasserdampf direkt in Eis übergeht. Sobald die Temperaturen auf größeren Flächen unter den Gefrierpunkt sinken, werden auch ganze Wiesen und Felder weiß. © Bernd Leitner / IMAGO
Morgentau bei Sonnenaufgang auf Grashalmen auf einer Wiese in, Rottweil, Baden-Württemberg.
Tau ist das Gegenstück zum Rau. Hier wandelt sich der gasförmige Wasserdampf in flüssiges Wasser um, er kondensiert also. Dieses Phänomen lässt sich meistens in den frühen Morgenstunden beobachten. © Silas Stein/IMAGO
Föhnwind in München mit Fernsicht bis zu den Alpen.
Föhnwinde sind trockene, warme und fallende Winde, die auf der Leeseite von Gebirgen auftreten. Sie können starke Temperaturänderungen und Trockenheit verursachen und sind in Regionen mit Gebirgen wie den Alpen häufig. In München hat man an einem Tag mit Föhnwind oft eine Fernsicht bis zu den Alpen. © Christian Offenberg/IMAGO
Schneesturm in den USA, New Orleans: Mann geht zugeschneite Landschaft im Schneegestöber entlang.
Schneestürme sind eine Mischung aus starken Sturmböen und Schnee. Sie können mehrere Meter Neuschnee mit sich bringen und das Sichtfeld stark einschränken. Nordamerika ist häufig von Schneestürmen betroffen, wie hier in New Orleans in den USA. © Gerald Herbert / dpa
Person schippt Schnee im Gestöber.
Ein Blizzard ist ein heftiger Schneesturm mit starkem Schneefall und hohen Windgeschwindigkeiten. Er führt zu Schneeverwehungen, stark eingeschränkter Sicht und gefährlicher Kälte. Blizzards sind extrem und erfordern Vorsicht, um sich vor den Gefahren zu schützen, die sie mit sich bringen. Sie treten vermehrt in Nordamerika auf. © IMAGO

Waldbrände im Mittelmeerraum: Zahlreiche Urlaubsländer betroffen

Erstmeldung: Frankfurt – Der Mittelmeerraum erlebt in diesem Sommer erneut eine ausgeprägte Waldbrandsaison. Anhaltende Dürre, außergewöhnliche Hitzephasen und teils stürmische Winde schaffen vielerorts ein explosives Gemisch, das Brände rasch anfachen und ihre Ausbreitung beschleunigen kann. Neben der unmittelbaren Gefahr für Bevölkerung und Einsatzkräften führen die Feuer auch zu Evakuierungen von Urlaubsregionen. Ein Überblick der Lage.

Rund um Athen in Griechenland haben heftige Winde in den vergangenen Tagen mehrere Brände angefacht, besonders im Raum Keratea südöstlich der Hauptstadt. Nach Angaben der griechischen Zeitung Kathimerini wurden am Freitag Wohnhäuser und landwirtschaftliche Flächen zerstört; ein Mann kam dabei ums Leben. Am Samstag meldeten die Behörden, „der Brand sei unter Kontrolle, aber nicht gelöscht“. Entwarnung können die Behörden in Griechenland noch lange nicht geben. Evakuierungen wurden wegen anhaltend starker Böen fortgesetzt. Auch in Regionen um das historische Olympia und auf Kefalonia flammten Feuer auf, die am Wochenende abebbten. Die Zeitung verweist auf Windspitzen bis 80 km/h und monatelange Trockenheit als Brandtreiber.

Hitzewelle mit niedriger Luftfeuchtigkeit erschwert Löscharbeiten in Spanien

Auch in Spanien wüten derzeit Waldbrände. Besonders betroffen ist der Norden: In Navarra brach am späten Samstagabend ein Waldbrand bei Carcastillo aus einem Kiefernwald neben der Straße NA‑128 Richtung Figarol aus, wie noticiasdenavarra.com berichtet. Die Regionalmedien berichten von sehr niedriger Luftfeuchtigkeit und 39,2 °C am Sonntag, die die Löscharbeiten erschwerten.

