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„Stellen uns mehr Hürden in den Weg“

„Die FIFA sollte uns mehr helfen“: WM-Zoff um Iran geht in die nächste Runde

Nach dem WM-Auftakt des Iran eskaliert ein Streit um die Reiseplanung. Die USA widersprechen den Vorwürfen der iranischen Mannschaft deutlich.

Sportlich startete der Iran mit einem 2:2 gegen Neuseeland in die Weltmeisterschaft (16. Juni), doch abseits des Rasens sorgt die Mannschaft bereits für Schlagzeilen. Zwischen dem iranischen Verband und den Organisatoren der WM ist ein Streit über die Reiseplanung nach dem Auftaktspiel entbrannt – und inzwischen haben die USA auf die Vorwürfe reagiert.

Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.

Aus Sicht der iranischen Nationalmannschaft verlief die Abreise alles andere als optimal. Kapitän Mehdi Taremi kritisierte die Verantwortlichen scharf und beklagte mangelnde Unterstützung durch die FIFA. „Ich denke, das ist nicht gut für den Fußball. Bei einer Weltmeisterschaft musst du dich vernünftig auf das nächste Spiel vorbereiten können. Aber wir bekommen diese Unterstützung nicht. „Die FIFA sollte uns mehr helfen“, sagte der 33-Jährige.

Iran erhält keine Unterstützung bei Spielabreise

Auch Nationaltrainer Amir Ghalenoei zeigte sich verärgert. Nach seinen Angaben sei der Mannschaft unmittelbar nach dem Spiel mitgeteilt worden, dass sie Los Angeles verlassen müsse. „Nach dem Spiel wurde uns gesagt: Ihr müsst sofort abreisen“, erklärte der Coach. „Man hat uns aufgefordert, in ein Flugzeug zu steigen und in unser Trainingslager in Tijuana zurückzukehren, und das bereitet uns große Sorgen. Sie zwingen uns, vorzeitig zurückzufahren. Sie machen die Situation immer schwieriger, stellen uns immer mehr Hürden in den Weg [...].“

Die Gegenseite weist die Kritik jedoch zurück. Andrew Giuliani, Geschäftsführer der FIFA-Taskforce des Weißen Hauses, erklärte gegenüber der Associated Press: „Wir haben deutlich gemacht, dass dies der Ablauf war.“ Nach Darstellung der US-Seite sei die Rückreise nach Tijuana von Beginn an Teil der Planungen gewesen. Die Iraner wiederum gingen offenbar davon aus, die Nacht nach dem Spiel in Kalifornien verbringen zu können.

Unwetter sorgt für Wasserschlacht: Die schönsten und skurrilsten Fan-Bilder der WM 2026

