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Historischer Pleite-Hattrick

„Jetzt müssen alle rausfliegen“ – Pressestimmen zu Italiens WM-Fiasko

Die Squadra Azzurra schafft es wieder nicht zur Fußball-WM. Dementsprechend hart geht die Presse mit dem viermaligen Weltmeister ins Gericht.

Das Triple des Scheiterns ist perfekt: Der viermalige Weltmeister Italien hat sich erneut nicht für die Fußball-WM qualifiziert und muss im Sommer beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada zuschauen. Das Team von Trainer Gennaro Gattuso verlor trotz Führung nach Elfmeterschießen in Bosnien-Herzegowina. 

Francesco Pio Esposito scheiterte im Elfmeterschießen.

Die Squadra Azzurra – vor dem Spiel noch Spionage-Vorwürfen ausgesetzt – spielte nach der Roten Karte gegen Alessandro Bastoni (41. Minute) lange in Unterzahl. Beim Showdown vom Punkt vergaben letztlich zwei der drei italienischen Schützen. Nach dem Aus gegen Schweden vor der WM 2018 und der Blamage gegen Nordmazedonien 2022 wird auch der Abend von Zenica unrühmlich in Italiens lange Fußball-Historie eingehen.

Italien verschießt zwei von drei Elfmetern bei Pleite in WM-Quali

Dabei hatte Angreifer Moise Kean (15.) früh das Führungstor für Italien erzielt – nach einem groben Patzer von St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj, dessen missglücktes Zuspiel das Gegentor einleitete. Italien beschränkte sich im Anschluss nur noch aufs Verteidigen und zog sich nach einer Roten Karte für Bastoni noch mehr in die Defensive zurück. In der regulären Spielzeit schoss das Team von Ex-Profi Gennaro Gattuso nur zweimal auf das bosnische Tor.

Bosnien drückte lange auf den Ausgleich, wurde schließlich durch Haris Tabakovic (79.) von Borussia Mönchengladbach belohnt. Schließlich zerstörte das Elfmeterschießen alle italienischen WM-Träume, Francesco Esposito und Bryan Cristante verschossen vom Punkt. Das von Schalke-Star Edi Dzeko angeführte Bosnien ist zum zweiten Mal nach 2014 beim wichtigsten Turnier der Welt dabei.

