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Sport

Haaland trifft doppelt beim WM-Debüt – wird aber deutlich: „Ich bin nur ein Norweger“

Marokko - Norwegen
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Superstar: Norwegens Torjäger Erling Haaland. (Archivbild)

Der Stürmer beginnt die Weltmeisterschaft in den USA mit einem Doppelpack gegen den Irak: „Ein sehr guter Start. Wir wollen bleibende Spuren hinterlassen.“

Zwei Tore, um den Irak zu schlagen und mit dem Trikot Norwegens auf 57 Treffer in 51 Spielen zu kommen. Haalands WM-Debüt war eindrucksvoll. Doch Haaland gibt sich nicht mit dem Auftakt zufrieden. Er und ein ganzes Land erleben einen Traum, der so lange wie möglich weitergehen soll.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel von Andrea Ramazzotti entstand in Kooperation mit Gazzetta dello Sport.

Erling, werden wir diesen Haaland während des gesamten Turniers sehen?

„Ich werde es versuchen. Gegen den Irak habe ich versucht, mit derselben Energie zu spielen und 90 Minuten lang so zu spielen, wie ich es kann. Es lief gut, aber jetzt müssen wir so weitermachen, ohne zu viel nachzudenken. Ich versuche, mich nur auf das nächste Spiel zu konzentrieren. Nach einem 4:1-Sieg muss man natürlich glücklich sein, aber gleichzeitig fokussiert bleiben.“

Doppelpack vor der Familie und Rekdal eingeholt

Deine Familie saß auf der Tribüne. Was bedeutet es für dich, vor ihren Augen zwei Tore geschossen zu haben?

„Sehr viel. Ich habe davon geträumt, bei meinem WM-Debüt zwei Tore zu erzielen und vor meinen Angehörigen zu gewinnen.“

Wie bewertest du deine beiden Tore?

„Das erste war schön, das zweite noch besser (lacht, Anm. d. Red.).“

Mit diesem Doppelpack haben Sie nun mit Kjetil Rekdal gleichgezogen, dem norwegischen Rekordtorschützen in der WM-Geschichte. Wie fühlt sich das an?

„Das ist lustig. Ich glaube nicht, dass Rekdal jetzt noch weitere Tore schießen kann (lacht wieder, Anm. d. Red.), deshalb werde ich versuchen, ihn zu überholen. Danach werde ich ihm eine Nachricht schicken.“

Norwegens Rückkehr nach 28 Jahren und der Druck bei der Premiere

Norwegen hatte seit 28 Jahren nicht mehr an einer Weltmeisterschaft teilgenommen. War das Spiel gegen den Irak deshalb etwas ganz Besonderes?

„In meinen 6 bis 7 Jahren im Trikot Norwegens hatten wir uns nie für die Endrunde der Weltmeisterschaft qualifiziert, deshalb war dieses Spiel etwas Besonderes. Für mich und für das ganze Land. Jetzt müssen wir so weitermachen.“

Hast du den Druck gespürt?

„Ohne Zweifel. Auf mir lag der Druck zu treffen und auf der Mannschaft der Druck zu gewinnen. Das stört mich nicht, im Gegenteil: Ich finde es etwas Gutes, das wir alle wollen, weil das bei einer Weltmeisterschaft normal ist. Ich bin glücklich und stolz, mit einem Sieg gestartet zu sein und zwei Tore erzielt zu haben.“

Mehr als Tore: Pressing, Verbesserungen und Einordnung der Zahlen

Abgesehen von den Toren hast du in der ersten Halbzeit beim Pressing mitgeholfen.

„Ich versuche immer, der Mannschaft zu helfen. Ich denke nicht nur an Tore und versuche, das zu tun, was nötig ist: mich bewegen, pressen, Räume schaffen und für die Gruppe arbeiten.“

Trotz des 4:1-Ergebnisses hattet ihr zeitweise Schwierigkeiten. Woran lag das?

„Es gibt Dinge, die wir verbessern müssen. Es war das erste Spiel und wir waren etwas aufgeregt, aber wir müssen in mehreren Aspekten besser werden und uns noch deutlich steigern.“

Trainer Solbakken hat Sie als den besten Stürmer der Welt bezeichnet. Stimmen Sie dem zu?

„Mein Verhältnis zum Trainer ist sehr gut, und ich glaube, das sieht man daran, wie es gelaufen ist, seit wir in der Nationalmannschaft zusammenarbeiten. Was die Tore angeht, würde ich sagen, dass ich zu den Besten gehöre, aber ich habe in dieser Saison nicht am meisten getroffen. Statistisch waren Kane und Mbappé besser. Das ist die Realität. Deshalb kann ich nicht sagen, dass ich der Beste bin. Ich bin nur Erling, ein Norweger, der versucht zu treffen.“

Appell an die Fans und Blick auf die nächsten Spiele

Welche Botschaft hast du für die Fans?

„Ihr wart fantastisch, feiert! In meinem Leben habe ich Norwegen noch nie bei einer Weltmeisterschaft spielen sehen, deshalb hoffe ich, dass die norwegischen Kinder von heute sie für immer in Erinnerung behalten können.“

Jetzt steht Senegal auf dem Programm, danach Mbappés Frankreich. Wie geht man an eine solche Gruppe heran?

„Indem man an ein Spiel nach dem anderen denkt. Wir haben gut angefangen, aber die Weltmeisterschaft ist lang und jedes Spiel wird schwierig. Wir müssen ruhig bleiben, arbeiten und uns Tag für Tag weiter verbessern.“

Dann reden wir doch einfach mal über den Senegal. Auf welchen Gegner trefft ihr am Montag in New York?

„Der Senegal wird sehr aggressiv auftreten und darauf aus sein, das erste Spiel zu korrigieren, das er gegen Frankreich verloren hat. Es wird enormen Druck geben, deshalb müssen wir bereit sein.“

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