Der Regen beim Spiel zwischen Frankreich und dem Irak war sogar so stark, dass einige Bereiche des Stadions überflutet waren. Ein Fotograf sucht Schutz.
Der Regen beim Spiel zwischen Frankreich und dem Irak war sogar so stark, dass einige Bereiche des Stadions überflutet waren. Ein Fotograf sucht Schutz.  © Petr David Josek
Im Spiel zwischen Frankreich und dem Irak sorgt ein Unwetter für eine Unterbrechung. Einige Fans müssen sogar die Tribüne verlassen.
Im Spiel zwischen Frankreich und dem Irak sorgt ein Unwetter für eine Unterbrechung. Einige Fans müssen sogar die Tribüne verlassen.  © Petr David Josek
WM-Neuling Usbekistan musste sich zum Auftakt gegen Kolumbien geschlagen geben. Die „White Wolves“ sorgten dabei trotzdem für Highlights auf und neben dem Platz. Die Fans schmücken sich mit auffälligen Hüten.
Der Fanblock Usbekistans zeigt sich überwiegend in weiß und mit Umhängefahnen. Besonders auffällig sind die grünen Hüte der „White Wolves“. © picture alliance/dpa/AP | Silvia Izquierdo
Die Fans von Portugal tragen mit Stolz ihre Farben – auch im Gesicht. Neben Umhängefahnen und Gesichtsbemalung sind vor allem Trikots von Superstar Cristiano Ronaldo ganz hoch im Kurs.
Portugals Fans setzen auch auf Gesichtsbemalung. Alles in Verbandsfarben versteht sich. Ganz hoch im Kurs: Trikots von CR7. © picture alliance/dpa | Tom Weller
Auch im Spiel zwischen Ghana und Panama sind viele Fans im Stadion - ein paar mehr Fahnen hätten schon noch Platz gehabt.
Auch im Spiel zwischen Ghana und Panama sind viele Fans im Stadion - ein paar mehr Fahnen hätten schon noch Platz gehabt. © picture alliance/dpa/The Canadian Press | Nathan Denette
Während des Spiels zwischen dem Iran und Neuseeland hielten Fans im Stadion ein Banner mit der Aufschrift „42.000 #IranMassacre“ hoch.
Während des Spiels zwischen Iran und Neuseeland hielten Fans im Stadion ein Banner mit der Aufschrift „42.000 #IranMassacre“ hoch. Ein Hinweis auf einen Protest Anfang des Jahres in Teheran, der von iranischen Sicherheitskräften blutig niedergeschlagen wurde. Die Zahl von 42.000 Opfern wurde von US-Präsident Donald Trump verbreitet. Unabhängige Quellen sprechen von 36.500 bis 43.000 Opfern.  © picture alliance/dpa/AP | Mark J. Terrill
Obwohl von der FIFA im Stadion verboten zeigten unzählige iranische Fans beim WM-Spiel gegen Neuseeland die vorrevolutionäre Flagge im Stadion. Ein Zeichen gegen die iranische Terrorregierung, die bereits verkündete viele der im Stadion Protestierenden identifiziert zu haben. Offiziell droht ihnen die Beschlagnahmung von Vermögenswerten im Iran, sollten diese existent sein.
Obwohl von der FIFA im Stadion verboten, zeigten unzählige iranische Fans beim WM-Spiel gegen Neuseeland die vorrevolutionäre Flagge im Stadion. Ein Zeichen gegen die iranische Terrorregierung. Das Regime in Teheran hat bereits verkündet, viele der im Stadion Protestierenden identifiziert zu haben. Offiziell droht ihnen die Beschlagnahmung von Vermögenswerten im Iran, sollten diese existent sein. © Witters GmbH/JoelMarklund
In Uruguay steht Gesichtsbemalung hoch im Kurs – und natürlich darf auch der Miniatur-WM-Pokal nicht fehlen. Zwei Mal konnte die „La Celeste“ bereits die Fußball-Weltmeisterschaft gewinnen (1930 und 1950).
In Uruguay steht Gesichtsbemalung hoch im Kurs – und natürlich darf auch der Miniatur-WM-Pokal nicht fehlen. Zwei Mal konnte die „La Celeste“ bereits die Fußball-Weltmeisterschaft gewinnen (1930 und 1950). © apict
Ob auch der Obelix-Darsteller mit seinen ersten Ballkontakt für den Ausgleich im Gruppenspiel gegen Ägypten gesorgt hätte? Aufgrund des augenscheinlichen Fitnesslevels ist das wohl anzuzweifeln, zum Jubeln hat es beim belgischen Fan nach dem Treffer von Romelu Lukaku aber sicherlich gereicht.
