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WM-Sechzehntelfinale

Spanien entzaubert Österreichs deutschen „Professor“

Topfavorit Spanien bleibt weiterhin ohne Gegentor. Auch gegen Ralf Rangnicks Österreicher brennt überhaupt nichts an. Der Ticker zum Nachlesen.

Fazit: Das war eine Machtdemonstration. Spanien, neben Frankreich Topfavorit auf den WM-Titel, lässt Österreich beim 3:0-Triumph nicht den Hauch einer Chance. Mikel Oyarzabal schnürt einen Doppelpack (36. und 89. Minute), außerdem trifft Pedro Porro (66.). Auch in der vierten Partie bei dieser Weltmeisterschaft bleiben die Spanier damit ohne Gegentor. Im Viertelfinale wartet dann der Sieger der Partie Portugal gegen Kroatien.

Erstmeldung vom 2. Juli: Die Geburtstagsüberraschung seiner Mannschaft genoss Ralf Rangnick sichtlich. Mit breitem Grinsen nahm Österreichs deutscher Teamchef an seinem 68. Ehrentag die Torte von Kapitän David Alaba entgegen und pustete die darauf befindliche Kerze aus. Viel Zeit zum Feiern blieb Rangnick aber nicht: Für eine Chance im WM-„Endspiel“ gegen Europameister Spanien machte sich der „Professor“ sofort wieder an die Arbeit.

Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.

Denn Tüftler Rangnick weiß: Sollte er seiner Mannschaft für die extrem knifflige Aufgabe am Donnerstag (21 Uhr – alle TV-Infos hier) in Los Angeles keine Lösung präsentieren, ist der österreichische WM-Traum geplatzt. Vor allem Dribbelkünstler Lamine Yamal bereitet Rangnick vor dem Sechzehntelfinale Kopfzerbrechen.

WM-Sechzehntelfinale: Spanien gegen Österreich in der Favoritenrolle

Der 18-Jährige vom FC Barcelona, schwärmte Rangnick in den USA, sei schon jetzt ein „absoluter Topstar“ und könne sich, wenn er gesund bleibe und die Bodenhaftung nicht verliere, „irgendwann auf einem ähnlichen Niveau befinden, auf dem sich Lionel Messi befindet“. Den argentinischen Weltmeister konnte Rangnick mit seinen Österreichern im Gruppenspiel (0:2) nicht stoppen – läuft es gegen dessen designierten Nachfolger und die Furia Roja nun besser?

Dafür muss alles passen. Rangnick weiß um die Schwere der Aufgabe. „Das ist das nächste Endspiel“, betonte der Teamchef, es brauche eine Leistung im „obersten Level“, um in diesem Spiel eine Chance zu haben. Doch nach dem aberwitzigen Gruppenfinale gegen Algerien (3:3) ist die Lust auf das Highlightspiel und den Einzug ins Achtelfinale groß.

Schließlich waren die Österreicher quasi schon ausgeschieden, als Algeriens Riyad Mahrez die ÖFB-Auswahl trotz eines gefühlten Nichtangriffspakts in der Schlussphase ins Mark traf (90.+3). Doch in einer dramatischen Wendung rettete der frühere Stuttgarter Sasa Kalajdzic die Alpenrepublik mit seinem Ausgleich (90.+6) in die K.-o.-Runde. Hitchcock, sagte Rangnick, hätte dieses „Drama“ nicht besser verfassen können. 

Die Österreicher sind nochmal mit einem „blauen Auge“ (Kronen Zeitung) davongekommen, bei ihrer ersten WM seit 28 Jahren bekam die ÖFB-Auswahl eine zweite Chance – und diese wollen Rangnick und Co. im gigantischen SoFi Stadium nutzen. „Dieses Spiel kann uns noch einmal richtig zusätzliche Energie geben“, sagte Rangnick.

Spaniens Trainer will noch nicht auf mögliches Frankreich-Duell blicken

Und auch das Klima soll bei der Überraschung helfen. Die schwüle Hitze in Kansas City hatte den Österreichern gegen Algerien zugesetzt, in Los Angeles herrschen ähnliche klimatische Bedingungen wie im Teamquartier in Santa Barbara, nur rund 150 Kilometer nordwestlich. „Darüber bin ich nicht böse“, sagte Rangnick. Druck spürt der Teamchef nicht. „In diesem Spiel“, betonte Rangnick, „können wir tatsächlich nur gewinnen.“ 

Spaniens Trainer Luis de la Fuente will sich hingegen noch keine Gedanken über ein mögliches Kracherduell mit Frankreich machen. „Sie gehören zu den absoluten Topfavoriten. Wir auch. Das garantiert aber nichts. Frankreich spielt sehr gut. Aber es geht darum, Schritt für Schritt zu gehen“, sagte de la Fuente vor dem Sechzehntelfinale am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in Los Angeles gegen Ralf Rangnicks Österreicher.

Die bisher überragenden Franzosen wären bei der WM ein möglicher Halbfinalgegner des Europameisters. Die Spanier jagen ihren zweiten Weltmeistertitel nach 2010 – und die Ambitionen der Furia Roja sind standesgemäß groß. „Wir wollen ins Finale“, stellte de la Fuente klar. Es gehe darum, „alle Gegner zu schlagen und bis zum 19. Juli durchzukommen“. Doch die Partie gegen Österreich sei für ihn derzeit „die wichtigste“, betonte de la Fuente.

Seit dem Triumph in Südafrika sind die Spanier bei einer WM nicht mehr über das Achtelfinale hinausgekommen. Gegen Österreich setzt de la Fuente auch auf seinen Ausnahmekönner Lamine Yamal, der vor der WM angeschlagen war und dessen Einsatzzeit sich im Turnierverlauf kontinuierlich gesteigert hat. „Lamine ist in guter Form und natürlich heiß darauf, zu spielen“, sagte de la Fuente. 

Rubriklistenbild: © AFP / Etienne Laurent

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