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Sieg gegen Ägypten

Messi und Argentinien verhindern WM-Aus in dramatischem Fünf-Tore-Spektakel

Dank einer verrückten Aufholjagd hat Argentinien das frühe WM-Aus gegen Ägypten kurz vor Schluss verhindert. Der Ticker zum Nachlesen.

Fazit: Lionel Messi und Titelverteidiger Argentinien hätten sich um ein Haar von der Weltmeisterschaft 2026 verabschiedet, konnten das frühe Aus gegen Ägypten letztlich aber dank einer irren Aufholjagd verhindern. Am Ende hat der amtierende Weltmeister nach 0:2-Rückstand mit 3:2 gewonnen – und das, obwohl Messi seinen zweiten Elfmeter bei dieser WM verschossen hat.

Zunächst war Ägypten durch Yasser Ibrahim (15. Minute) und Mostafa Ziko (67.) in Führung gegangen. Zwischendurch wurde den Afrikanern vom VAR sogar ein weiterer Treffer aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels aberkannt. Cristian Romero (79.), Messi (83.) und Enzo Fernandez (90.+3) drehten die Partie dann zugunsten der Albiceleste. Der Traum von der Titelverteidigung lebt damit weiter. Im Viertelfinale treffen Messi und Co. am 12. Juli auf die Schweiz oder Kolumbien.

Vorbericht: Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni hat sich über den eng getakteten Spielplan in der Endphase der Fußball-WM beklagt und längere Verschnaufpausen gefordert. „Je näher man dem Ende kommt und je mehr Spiele absolviert wurden, desto mehr Erholung braucht man – doch genau das Gegenteil passiert“, sagte Scaloni vor dem Achtelfinale am Dienstag (18 Uhr – alle TV-Infos hier) in Atlanta gegen Ägypten.

Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.

Am Freitag hatte die Albicelestes ihr Sechzehntelfinale gegen Kap Verde bestritten und dabei erst nach Verlängerung gewonnen. In Miami habe sein Team „bei dieser Hitze gespielt und morgen spielen wir bereits wieder mittags“, klagte Scaloni am Montag (Ortszeit): „Die Erholungszeit ist nicht ideal.“ Ägypten, das ebenfalls am Freitag im Einsatz gewesen war, hätte „ein paar Stunden mehr“ gehabt: „Kein riesiger Unterschied, aber ich glaube, dass Erholung umso wichtiger wird, je weiter die Weltmeisterschaft fortschreitet.“

Argentinien gegen Ägypten im Liveticker: Das Duell Messi gegen Salah

Sollte Argentinien das Finale erreichen, hätte das Team um Superstar Lionel Messi am Ende innerhalb von 17 Tagen fünf Spiele bestritten. Die zusätzlichen 30 Minuten in der Hitze von Miami hatte Scalonis Spielern zugesetzt, viele seiner Profis beendeten die Partie mit Krämpfen. Scaloni bestätigte, dass Messi trotz der vollen 120 Minuten Einsatzzeit fit genug ist, um von Beginn an zu spielen.

Argentiniens Trainer wies auf die besonderen Umstände einer Endrunde in drei Ländern sowie unterschiedlichen Zeitzonen und klimatischen Bedingungen hin. „Es gibt viele Faktoren, die verhindern, dass sich eine Mannschaft klar als Favorit absetzt, auch wenn die üblichen Favoriten weiterhin dabei sind“, sagte er, es sei „in dieser Hinsicht keine typische WM“. 

