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Nach verweigerter Einreise
USA äußern Terror-Vorwurf gegen WM-Schiedsrichter – zu Hause wird er gefeiert
Schiedsrichter Omar Artan darf nicht bei der WM pfeifen. Die US-Behörden verweigerten die Einreise. Bei der Rückkehr nach Somalia wird er gefeiert.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 beginnt am Donnerstag mit dem Auftaktspiel Mexiko gegen Südafrika. Es ist der Startschuss zur bislang größten WM aller Zeiten mit 48 Teams und 104 Spielen. Nicht mit dabei: der somalische Schiedsrichter Omar Artan, der als erster Referee seines Landes bei einer WM pfeifen sollte.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Der 34-Jährige wurde bei der Einreise in die USA von den Behörden abgewiesen. Nachdem Artan mehr als elf Stunden befragt worden sei, sei sein gültiges Visum nicht akzeptiert worden. Anschließend musste er den Rückflug nach Istanbul antreten. Seinen Traum von einem Einsatz bei der WM muss er begraben. Der Vorfall kurz vor WM-Start sorgte für reichlich Aufsehen und Kritik an den US-Behörden.
WM-Schiedsrichter Artan wegen Terror-Verdacht von USA abgewiesen
Ein nicht namentlich genannter US-Regierungsvertreter teilte inzwischen CNN mit, die Überprüfung am Flughafen Miami habe bei Artan „Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“ ergeben. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Artan selbst hatte der New York Times berichtet, er sei nach seiner Befragung auch kurzzeitig in eine Arrestzelle gesperrt worden.
US-Grenzbeamte hätten ihn vor allem zur islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab befragt, die in Somalia gegen die Regierung kämpft. Artan zeigte sich „sehr, sehr enttäuscht“: „Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum.“ Die US-Regierung von Donald Trump fährt seit Wochen einen harten Kurs bei den Einreisebestimmungen. Artans Heimatland Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von den verschärften Regelungen betroffen sind.
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Das somalische Ministerium für Jugend und Sport kritisierte die Entscheidung scharf. Omar Artan sei die Einreise „ohne einen triftigen Grund“ verweigert worden. Die FIFA teilte mit, nicht an Einwanderungsverfahren beteiligt zu sein. Das Gastgeberland habe das ultimative Recht über die Visavergabe.
Immerhin ein kleiner Trost für Artan, der 2025 als Afrikas bester männlicher Schiedsrichter ausgezeichnet worden war: Am Flughafen der Hauptstadt Mogadischu wurde der 34-Jährige von Offiziellen und hunderten Anhängern mit somalischen Flaggen begeistert empfangen. „Ich verspreche euch, so Gott will, dass ich bei der nächsten dabei sein werde“, sagte Artan laut Nachrichtenagentur AP. Er wolle der somalischen Bevölkerung Mut machen. (LuHa)