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Entscheidung gegen Bosnien

Spionage-Vorwurf gegen Italien vor WM-Quali-Finale

Italien will unbedingt zur WM 2026. Dafür muss ein Sieg gegen Bosnien her. Holen sich die Italiener Hilfe in Form einer Spionage?

Eine Fußball-Weltmeisterschaft ohne Italien? Was lange undenkbar schien, gab es in der jüngeren Vergangenheit tatsächlich. Die WM 2026 möchte die Squadra Azzurra keinesfalls verpassen. In den Playoffs wurde zunächst Nordirland ausgeschaltet, jetzt muss man gegen Bosnien (alle TV-Infos hier) bestehen. Vor dem Anpfiff taucht ein ungeheurer Vorwurf auf: Hat der viermalige Weltmeister etwa einen Spion ausgesandt, um den Gegner auszukundschaften?

Gennaro Gattuso will Italien zur WM 2026 führen.

Am 31. März ertönt um 20.45 Uhr der Anpfiff, Italien und Bosnien treffen im Stadion Bilino Polje aufeinander. 2018 und 2022 saßen Millionen Italiener traurig vor den Fernsehern, denn zweimal in Folge schaffte es ihr Team nicht zur WM. Ein historisches Debakel, das sich auf keinen Fall wiederholen darf. Das bosnische Online-Portal Sport BA wirft jetzt die Frage auf, ob Italien ausschließlich mit erlaubten Mitteln kämpft.

Spionage-Skandal um italienische Nationalmannschaft sorgt für Wirbel in WM-Quali

Am Montag soll demnach das bosnische Teamtraining von einem Soldaten aus Italien beobachtet worden sein. Rund 70 Kilometer von Zenica, dem Spielort, entfernt, hätte der Soldat, der zur EU-Militärmission EUFOR gehören soll, die Nationalmannschaft aus Bosnien beim Training gefilmt. Laut Informationen aus dem bosnischen Teamumfeld nutzte er hierfür sein Handy.

Neben dem eingezäunten Trainingsplatz hätte der italienische Soldat dokumentiert, was das gegnerische Team auf dem Platz trainierte. Ob Trainer und Bundesliga-Legende Sergej Barbarez den vermeintlichen Spionage-Angriff bemerkt hat? Offenbar wurde der ungebetene Besucher schnell ausfindig gemacht und gebeten, umgehend das Areal zu verlassen.