Klose und Messi gestürzt: Die WM-Rekordtorschützen in der Übersicht

Kylian Mbappe arbeitet sich in diesem Klassement stetig weiter nach oben. Gegen Schweden traf der Franzose erneut mehrfach und hat nun schon 18 Tore (Stand: 01. Juli) auf seinem Konto. Damit hat er Miroslav Klose überflügelt – und lauert hinter Lionel Messi. Gegen Paraguay kam Treffer Nummer 19 hinzu.
Kylian Mbappe übertrumpft Messi und führt nun die ewige Torschützenliste der WM durch seinen Doppelpack gegen England im Spiel um Platz drei an. Er steht nun bei 22 Treffern. (Stand 18. Juli) © picture alliance/dpa/AP | Petr David Josek
Lionel Messi hat bei der WM 2026 Geschichte geschrieben und den Tor-Rekord von Klose gebrochen. Mittlerweile, er traf auch gegen Kap Verde und Ägypten, steht er bei 21 Treffern. Und das, obwohl er bei dieser WM schon zwei Elfmeter verschossen hat.
Auch Lionel Messi hat bei der WM 2026 Geschichte geschrieben und den Tor-Rekord von Klose gebrochen. Mittlerweile, er traf auch gegen Kap Verde und Ägypten, steht er bei 21 Treffern. Jedoch musste er den ersten Platz wieder an Mbappe abtreten. (Stand 18. Juli) © picture alliance/dpa/The Dallas Morning News | Chitose Suzuki
Es ist passiert: Miroslav Klose ist nicht mehr WM-Rekordtorschütze. Er erzielte in 24 WM-Spielen insgesamt 16 WM-Tore für Deutschland und liegt damit aber immer noch auf Platz 3.
Es ist passiert: Miroslav Klose ist nicht mehr WM-Rekordtorschütze. Er erzielte in 24 WM-Spielen insgesamt 16 WM-Tore für Deutschland und liegt damit aber immer noch auf Platz 3. © picture alliance / Fernando Bizerra Jr./EFE/dpa | Fernando Bizerra Jr.
Auf Platz 4 landet der brasilianische Torjäger Ronaldo mit insgesamt 15 WM-Toren.
Auf mittlerweile Platz 4 steht der brasilianische Torjäger Ronaldo mit insgesamt 15 WM-Toren. © IMAGO
Platz 5 geht an einen weiteren deutschen Nationalspieler: Gerd Müller erzielte 14 WM-Tore.
Ein weiterer deutschen Nationalspieler steht weit oben in der Liste: Gerd Müller erzielte 14 WM-Tore. © IMAGO
Gegen Panama erzielte Harry Kane bei seiner dritten WM-Teilnahme bereits einige Tore. Mit nun 14 Stück schiebt er sich in der Rangliste immer weiter nach vorne. WM-Rekordtorschütze seines Heimatlandes ist er bereits.
Gegen Panama erzielte Harry Kane bei seiner dritten WM-Teilnahme bereits einige Tore. Mit nun 14 Stück schiebt er sich in der Rangliste immer weiter nach vorne. WM-Rekordtorschütze seines Heimatlandes ist er bereits. © IMAGO/MALTON DIBRA
Just Fontaine (rechts) hat für Frankreich insgesamt 13 WM-Tore geschossen.
Just Fontaine (rechts) hat für Frankreich insgesamt 13 WM-Tore geschossen. Da er alle Tore in einem einzigen Turnier schoss, setzte er damit die bis heute gültige Bestmarke. © IMAGO
Der Brasilianer Pelé erzielte für Brasilien insgesamt 12 WM-Tore.
Pelé erzielte für Brasilien insgesamt 12 WM-Tore. © IMAGO
Auch Cristiano Ronaldo findet sich mit acht Toren in der Liste wieder. Der Portugiese hat bei seiner sechsten WM-Teilnahme die Chance, seine Quote auszubauen.
Mit seinem Treffer im Sechzehntelfinale gegen Kroatien steht Cristiano Ronaldo nun bei elf Toren. Der Portugiese ist damit nur noch einen Treffer von WM-Legende Pele entfernt. © IMAGO/Horst Ettensberger
Jürgen Klinsmann traf für Deutschland insgesamt 11 Mal während einer WM.
Jürgen Klinsmann traf für Deutschland insgesamt elf Mal während einer WM. © IMAGO
Auch dem Ungarn Sándor Kocsis gelangen 11 WM-Tore.
Auch dem Ungar Sándor Kocsis gelangen elf WM-Tore.  © IMAGO
Gabriel Batistuta erzielte für Argentinien insgesamt 10 WM-Tore geschossen.
Gabriel Batistuta erzielte für Argentinien insgesamt zehn WM-Tore. © IMAGO
Der Peruaner Teófilo Cubillas erzielte ebenfalls 10 WM-Tore.
Der Peruaner Teófilo Cubillas schoss ebenfalls zehn WM-Tore. © IMAGO
Auch der Pole Grzegorz Lato kann 10 WM-Tore für sich verbuchen.
Auch der Pole Grzegorz Lato kann zehn WM-Tore für sich verbuchen. © IMAGO
Gary Lineker hat für England ebenfalls 10 WM-Tore geschossen.
Gary Lineker hat für England ebenfalls zehn WM-Tore geschossen. © IMAGO
Thomas Müller schoss für Deutschland ebenso 10 WM-Tore.