Klose und Messi gestürzt: Die WM-Rekordtorschützen in der Übersicht

Kylian Mbappe arbeitet sich in diesem Klassement stetig weiter nach oben. Gegen Schweden traf der Franzose erneut mehrfach und hat nun schon 18 Tore (Stand: 01. Juli) auf seinem Konto. Damit hat er Miroslav Klose überflügelt – und lauert hinter Lionel Messi. Gegen Paraguay kam Treffer Nummer 19 hinzu.
Kylian Mbappe übertrumpft Messi und führt nun die ewige Torschützenliste der WM durch seinen Doppelpack gegen England im Spiel um Platz drei an. Er steht nun bei 22 Treffern. (Stand 18. Juli) © picture alliance/dpa/AP | Petr David Josek
Lionel Messi hat bei der WM 2026 Geschichte geschrieben und den Tor-Rekord von Klose gebrochen. Mittlerweile, er traf auch gegen Kap Verde und Ägypten, steht er bei 21 Treffern. Und das, obwohl er bei dieser WM schon zwei Elfmeter verschossen hat.
Auch Lionel Messi hat bei der WM 2026 Geschichte geschrieben und den Tor-Rekord von Klose gebrochen. Mittlerweile, er traf auch gegen Kap Verde und Ägypten, steht er bei 21 Treffern. Jedoch musste er den ersten Platz wieder an Mbappe abtreten. (Stand 18. Juli) © picture alliance/dpa/The Dallas Morning News | Chitose Suzuki
Es ist passiert: Miroslav Klose ist nicht mehr WM-Rekordtorschütze. Er erzielte in 24 WM-Spielen insgesamt 16 WM-Tore für Deutschland und liegt damit aber immer noch auf Platz 3.
Es ist passiert: Miroslav Klose ist nicht mehr WM-Rekordtorschütze. Er erzielte in 24 WM-Spielen insgesamt 16 WM-Tore für Deutschland und liegt damit aber immer noch auf Platz 3. © picture alliance / Fernando Bizerra Jr./EFE/dpa | Fernando Bizerra Jr.
Auf Platz 4 landet der brasilianische Torjäger Ronaldo mit insgesamt 15 WM-Toren.
Auf mittlerweile Platz 4 steht der brasilianische Torjäger Ronaldo mit insgesamt 15 WM-Toren. © IMAGO
Platz 5 geht an einen weiteren deutschen Nationalspieler: Gerd Müller erzielte 14 WM-Tore.
Ein weiterer deutschen Nationalspieler steht weit oben in der Liste: Gerd Müller erzielte 14 WM-Tore. © IMAGO
Gegen Panama erzielte Harry Kane bei seiner dritten WM-Teilnahme bereits einige Tore. Mit nun 14 Stück schiebt er sich in der Rangliste immer weiter nach vorne. WM-Rekordtorschütze seines Heimatlandes ist er bereits.
Gegen Panama erzielte Harry Kane bei seiner dritten WM-Teilnahme bereits einige Tore. Mit nun 14 Stück schiebt er sich in der Rangliste immer weiter nach vorne. WM-Rekordtorschütze seines Heimatlandes ist er bereits. © IMAGO/MALTON DIBRA
Just Fontaine (rechts) hat für Frankreich insgesamt 13 WM-Tore geschossen.
Just Fontaine (rechts) hat für Frankreich insgesamt 13 WM-Tore geschossen. Da er alle Tore in einem einzigen Turnier schoss, setzte er damit die bis heute gültige Bestmarke. © IMAGO
Der Brasilianer Pelé erzielte für Brasilien insgesamt 12 WM-Tore.
Pelé erzielte für Brasilien insgesamt 12 WM-Tore. © IMAGO
Auch Cristiano Ronaldo findet sich mit acht Toren in der Liste wieder. Der Portugiese hat bei seiner sechsten WM-Teilnahme die Chance, seine Quote auszubauen.
Mit seinem Treffer im Sechzehntelfinale gegen Kroatien steht Cristiano Ronaldo nun bei elf Toren. Der Portugiese ist damit nur noch einen Treffer von WM-Legende Pele entfernt. © IMAGO/Horst Ettensberger
Jürgen Klinsmann traf für Deutschland insgesamt 11 Mal während einer WM.
Jürgen Klinsmann traf für Deutschland insgesamt elf Mal während einer WM. © IMAGO
Auch dem Ungarn Sándor Kocsis gelangen 11 WM-Tore.
Auch dem Ungar Sándor Kocsis gelangen elf WM-Tore.  © IMAGO
Gabriel Batistuta erzielte für Argentinien insgesamt 10 WM-Tore geschossen.