Das Quartier der DFB-Elf bei der WM 2026: Billard, Schach und ganz viel Idylle

Anfang des Jahres entschied der DFB offiziell, welches WM-Domizil die Mannschaft bezieht.
Anfang des Jahres 2025 entschied der DFB offiziell, welches WM-Domizil die Mannschaft bezieht.  © IMAGO
Die Entscheidung ist zugunsten des „The Graylyn Estate“ gefallen. Das Hotel befindet sich in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina.
Die Entscheidung ist zugunsten des „The Graylyn Estate“ gefallen. Das Hotel befindet sich in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina. © IMAGO
Vor über 100 Jahren wurde das altertümliche Gebäude als Privatanwesen errichtet.
Vor über 100 Jahren wurde das altertümliche Gebäude als Privatanwesen errichtet.  © IMAGO
Mittlerweile wird es von der Universität in der Nähe betrieben und ist im Sommer für die Mannschaft des DFB reserviert.
Mittlerweile wird es von der Universität in der Nähe betrieben und ist im Sommer für die Mannschaft des DFB reserviert.  © IMAGO
Das Gelände des Hotels ist 55 Hektar groß. Viel Platz also, um sich optimal vom WM-Stress zu erholen.
Das Gelände des Hotels ist 55 Hektar groß. Viel Platz also, um sich optimal vom WM-Stress zu erholen.  © IMAGO
Das Gelände hat auch einige Rückzugsorte parat, damit der ein oder andere Star die Natur genießen kann.
Das Gelände hat auch einige Rückzugsorte parat, damit der ein oder andere Star die Natur genießen kann.  © IMAGO
In einem prachtvoll gestalteten Speisesaal können die Spieler gemeinsam essen.
In einem prachtvoll gestalteten Speisesaal können die Spieler gemeinsam essen.  © IMAGO
Auch auf der Terrasse haben die DFB-Stars ausreichend Platz, um zusammenzusitzen.
Auch auf der Terrasse haben die DFB-Stars ausreichend Platz, um zusammenzusitzen.  © IMAGO
Auch die Zimmer des Hotels sind sehr edel gestaltet und passen zum Stil des Anwesens.
Auch die Zimmer des Hotels sind sehr edel gestaltet und passen zum Stil des Anwesens.  © IMAGO
Es gibt 85 individuell gestaltete Zimmer. Ob es am Ende Streit um den schönsten Raum gibt?
Es gibt 85 individuell gestaltete Zimmer. Ob es am Ende Streit um den schönsten Raum gibt? © IMAGO
In den Badezimmern gibt es große Wannen, in denen sich die Spieler nach anstrengenden Tagen vielleicht auch mal die ein oder andere Minute Ruhe gönnen können.
In den Badezimmern gibt es große Wannen, in denen sich die Spieler nach anstrengenden Tagen vielleicht auch mal die ein oder andere Minute Ruhe gönnen können.  © IMAGO
Den Zugang zu den zahlreichen Räumen bekommen die Spieler über die beeindruckende Wendelltreppe.
Den Zugang zu den zahlreichen Räumen bekommen die Spieler über eine beeindruckende Wendelltreppe. © IMAGO
In einem kleinen Konferenzsaal kann sich vorwiegend das Trainerteam auf die Spiele vorbereiten.
In einem kleinen Konferenzsaal kann sich vorwiegend das Trainerteam auf die Spiele vorbereiten.  © IMAGO
Doch es gibt auch einen großen Besprechungssaal, in dem unter anderem Videoanalysen möglich sind.
Doch es gibt auch einen großen Besprechungssaal, in dem unter anderem Videoanalysen möglich sind.  © IMAGO
Auch in ihrer Freizeit können es sich die Spieler gemütlich machen. Ob der ein oder andere Spieler vielleicht sogar Schach spielt?
Auch in ihrer Freizeit können es sich die Spieler gemütlich machen. Ob der ein oder andere Spieler vielleicht sogar Schach spielt? © IMAGO
Deutlich häufiger wird wahrscheinlich der Billardtisch benutzt. Vor allem, weil mehrere Spieler gemeinsam spielen können. Wird dort der Ehrgeiz von Stars wie Joshua Kimmich geweckt?
Deutlich häufiger wird wahrscheinlich der Billardtisch genutzt werden. Vor allem, weil mehrere Spieler gemeinsam spielen können. Wird dort der Ehrgeiz von Stars wie Joshua Kimmich geweckt? © IMAGO
Hauptsächlich ist die DFB-Elf natürlich da, um Fußball zu spielen und sich optimal vorzubereiten. Trainieren wird die Mannschaft auf dem Gelände der Wake Forest University.
Hauptsächlich ist die DFB-Elf natürlich vor Ort, um Fußball zu spielen und sich optimal vorzubereiten. Trainieren wird die Mannschaft unter anderem auf dem Gelände der Wake Forest University. © IMAGO
Das Gelände der Universität ist nur wenige Minuten vom Team-Hotel entfernt.
Das Gelände der Universität ist nur wenige Minuten vom Team-Hotel entfernt.  © IMAGO
Auf zwei großen Plätzen wollen Nagelsmann und Co. wohl den ein oder anderen taktischen Kniff ausprobieren, um die Gegner zu überraschen.
Auf zwei großen Plätzen wollen Nagelsmann und Co. wohl den ein oder anderen taktischen Kniff ausprobieren, um die Gegner zu überraschen.  © IMAGO
Das idyllische Trainingsgelände erinnert an die Romantik des Amateur-Fußballs.
Das idyllische Trainingsgelände erinnert an die Romantik des Amateur-Fußballs.  © IMAGO
Die Tribünen vor Ort werden natürlich weitestgehend leer bleiben. Nicht umsonst hat sich der DFB für ein ruhigeres Quartier entschieden.
Die Tribünen vor Ort werden natürlich weitestgehend leer bleiben. Nicht umsonst hat sich der DFB für ein ruhigeres Quartier entschieden.  © IMAGO
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich bereits vor Ort angeschaut, wie die Bedingungen auf dem Platz sind.
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich bereits vor Ort angeschaut, wie die Bedingungen auf dem Platz sind.  © IMAGO
Der Bundestrainer zeigte sogar ein paar Tricks mit einem Mini-Ball. Scheinbar hat der Platz die Belastungsprobe bestanden.
Der Bundestrainer zeigte sogar ein paar Tricks mit einem Mini-Ball. Scheinbar hat der Platz die Belastungsprobe bestanden.  © IMAGO
Kleine Zweifel an der Entscheidung gibt es allerdings auch. „Man hat dort sehr wenig Freizeitaktivitäten drumherum“, meinte zum Beispiel Laura Wontorra gegenüber der Bild.
Ein kleiner Sorgenpunkt bleibt: Aufgrund der Abgeschiedenheit des Quartiers besteht natürlich die Gefahr, dass den DFB-Stars irgendwann die Decke auf den Kopf fällt.  © IMAGO
Ob sich die DFB-Elf für das richtige Quartier entschieden hat, wird man erst im Sommer sehen. Zurzeit scheinen alle Verantwortlichen zufrieden mit der Wahl zu sein.
Ob sich die DFB-Elf für das richtige Quartier entschieden hat, wird man erst im Sommer sehen. Zurzeit scheinen alle Verantwortlichen zufrieden mit der Wahl zu sein.  © IMAGO

Der bosnische Verband möchte den Vorfall nicht auf sich sitzen lassen. Er hat offenbar bereits Beschwerde bei der EUFOR-Mission eingereicht. Aufgefallen war der Soldat übrigens aufgrund der Verweildauer. 15 Minuten hätte er dem Training beiwohnen dürfen. Diese Zeit überschritt er deutlich und hielt das Handy direkt auf das Spielfeld. Klar ist allerdings noch nicht, ob der EUFOR-Soldat tatsächlich auf italienischer WM-Mission unterwegs war. (is)

Rubriklistenbild: © Imago / Newscom World / Buzzi

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