Die Regierung von Navarra erhöhte die Einsatzstufe und zog zusätzliche Luft- und Bodeneinheiten heran. In der Nacht beruhigte sich die Lage zeitweise. Zur Brandursache erklärte die Innenministerin Navarras gegenüber der Zeitung, man wisse, dass „menschliche Handlung“ vorliegen; landwirtschaftliche Arbeiten seien als Auslöser ausgeschlossen. Die Ermittlungen laufen. Mitte Juli wüteten bereits in Katalonien schwere Waldbrände.

Schwere Waldbrand-Schäden am Vesuv in Italien – Zypern erlebt schwerste Brände seit Jahrzehnten

Auch in Italien – genauer gesagt in Kampanien – kämpften die Einsatzkräfte am Vesuv am Wochenende gegen einen Brand im Nationalpark, alle Wanderwege wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Einsatzkräfte kämpfen mit Bodentrupps und Canadai-Flugzeugen gegen die Flammen. Bei den Bränden sei es laut ilmattino.it zu großen Schäden an Weinbergen am Vesuv gekommen.

Erst Ende Juli erlebte Zypern die schwersten Brände seit Jahrzehnten. Besonders betroffen war die Region um das Dorf Souni, wo laut Euronews mehrere Dörfer Schäden meldeten und mindestens 20 Häuser in der Gemeinde Lofou zerstört wurden. Über 250 Feuerwehrleute kämpften mit Unterstützung von 18 Löschflugzeugen und internationaler Hilfe gegen die Flammen. Die zyprischen Behörden sprachen von einer möglichen vorsätzlichen Auslösung an zwei nahe beieinanderliegenden Punkten, auch hier ermittelt die Polizei. Die EU entsandte zusätzlich Löschflugzeuge im Rahmen des Katastrophenschutzmechanismus.

Wiederkehrende Waldbrände in der Türkei fordern mehrere Todesopfer

Aus der Türkei meldeten lokale Medien seit Ende Juni wiederkehrende Waldbrände unter anderem in den Provinzen Antalya, Izmir und Bilecik. Zwischenzeitlich wurden Gebiete zum Katastrophenfall erklärt, Evakuierungen und groß angelegte Löscheinsätze folgten. Dabei sei es laut lokalen Medien zu mehreren Todesopfern durch Brände und die Belastung durch eine Hitzewelle gekommen.

In Südfrankreich loderten Anfang August großflächige Brände, die teils als die größten seit Jahrzehnten bezeichnet wurden, wie La Provence berichtete. Mittlerweile habe sich die Lage teilweise wieder entspannt. Regionale Behörden hielten Einsatzkräfte vor Ort, um Rückzündungen zu verhindern. In der Westtürkei sperrten die Behörden sogar ein Flughafen aufgrund von Waldbränden.

Waldbrand-Saison 2025 – so viel Fläche ist in der EU dieses Jahr bereits abgebrannt

Daten des European Forest Fire Information System (EFFIS) zufolge herrschen (Stand 12. August 2025) auch im Süden Albanien derzeit noch Waldbrände. Auch an der kroatischen Adriaküste brachten die Einsatzkräfte einen Brand wieder unter Kontrolle.

Laut den laufend aktualisierten EFFIS-Daten waren bis Mitte/Ende Juli 2025 bereits über 230.000 Hektar Land in Europa verbrannt, und die verbrannte Fläche steigt mit der anhaltenden Hitzewelle weiter an. Das entspricht circa der Größe Luxemburgs. Die verbrannte EU-Fläche im Vorjahr im gleichen Zeitraum lag bei rund 77.900 Hektar. Die Daten erfassen nur Brände, die eine Fläche von mehr als 30 Hektar betreffen. (bk)

Rubriklistenbild: © Eduardo Sanz/dpa

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