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Starke Leistung
Deutscher Schiedsrichter Siebert glänzt im CL-Finale – wieso darf er nicht zur WM?
Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert leitete souverän das Finale der Königsklasse. Ein WM-Einsatz ist ihm dennoch nicht vergönnt.
Das Champions-League-Finale zwischen dem FC Arsenal und Paris St. Germain ist Geschichte. Die Franzosen triumphierten im Elfmeterschießen und verteidigten ihren Titel am Ende auch etwas glücklich. Neben den 22 Superstars auf dem Platz hatte aber auch ein deutscher Schiedsrichter im Mittelpunkt gestanden: Daniel Siebert. Der Unparteiische erwischte einen richtig starken Abend und wurde europaweit zu seiner Leistung beglückwünscht.
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Auch der ehemalige deutsche Schiedsrichter Torsten Kinhöfer zog seinen Hut vor Siebert. Im ZDF sprach er von „unmenschlichem Druck“. Siebert hätte mit seinem Auftritt „Werbung für das deutsche Schiedsrichterwesen“ betrieben. Für Knut Kircher war nach der Partie klar: Siebert hatte den Kracher komplett im Griff und entschied in allen strittigen Situationen goldrichtig.
Dennoch keine WM: Schiedsrichter Siebert für CL-Finale mit Lob überschüttet
Das deutsche Schiri-Team hätte, so Kircher, „in diesem anspruchsvollen Spiel ein sehr fokussiertes und geradliniges Spielmanagement mit klarster Linie“ gezeigt. „Das deutsche Schiedsrichterwesen ist sehr stolz auf alle und gratuliert zu diesem tollen Spiel, was für immer bleiben wird“, so der Chef der deutschen Elite-Schiedsrichter auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes.
In der 62. Minute hatte Siebert nach einem Foul von Cristhian Mosquera an Khvicha Kvaratskhelia auf den Elfmeterpunkt gezeigt. „Das ist die absolut richtige Entscheidung. Und es ist stark, das in Realgeschwindigkeit zu sehen“, lobte Kircher. Als es in der Verlängerung eine strittige Strafraum-Szene zwischen Nuno Mendes und Noni Madueke gab, verzichtete Siebert hingegen auf einen Pfiff.
Von „Glatze gnadenlos“ bis „Imperator“: Das sind die bekanntesten Fußball-Schiedsrichter der Welt
Für Kircher absolut richtig, er analysierte: „Ein Gerangel. Ich gehe konform mit ihm“, sagte Kinhöfer: „Das ist in der Verlängerung eines Finals kein Strafstoß. Beide halten, beide zerren.“ Der fünfte deutsche Schiedsrichter, der ein Endspiel in der Königsklasse leiten durfte, machte an diesem 30. Mai nichts falsch. Die FIFA allerdings scheint sich nicht für sein Können zu interessieren, bei der WM darf der 42-Jährige nicht pfeifen.
Vor vier Jahren war Siebert nach Katar gereist, pfiff dort zwei Spiele. In Kanada, Mexiko und den USA wird aus dem deutschen Team einzig Felix Zwayer vertreten sein. Für den CL-Final-Schiri ist die Saison 2025/26 also beendet. Trotz WM-Frust stehen zum Abschluss eine bärenstarke Leistung auf internationaler Bühne sowie haufenweise Komplimente. (is)