Thomas Müller schoss für Deutschland zehn WM-Tore. Bei der WM 2026 wird er seine Ausbeute nicht weiter erhöhen können, weil er seine DFB-Karriere nach der EM 2024 beendet hat.  © IMAGO
Auch Helmut Rahn (links) war für Deutschland insgesamt 10x während einer WM erfolgreich.
Auch Helmut Rahn (links) war für Deutschland insgesamt zehnmal während einer WM erfolgreich. © IMAGO
Auch dem Italiener Roberto Baggio gelangen 9 WM-Tore.
Auch dem Italiener Roberto Baggio gelangen neun WM-Tore. © IMAGO
David Villa erzielte für Spanien 9 WM-Tore.
David Villa erzielte für Spanien neun WM-Tore. © IMAGO
Auch der Portugiese Eusébio schoss insgesamt 9 WM-Tore.
Auch der Portugiese Eusébio schoss insgesamt neun WM-Tore. © IMAGO
Jairzinho erzielte für Brasilien ebenso 9 WM-Tore.
Jairzinho erzielte für Brasilien ebenso neun WM-Tore. © IMAGO
Der Italiener Paolo Rossi konnte 9 WM-Tore erzielen.
Der Italiener Paolo Rossi konnte neun WM-Tore erzielen. © IMAGO
Karl-Heinz Rummenigge konnte insgesamt 9 WM-Tore erzielen.
Karl-Heinz Rummenigge konnte insgesamt neun WM-Tore erzielen. © IMAGO
Auch ein weiterer Deutscher reiht sich hier ein: Uwe Seeler (links) gelangen ebenso 9 WM-Treffer.
Auch ein weiterer Deutscher reiht sich hier ein: Uwe Seeler (links) gelangen ebenfalls neun WM-Treffer. © IMAGO
Bei zwei WM-Teilnahmen mit Italien hat Christian Vieri insgesamt neun Tore erzielt.
Bei zwei WM-Teilnahmen mit Italien hat Christian Vieri insgesamt neun Tore erzielt.  © Imago
Vavá hat neun seiner insgesamt 15 Länderspiel-Tore für Brasilien bei Weltmeisterschaften erzielt.
Vavá hat neun seiner insgesamt 15 Länderspiel-Tore für Brasilien bei Weltmeisterschaften erzielt.  © IMAGO
Neymar ist nicht nur Brasiliens Rekordtorschütze, sondern mit neun Treffern auch in der Liste der WM-Rekordtorschützen dabei.
Neymar ist nicht nur Brasiliens Rekordtorschütze, sondern mit neun Treffern auch in der Liste der WM-Rekordtorschützen dabei.  © IMAGO/Marcio Machado/M.i.S.
Mit Rivaldo hat es eine weitere brasilianische Legende in die Liste geschafft. Acht Tore hat der Stürmer bei Weltmeisterschaften erzielt.
Mit Rivaldo hat es eine weitere brasilianische Legende in die Liste geschafft. Acht Tore hat der Stürmer bei Weltmeisterschaften erzielt.  © Imago
Auch Diego Armando Maradona sind acht WM-Tore gelungen. Eines der wichtigsten war zweifelsfrei im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1986, als Maradona den Ball mit der Hand ins Tor bugsierte – noch immer spricht man daher von der „Hand Gottes“.
Auch Diego Armando Maradona sind acht WM-Tore gelungen. Eines der wichtigsten war zweifelsfrei im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1986, als Maradona den Ball mit der Hand ins Tor bugsierte – noch immer spricht man daher von der „Hand Gottes“.  © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Ademir (Mitte) erzielte für Brasilien insgesamt 9 WM-Tore.
Ademir (Mitte) erzielte für Brasilien insgesamt acht WM-Tore. © IMAGO

Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan hat vor dem Duell gegen den Titelverteidiger derweil vor einer Fokussierung auf Lionel Messi gewarnt. „Sie haben eine Legende, die jeder kennt, aber sie sind eine Top-Mannschaft, und wir respektieren alle Spieler“, sagte Hassan in Atlanta: „Jeder sieht die Argentinier als Favoriten, aber wir werden ihnen kein leichtes Spiel liefern.“

Der 59-Jährige weigerte sich, Ägypten als Außenseiter zu bezeichnen. „Wir haben das große Ziel für unser Land und stellvertretend für alle arabischen Nationen“, sagte er: „Wer denken nur daran, was wir auf dem Platz leisten können. Wir wollen beweisen, dass wir auf diese Bühne gehören.“

Hassan, der den Sieg im Sechzehntelfinale gegen Australien mit einer Palästinaflagge gefeiert hatte, nutzte die Pressekonferenz zudem für einen flammenden Appell für mehr Menschlichkeit. Das Leid der Menschen in Palästina gehe alle an, „am Ende sind wir alle gleich“, sagte er unter anderem und erhielt von den anwesenden Journalisten viel Applaus. (rele)

Rubriklistenbild: © Tom Weller

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