Der Netzfund des Tages
WM-Star erlebt Geburt seines Babys über Facetime
Norwegens Leo Östigaard ist während der WM zum ersten Mal Vater geworden. Die Geburt erlebte er daher digital.
Was machen, wenn man Teil des WM-Kaders seines Landes ist, aber gleichzeitig die Geburt des eigenen Kindes ansteht? Mit dieser Frage müssen sich bei dieser WM mehrere Profis beschäftigen. Einer von ihnen ist Norwegens Innenverteidiger Leo Östigaard. Seine Entscheidung: In den USA bleiben und die Geburt über Facetime verfolgen.
Der 26-Jährige wurde beim 4:1-Auftaktsieg der Norweger in Boston am vergangenen Dienstag gegen den Irak in der 73. Minute eingewechselt und traf prompt drei Minuten später zum 3:1. Kurz nach Abpfiff kam sein Sohn auf die Welt. „Es ist etwas Besonderes. Aber so hat sich die Situation nun mal entwickelt. Dann ging es darum, so gut wie möglich zu helfen und für sie da zu sein. Das lief über FaceTime“, erklärte Östigaard.
Östigard nach WM-Tor mit Baby-Jubel
„Ich konnte wirklich an allem teilnehmen. Es ist schwer zu beschreiben, aber natürlich tut es weh, nicht dabei sein zu können. Trotzdem hatte ich das Gefühl, so gut wie möglich dabei sein zu können“, so der 26-Jährige weiter. Seine Verlobte, Aurora postete nach der Geburt ein Bild von sich mit dem gemeinsamen Kind und den Worten: „Das schönste Geschenk wartet auf dich, Papa – wir feuern dich an, Liebling.“
Dem Post angefügt war ebenfalls ein Bild von Östigaards besonderem Jubel nach seinem Treffer gegen den Irak. Der Verteidiger hatte seine Hände so geformt, dass sie den Buchstaben A ergeben. Am Samstag verriet er nun, dass nicht nur der Name seiner Verlobten mit A beginnt, sondern auch der Name des Babys.
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Seine Verlobte soll im Übrigen damit einverstanden gewesen sein, dass Östigaard bei der Geburt nicht vor Ort war. „Natürlich hätte ich dort sein sollen. Aber Aurora und ich haben viel darüber gesprochen. Sie hat Verständnis dafür, dass ich bei der WM für Norwegen spielen möchte“, erklärte der norwegische Nationalspieler weiter.
Seine Einstellung zu dem Thema teilt nicht jeder – auch unter den WM-Teilnehmern gibt es unterschiedliche Ansichten. So hat Belgiens Flügeldribbler Jeremy Doku angekündigt, in die Heimat reisen zu wollen, um bei der Geburt seines ersten Kindes dabei sein zu können. Die Entscheidung hat in Belgien für Kontroversen gesorgt, denn der prognostizierte Geburtstermin überschneidet sich mit einem möglichen Viertelfinale der Roten Teufel. In den Medien war bereits vom „meistgehassten Baby der Nation“ die Rede.
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