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Applaus auf Pressekonferenz
Ägyptens Trainer nutzt WM-Bühne für Palästina-Botschaft
Im WM-Achtelfinale trifft Ägypten auf Argentinien. Vor dem Spiel spricht Ägyptens Trainer über Personen, die ihre Menschlichkeit verloren hätten.
Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan präsentierte nach dem Sieg im WM-Sechzehntelfinale gegen Australien eine Palästina-Flagge. Das war auch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Argentinien noch einmal Thema. Sein Handeln beschrieb er als „menschliche Reaktion“, den Sieg widmete er dem palästinensischen Volk.
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„Bevor ich Araber, Muslim, Christ oder irgendetwas anderes bin, bin ich ein Mensch“, sagte Hassan weiter. Mithilfe des Fußballs, der „sanften Macht der Welt“, wolle er ein Zeichen senden: „Bitte lasst das palästinensische Volk leben.“ Obwohl offiziell eine Waffenruhe herrscht, werden immer wieder Menschen in kriegerischen Auseinandersetzungen im Gazastreifen oder durch Siedlergewalt in der Westbank getötet. Auch unter den Israelis gibt es weiterhin Opfer.
Ägyptens Trainer will bei Fußball-WM auf Leiden der palästinensischen Zivilisten aufmerksam machen
Für Ägyptens Trainer steht ohnehin das nicht zu negierende Leid der Zivilbevölkerung im Mittelpunkt. Es sei „eine Schande für die ganze Welt, nicht nur für die arabische Welt“, die Menschen in Palästina im Stich zu lassen, so Hassan, der für seine Ausführungen von den anwesenden Journalisten Applaus bekam.
150 Dollar, um zum Stadion zu kommen – die absurden Kosten der WM 2026
Doch Hassan wollte nicht nur für sich selbst sprechen, er nahm auch andere in die Pflicht. „Wenn ein Mensch irgendwo auf der Welt nichts für das palästinensische Volk empfindet, dann hat er einen Teil seiner Menschlichkeit verloren“, antwortete er auf die Frage, ob er nach dem Spiel gegen Argentinien erneut die Flagge Palästinas zeigen werde. Außerdem bat er „Sportler und Journalisten überall auf der Welt“, seine Botschaft zu übermitteln. (sch)