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Zwei Top-Ten-Platzierungen

Pin-Tausch, Bummel und Bolognese: Inzeller Eisschnellläufer mit Olympia-Premieren zufrieden

Jetzt sind sie Olympioniken: Gabriel Groß, Anna Ostlender und Maira Jasch (von links) vom DEC Inzell.
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Jetzt sind sie Olympioniken: Gabriel Groß, Anna Ostlender und Maira Jasch (von links) vom DEC Inzell.

Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina sind Geschichte. Mit Anna Ostlender, Maira Jasch und Gabriel Groß stellte auch der DEC Inzell drei Athleten. Das sagen die Debütanten zu ihren Olympia-Premieren.

Inzell/Mailand – Die Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina hatten aus deutscher Sicht mehrere Debütanten zu bieten, unter anderem Anna Ostlender, Maira Jasch und Gabriel Groß vom DEC Inzell. Das Trio vertrat Inzell und den Chiemgau äußerst sympathisch. Sie nahmen an der Eröffnungsfeier in Mailand teil, Jasch und Ostlender auch an der Abschlussfeier in Verona.

Anna Ostlender, Maira Jasch und Gabriel Groß sprechen über Olympia

Ostlender bezeichnet sportlich ihre Olympia-Erfahrung als „solide“. Die Sprinterin startete über 1000 Meter (21. Platz) und über 500 Meter (27.). „Natürlich wünscht man sich bei Olympischen Spielen diesen einen perfekten Lauf, aber auch wenn es nicht der ,supergeile‘ Lauf war, den ich mir erträumt habe, konnte ich unheimlich viel lernen. Olympische Spiele sind einfach noch einmal eine andere Bühne. Ich nehme viele Erfahrungen, Emotionen und Motivation für die kommenden Jahre mit“, sagt die 23-Jährige. Für die ehemalige Inline-Skaterin ist das olympische Flair etwas Besonderes. „Allein zu wissen, dass man Teil dieses Events ist, mit Athleten aus aller Welt, ist beeindruckend. Die Stimmung, die Organisation, die Aufmerksamkeit, man spürt einfach, dass es Olympische Spiele sind. Besonders im Zusammensein im Team und mit Sportlern aus anderen Nationen merkt man, welche Bedeutung diese Spiele haben.“ Auch außerhalb der Eishalle gelang es Ostlender, etwas von der Metropole in Norditalien zu sehen: „Ich war in Mailand unterwegs, habe mit Familie und Freunden Zeit verbracht und die Atmosphäre dort genossen. Das war ein schöner Ausgleich zum Wettkampf und hat das Ganze nochmals besonders gemacht“, erklärte Ostlender zufrieden.

Jasch schiebt sich an die Spitze ran

Jasch war bei ihrer ersten Teilnahme an Olympischen Spielen sehr zufrieden. Die 20-Jährige lief über 5000 Meter auf den achten Platz und ließ einige Top-Läuferinnen hinter sich. Im Massenstart kam sie auf den 17. Platz, wobei sie als Neunte im Halbfinale das Finale nur um einen Rang verpasste. „Ich war in guter Form und konnte meine Leistung abrufen. Mir ist der Anschlussbereich zur Spitze gelungen. Ich habe gesehen, was möglich ist, und werde in den kommenden vier Jahren darauf hinarbeiten, um ganz nach vorne zu kommen“, so die 20-Jährige. Nachdem die Eishalle meistens komplett gefüllt gewesen ist, war das für die Sportler auch motivierend. „Es hat super gepusht, vor so einem tollen Publikum zu laufen. Allerdings muss ich sagen, dass es ein bisschen schade ist, dass alles so weit verbreitet gewesen ist und hier in Mailand halt ‚nur‘ die Eissportarten sind“, so Jasch. Gerne wollte sie eine andere Sportart besuchen. „Das hätte ich gerne gemacht. Das olympische Dorf hatte die perfekte Größe, sodass man alles leicht zu Fuß erreichen konnte. Es gab viel Schönes zu entdecken. Und ich habe viele Pins ‚getauscht‘“, meinte die Sportlerin schmunzelnd.

Groß: „Ich kann Nudeln mit Bolognese nicht mehr essen“

Für Gabriel Groß waren die Spiele etwas Besonderes, schließlich kam zu seinem 5000-Meter-Rennen extra sein Vater Ricco angereist. Er sah einen ausgezeichneten zehnten Platz seines Juniors. „Ich bin mit meiner persönlichen Leistung nicht unzufrieden. Ich denke, das war einer der besten Läufe meiner Karriere. Natürlich ist da noch Luft nach oben, aber ich habe auch noch etwas Zeit, diese Mängel zu beheben. Darüber hinaus darf die Berliner Trainingsgruppe stolz auf die Leistung sein, die sich dank der Trainer Alexis Contin und Tatiana Kraus so stark entwickelt hat“, meinte der 20-Jährige. Gabriel Groß ist sehr dankbar, diese Erfahrung gemacht zuhaben. „Dankbar bin ich den zahlreichen Menschen, die mich auf meinem Weg unterstützt haben. Das ist ein riesiges Privileg in meinem Leben und das schätze ich als sehr wertvoll.“ Zu anderen Events ist er – wie die meisten seiner Kollegen – nicht gekommen: „Wer fertig war, ist für die Trainingsgruppe da gewesen. Allerdings bin ich am Ruhetag einmal durch Mailand gekommen.“ Das olympische Dorf gefiel ihm gut: „An und für sich sehr schön. Wobei ich Nudeln mit Bolognese für die nächste Zeit erst mal nicht mehr essen kann“, lacht er.

Trainerin Tatiana Kraus fand, dass sich die Debütanten gut präsentiert haben. „Man darf nicht vergessen: Zum ersten Mal dabei zu sein, ist ein Wahnsinn. Maira mit Top-Acht und Gabriel mit Top-Zehn waren echt prima. Bei Anna kann man nicht so vergleichen, weil die 1000 Meter mehr Sportler laufen. Jetzt heißt es, weiter in die Zukunft zu schauen und sich auf den nächsten Vier-Jahre-Zyklus vorzubereiten.“

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