„Das war unsere letzte 29er-Regatta“
Nächstes Ziel Olympia: Lucas und Moritz Hamm segeln zum Europameister-Titel im 29er
Die Hamm-Zwillinge Lucas und Moritz haben bei ihrer letzten 29er-Regatta auf dem Gardasee den Europameister-Titel eingesegelt. Jetzt wartet der nächste Schritt auf die Brüder vom Chiemsee.
Gardasee – Die Segler Lucas und Moritz Hamm vom Chiemsee Yacht-Club haben in der 29er-Klasse den Europameistertitel gewonnen. Die Zwillingsbrüder aus der Jugend-Nationalmannschaft des German Sailing Teams haben sich auf dem Gardasee gegen rund 250 internationale Konkurrenten aus mehr als 30 Ländern durchgesetzt. Der Gardasee zeigte sich phasenweise mit kräftiger Ora von seiner besten Seite, sorgte aber durch Sturm, Starkregen und Gewitter auch immer wieder für Startverschiebungen.
Für die 17-jährigen Zwillinge ist dies der erste internationale Titel ihrer gemeinsamen Segelkarriere, die im Alter von sechs Jahren in der Optimisten-Klasse auf dem Chiemsee begann. „Wir haben versucht, unser Rennen zu segeln und unser Bestes zu geben – keine unnötigen Risiken, volle Konzentration auf uns“, erklärten die Brüder glücklich nach der letzten Wettfahrt.
„Das war unsere letzte 29er-Regatta“
Mit elf Punkten Vorsprung verwiesen Lucas und Moritz Hamm die französischen Segler Nolann Huet Des Aunay und Titouan Gresset auf den zweiten Platz. Rang drei belegten Ikke Huber und Liam Berger aus der Schweiz. Bestes deutsches Team hinter den Hamm-Zwillingen wurden Tizian und Julian Lembeck vom Segelclub Inning am Ammersee auf Platz neun. Lukas Wagner und Valentin Ziegler vom Deutschen Touring Yacht-Club erreichten den dritten Platz in der U17-Wertung männlich.
Mit diesem Titelgewinn verabschieden sich Lucas und Moritz Hamm nun aus der vorolympischen 29er-Klasse. „Das war unsere letzte 29er-Regatta. Wir sind angereist, weil wir gerne bei der EM noch einmal mit all unseren 29er-Freunden dabei sein wollten“, sagte Steuermann Lucas Hamm. Seit September 2024 trainieren die Zwillinge im 49er-FX und haben bereits drei Regatten absolviert – bei der Kieler Woche im Juni belegten sie Rang zehn.
„Die große Lust am Segeln“
Direkt im Anschluss an die Europameisterschaft reist das Team nach Gdynia in Polen zu den Sailing Days, in deren Rahmen die polnischen Meisterschaften im 49er-FX ausgetragen werden. Danach nehmen sie an der 49er-FX Junioren-Weltmeisterschaft im dänischen Rungstedt teil. Zum Ende der Saison 2025 peilen die Zwillinge den Umstieg in den olympischen 49er an.
Betreut wird das Team von Marc Harms, dem DSV-Bundesstützpunkttrainer Nachwuchs in Friedrichshafen am Bodensee. „An den beiden begeistert mich vor allem ihre hohe intrinsische Motivation, der gemeinsame starke Wille, sich immer weiter zu verbessern“, sagte er. „Wenn sie nach den Wettfahrten zu mir ans Motorboot kommen, haben sie schon selbst analysiert, wo die Verbesserungspotenziale liegen. Dazu verbindet beide die große Lust auf Segeln, Training, Sport und Bootsarbeit.“ (re)