Gabriel Batistuta erzielte für Argentinien insgesamt zehn WM-Tore. © IMAGO
Der Peruaner Teófilo Cubillas erzielte ebenfalls 10 WM-Tore.
Der Peruaner Teófilo Cubillas schoss ebenfalls zehn WM-Tore. © IMAGO
Auch der Pole Grzegorz Lato kann 10 WM-Tore für sich verbuchen.
Auch der Pole Grzegorz Lato kann zehn WM-Tore für sich verbuchen. © IMAGO
Gary Lineker hat für England ebenfalls 10 WM-Tore geschossen.
Gary Lineker hat für England ebenfalls zehn WM-Tore geschossen. © IMAGO
Thomas Müller schoss für Deutschland ebenso 10 WM-Tore.
Thomas Müller schoss für Deutschland zehn WM-Tore. Bei der WM 2026 wird er seine Ausbeute nicht weiter erhöhen können, weil er seine DFB-Karriere nach der EM 2024 beendet hat.  © IMAGO
Auch Helmut Rahn (links) war für Deutschland insgesamt 10x während einer WM erfolgreich.
Auch Helmut Rahn (links) war für Deutschland insgesamt zehnmal während einer WM erfolgreich. © IMAGO
Auch dem Italiener Roberto Baggio gelangen 9 WM-Tore.
Auch dem Italiener Roberto Baggio gelangen neun WM-Tore. © IMAGO
David Villa erzielte für Spanien 9 WM-Tore.
David Villa erzielte für Spanien neun WM-Tore. © IMAGO
Auch der Portugiese Eusébio schoss insgesamt 9 WM-Tore.
Auch der Portugiese Eusébio schoss insgesamt neun WM-Tore. © IMAGO
Jairzinho erzielte für Brasilien ebenso 9 WM-Tore.
Jairzinho erzielte für Brasilien ebenso neun WM-Tore. © IMAGO
Der Italiener Paolo Rossi konnte 9 WM-Tore erzielen.
Der Italiener Paolo Rossi konnte neun WM-Tore erzielen. © IMAGO
Karl-Heinz Rummenigge konnte insgesamt 9 WM-Tore erzielen.
Karl-Heinz Rummenigge konnte insgesamt neun WM-Tore erzielen. © IMAGO
Auch ein weiterer Deutscher reiht sich hier ein: Uwe Seeler (links) gelangen ebenso 9 WM-Treffer.
Auch ein weiterer Deutscher reiht sich hier ein: Uwe Seeler (links) gelangen ebenfalls neun WM-Treffer. © IMAGO
Bei zwei WM-Teilnahmen mit Italien hat Christian Vieri insgesamt neun Tore erzielt.
Bei zwei WM-Teilnahmen mit Italien hat Christian Vieri insgesamt neun Tore erzielt.  © Imago
Vavá hat neun seiner insgesamt 15 Länderspiel-Tore für Brasilien bei Weltmeisterschaften erzielt.
Vavá hat neun seiner insgesamt 15 Länderspiel-Tore für Brasilien bei Weltmeisterschaften erzielt.  © IMAGO
Neymar ist nicht nur Brasiliens Rekordtorschütze, sondern mit neun Treffern auch in der Liste der WM-Rekordtorschützen dabei.
Neymar ist nicht nur Brasiliens Rekordtorschütze, sondern mit neun Treffern auch in der Liste der WM-Rekordtorschützen dabei.  © IMAGO/Marcio Machado/M.i.S.
Mit Rivaldo hat es eine weitere brasilianische Legende in die Liste geschafft. Acht Tore hat der Stürmer bei Weltmeisterschaften erzielt.
Mit Rivaldo hat es eine weitere brasilianische Legende in die Liste geschafft. Acht Tore hat der Stürmer bei Weltmeisterschaften erzielt.  © Imago
Auch Diego Armando Maradona sind acht WM-Tore gelungen. Eines der wichtigsten war zweifelsfrei im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1986, als Maradona den Ball mit der Hand ins Tor bugsierte – noch immer spricht man daher von der „Hand Gottes“.
Auch Diego Armando Maradona sind acht WM-Tore gelungen. Eines der wichtigsten war zweifelsfrei im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1986, als Maradona den Ball mit der Hand ins Tor bugsierte – noch immer spricht man daher von der „Hand Gottes“.  © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Ademir (Mitte) erzielte für Brasilien insgesamt 9 WM-Tore.
Ademir (Mitte) erzielte für Brasilien insgesamt acht WM-Tore. © IMAGO

