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Ex-Bundesliga-Profi klärt auf
„Nicht die FIFA braucht die Klub-WM“: Wer vom Milliarden-Vorhaben profitieren soll
Die FIFA rechnet bei der Klub-WM mit Einnahmen von etwa zwei Milliarden US-Dollar. Der Weltfußballverband soll jedoch nicht der Nutznießer sein.
Zürich/München – Die neue Klub-Weltmeisterschaft der FIFA findet vom 15. Juni bis 13. Juli 2025 mit 32 Teams in den USA statt. Und mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund sind zwei Klubs aus der Bundesliga vertreten!
Die FIFA rechnet mit Einnahmen in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar. Der Weltfußballverband werde allerdings „keinen einzigen Dollar“ einbehalten, versicherte FIFA-Präsident Gianni Infantino unlängst.
Der frühere Bundesliga-Profi Gelson Fernandes arbeitet nach seinem 2020 erfolgten Karriereende bei Eintracht Frankfurt inzwischen bei der FIFA als Direktor für den afrikanischen Kontinent. Im Interview mit dem Online-Portal RG betont der ehemalige Nationalspieler der Schweiz: „Nicht die FIFA braucht die Klub-Weltmeisterschaft, sondern die Welt des Fußballs braucht sie. Die Vereine außerhalb Europas brauchen diesen Wettbewerb.“
Im Klubfußball steckt das Geld vor allem in Europa. Das nicht zuletzt ob der hohen Preisgelder in der Champions League.
Neben dem FC Bayern und Borussia Dortmund nehmen mit dem FC Chelsea, Manchester City, Real Madrid, Atlético, Paris Saint-Germain, Inter Mailand, Juventus Turin, Benfica, dem FC Porto und FC Red Bull Salzburg insgesamt zwölf europäische Mannschaften an der Klub-WM teil.
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Daneben gehen 20 Konkurrenten von anderen Kontinentalverbänden bei der Klub-WM an den Start. Für sie sind die Einnahmen besonders wertvoll.
Gesamter Klubfußball soll von der Klub-WM profitieren
Aber nicht nur die 32 teilnehmenden Klubs sollen vom neuen Wettbewerb mit Prämien in Höhe von rund 930 Millionen Euro profitieren, sondern der gesamte Klubfußball.
Die FIFA teilte mit, Solidaritätszahlungen in Höhe von rund 230 Millionen Euro an Vereine aus aller Welt auszuschütten, die nicht an der Klub-WM teilnehmen. Infantino stellte klar, der Klubfußball solle von der Klub-WM „in einem Ausmaß profitieren, wie es noch bei keinem anderen Wettbewerb der Fall war“.
Laut Fernandes können sich die Vereine und Fans auf ein Spektakel freuen. „Die Vereine und Fans sind sehr begeistert und freuen sich darauf, sich in diesem Format mit den Besten zu messen. Die Fußballwelt ist bereit und hat Lust auf diesen Klubwettbewerb“, meint der 38-Jährige.
Fernandes, der mit der Schweiz an drei Weltmeisterschaften teilnahm, bedauert, dass er selbst nie die Gelegenheit hatte, bei einem Turnier wie der Klub-WM mitspielen zu können. „Ich würde es genießen, meinen Verein auf einer solchen Bühne zu vertreten und gegen Weltklassespieler aus der ganzen Welt anzutreten. Das ist der Grund, warum man überhaupt Fußballer wird, um die Möglichkeit zu haben, auf der größten Bühne und gegen die Besten zu spielen“, so der Ex-Defensivspieler.
Europas Teilnehmer bekommen unter anderem Konkurrenz von Messi
Aufgrund der vermeintlichen Mehrbelastung wird die Klub-WM von einigen Beobachtern kritisch betrachtet. Fernandes sagt im Vorfeld: „Die Leute wissen nicht genau, was sie von diesem Wettbewerb erwarten können, also sollen sie sich überraschen lassen – es wird gut werden. Es nehmen viele Mannschaften teil, dadurch erhöht sich auch die Chance auf Überraschungen.“
Die Europäer gehören bei der Klub-WM zweifellos zum Favoritenkreis. Vereine wie die Boca Juniors oder River Plate aus Argentinien, Botafogo, Palmeiras, Flamengo oder Fluminense aus Brasilien, aber auch MLS-Team Inter Miami um Superstar Lionel Messi wollen konkurrieren und weit kommen.
Bayern- und BVB-Vertreter freuen sich auf Klub-WM
Bei den Vertretern des FC Bayern und von Borussia Dortmund ist die Vorfreude vor dem Turnier groß. „Die Klub-WM wird garantiert durch die Decke gehen, davon bin ich überzeugt“, betonte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, laut dem der Wettbewerb „einfach Sinn“ ergebe. Nicht zuletzt deshalb, da die Klub-WM „garantiert ein Umsatztreiber“ sein werde.
Bayerns Mittelfeldspieler Joshua Kimmich sagte: „Generell bin ich schon ein Fan von vielen Spielen. (…) Meine Generation hat nichts mehr zu verschenken. Wir wollen jeden Titel gewinnen.“ Auch Kimmichs Teamkollege Manuel Neuer freut sich auf den neuen Wettbewerb. „Es sind zwar wieder mehr Spiele, aber dieses Turnier ist ähnlich wie eine Europa- oder Weltmeisterschaft. Wir treten an, um dieses Turnier zu gewinnen. Das wird auch für mich eine neue Erfahrung“, so der Torhüter des FC Bayern.