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Qualitative Breite fehlt

Transfermarkt-Pflicht für Eintracht Frankfurt in der Winterpause

Nach der Pokal-Pleite gegen den BVB sollte Eintracht Frankfurt entsprechende Schlüsse ziehen. Es fehlt an Kadertiefe, analysiert Christopher Michel.

Frankfurt – Es sind erst zehn Minuten gespielt in diesem Pokalknaller zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund (1:1/2:4 n. E.), da hält die Kurve der Hessen die Luft an. Jonathan Burkardt liegt am Boden und muss längere Zeit behandelt werden. Am Ende gibt es warmen Applaus für den Angreifer, er kann weitermachen. Glück gehabt!

Wird Markus Krösche im Winter auf dem Transfermarkt aktiv?

Während Gästetrainer Niko Kovač seinen Star Serhou Guirassy schonen und mit einem Angreifer der Güteklasse Maximilian Beier ersetzen kann, muss Eintracht-Coach Dino Toppmöller vollständig auf die Karte Burkardt setzen. Der 25-Jährige verbringt die gesamten 120 Minuten auf dem Platz. Das Vertrauen von Toppmöller in den Ersatz geht gegen null!

Eintracht fehlt die qualitative Breite im Kader

Es ist eine wichtige Erkenntnis nach der bitteren Niederlage gegen den BVB. Der erste Anzug der Frankfurter hat zwar gegen die Güteklasse FC Bayern München oder FC Liverpool keine Chance. Ein Duell gegen Dortmund hingegen kann das Team in Phasen überlegen gestalten. Da muss sich die Eintracht wahrlich nicht verstecken.

Kompliziert wird es allerdings dann, wenn den Leistungsträgern Burkardt oder Nathaniel Brown die Luft ausgeht. Sie müssen auf die Zähne beißen und durchhalten, weil die Alternativen fehlen. Michy Batshuayi kommt erst in Minute 119 für das Elfmeterschießen auf den Platz. Und Elye Wahi? Er spielt in einer engen Partie gegen ein Topteam keine Rolle. Dieser Transfer entwickelt sich zum Missverständnis.

Toppmöller setzt daher im Regelfall auf einen Kreis von 14, 15 Spielern – und das, obwohl er Woche für Woche „aus dem Vollen schöpfen“ kann. Es fehlen die Durchstarter, wie es sie vor einem Jahr mit Brown und Nnamdi Collins noch gegeben hat. Zudem haben die Verantwortlichen den Abgang von Tuta offenbar unterschätzt. Der Brasilianer war flexibel einsetzbar, beliebt im Team und erfahren.

Dem Kader fehlt somit die nötige qualitative Breite für drei Wettbewerbe. Das rächt sich vor allem in diesen fifty-fifty-Duellen. Wenn im Winter Farès Chaibi und Ellyes Skhiri zum Afrika-Cup reisen, wird es für Toppmöller kurzfristig noch enger. Eine langfristige Verletzung eines Leistungsträgers lässt sich nur sehr schwer kompensieren. Das Thema Frische wird noch häufiger auf den Tisch kommen.

Krösche muss daher in der Winterpause auf dem Transfermarkt aktiv werden. Vor allem der Sturm steht im Zentrum. Bei Wahi sollte der Klub eine Trennung anstreben und dafür mindestens einen neuen Angreifer holen. Ein flexibler Qualitätsspieler für die Defensive müsste ebenfalls auf dem Zettel stehen. Zwar ist die Eintracht im Pokal nicht mehr dabei.

In der Champions League ist das Ziel, die Zwischenrunde zu erreichen, jedoch noch erreichbar. Schon jetzt steht fest: 2026 hat die Eintracht bis Ende Mai mindestens 21 Pflichtspiele zu bestreiten. Dafür braucht Toppmöller eine stärkere Bank. Ansonsten wird das Team auch in der Bundesliga irgendwann an körperliche Grenzen stoßen.

Rubriklistenbild: © Imago/Kessler-Sportfotografie

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