Die Pressestimmen aus Italien zu Italiens WM-Fiasko

Tuttosport: „Jetzt müssen alle rausfliegen! Das totale Scheitern. Ein Desaster. Italien sagt zum dritten Mal bitter Lebewohl.“

Gazzetta dello Sport: „Eine weitere historische Niederlage! Wie im schlimmsten Albtraum. Wir halten die Rückkehr zur WM in der Hand - und sehen zu, wie sie uns im Elfmeterschießen entrissen wird. Die Apokalypse geht weiter.“

Corriere dello Sport: „Elfmeterschüsse als Urteil: Eine weitere deprimierende Nacht für den italienischen Fußball. Edin Dzeko fährt mit Bosnien zur WM - und wir nicht.“

Corriere della Sera: „Italienische Apokalypse! Die WM fällt für die Azzurri zum dritten Mal in Serie aus.“

La Stampa: „Italienisches Desaster! Italien scheitert schon wieder, Bosnien-Herzegowina behält im Elfmeterschießen die Nerven.“

Die Pressestimmen aus England zu Italiens WM-Fiasko

The Sun: „Italien verpasst die WM-Qualifikation - nach der katastrophalen Niederlage gegen Bosnien hält der 12-jährige Fluch weiter an.“

The Mirror: „Die Azzurri, die während ihrer schwachen WM-Serie die Euro 2020 gewinnen konnten, müssen das große Turnier in diesem Sommer nun von der Seitenlinie aus verfolgen, obwohl sie die zweiterfolgreichste Mannschaft in der WM-Geschichte sind.“

The Guardian: „Die Geschichte handelt von einer weiteren italienischen Apokalypse, einem weiteren traurigen Ereignis für eine Nation, die zwar vier Weltmeisterschaften bei den Männern gewonnen hat, aber langsam zu glauben beginnt, dass sie vielleicht nie wieder an einer teilnehmen wird, nachdem sie zum dritten Mal in Folge den Einzug verpasst hat.“

Die Pressestimmen aus Spanien zu Italiens WM-Fiasko

Marca: „Italien, das größte Drama im Welt-Fußball. Bosnien begräbt Italien und fährt nach einer epischen Nacht zur WM.“

AS: „Verdammtes Elend, Italien! Italien versank in Tränen und Verzweiflung, da es zum dritten Mal in Folge und zwölf Jahre nach seiner letzten Teilnahme nicht bei der Weltmeisterschaft dabei ist.“

Die Pressestimmen aus Frankreich zu Italiens WM-Fiasko

L’Équipe: „Ciao Italien. Der italienische Fluch hält an. Das kleine Stadion in Zenica hatte mit seinen 9.000 lautstarken Fans und seinem fragwürdigen Spielfeld alle Merkmale einer Falle. Und Gianluigi Donnarumma und seine Mannschaftskameraden sind in diese Falle getappt.“

Le Parisien: „Das Ergebnis bleibt zwar dasselbe, aber Italien schafft es immer wieder, ein neues Szenario zu erfinden, um seine Fans zu enttäuschen.“

Die Pressestimmen aus der Schweiz zu Italiens WM-Fiasko

Blick: „Mamma mia! Italien verpasst die WM schon wieder. Das gibts nicht! Nach 2018 und 2022 verpasst Italien auch die Weltmeisterschaft 2026.“

Tages-Anzeiger: „Drama in Bosnien: Italien verpasst erneut die WM. Italien scheitert im Playoff-Finale im Penaltyschiesen an Bosnien-Herzegowina.“

Die Pressestimmen aus Österreich zu Italiens WM-Fiasko

Kronen-Zeitung: „Super-GAU perfekt! Italien verpasst die WM 2026. In Zenica erlebten die Italiener ein Drama.“

Der Standard: „Drama in Bosnien: Italien verpasst WM zum dritten Mal in Folge.“

Die Pressestimmen aus der USA zu Italiens WM-Fiasko

ESPN: „Durch die Niederlage ist Italien der erste ehemalige Champion der drei Mal in Serie eine Weltmeisterschaft verpasst.“

New York Times: „Italien verpasst die Weltmeisterschaft – zum dritten Mal in Folge. Bosnien eleminiert den vierfachen Weltmeister.“ (rele)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Gribaudi/ImagePhoto

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