Ob auch der Obelix-Darsteller mit seinem ersten Ballkontakt für den Ausgleich im Gruppenspiel gegen Ägypten gesorgt hätte? Aufgrund des augenscheinlichen Fitnesslevels ist das wohl anzuzweifeln. Zum Jubeln hat es beim belgischen Fan nach dem Treffer von Romelu Lukaku aber sicherlich gereicht.  © picture alliance/dpa/AP | Lindsey Wasson
Die jubelnden Fans von Kap Verde sind kein besonderes Fan-Foto an sich, doch im Kontext entfaltet es seine ganze Wirkung. Beim sensationellen Unentschieden gegen Spanien durfte dann auch einmal vom Weltpokal geträumt werden.
Die jubelnden Fans von Kap Verde sind an sich kein besonderes Fan-Foto, doch im Kontext entfaltet es seine ganze Wirkung. Beim sensationellen Unentschieden gegen Spanien durfte dann auch einmal vom Weltpokal geträumt werden.  © picture alliance/dpa/AP | Erik S. Lesser
Schwedisch-mexikanisches Crossover beim Spiel der Schweden gegen Tunesien. In Guadalupe jubelten auch eine Menge Mexikaner über den 5:1-Sieg der Schweden über Tunesien.
Schwedisch-mexikanisches Crossover beim Spiel der Schweden gegen Tunesien. In Guadalupe jubelten auch eine Menge Mexikaner über den 5:1-Sieg der Schweden über Tunesien. © picture alliance/dpa/AP | Matias Delacroix
Weniger Erfolg brachte die Aya Huma Maske dieses ecuadorianischen Fans zum WM-Auftakt gegen die Elfenbeinküste. Die Maske hat hinten und vorne ein Gesicht und steht unter anderem für die Dualität der Natur. Vielleicht vertraut der Maskenträger ja darauf, dass Ecuador nach der Niederlage zum WM-Beginn bald ein besseres Gesicht zeigt.
Weniger Erfolg brachte die Aya Huma Maske dieses ecuadorianischen Fans zum WM-Auftakt gegen die Elfenbeinküste. Die Maske hat hinten und vorne ein Gesicht und steht unter anderem für die Dualität der Natur. Vielleicht vertraut der Maskenträger ja darauf, dass Ecuador nach der Niederlage zum WM-Beginn bald ein besseres Gesicht zeigt. © AFP/CHARLY TRIBALLEAU
Beste Stimmung bei den niederländischen Fans vor dem Aufeinandertreffen mit Japan. Inklusive Oranje-Bus ging es beim Fanmarsch zum Stadion in Dallas.
Beste Stimmung bei den niederländischen Fans vor dem Aufeinandertreffen mit Japan. Inklusive Oranje-Bus ging es beim Fanmarsch zum Stadion in Dallas. © picture alliance/dpa/AP | LM Otero
Nach dem Spiel zwischen der Niederlande und Japan dann ein beinahe schon gewohntes Bild auf den Rängen. Japanische Fans räumen hinter den anderen her. An sich ein schöne Geste, die es aber gar nicht bräuchte, würde nur jeder Besucher seinen eigenen Müll aufräumen.
Nach dem Spiel zwischen der Niederlande und Japan dann ein beinahe schon gewohntes Bild auf den Rängen. Japanische Fans räumen hinter den anderen her. An sich ein schöne Geste, die es aber gar nicht bräuchte, würde nur jeder Besucher seinen eigenen Müll aufräumen. © picture alliance/dpa/AP | Jessica Tobias
Die deutsche Fußballnationalmannschaft wurde beim Spiel gegen Curaçao generationenübergreifend unterstützt. Ob mit oder ohne Hosenträger.
Die deutsche Fußballnationalmannschaft wurde beim Spiel gegen Curaçao generationenübergreifend unterstützt. Ob mit oder ohne Hosenträger. © picture alliance/dpa | Christian Charisius
In keine Kategorie formvollendet, dafür aber mit umso mehr Enthusiasmus zeigten sich Australien-Fans vor dem Spiel gegen die Türkei.
In keine Kategorie formvollendet, dafür aber mit umso mehr Enthusiasmus zeigten sich Australien-Fans vor dem Spiel gegen die Türkei. © picture alliance/dpa/The Canadian Press | Ethan Cairns
Beste Stimmung herrschte bei den schottischen Fans vor dem Spiel gegen Haiti in Boston. Da durfte auch der obligatorische Dudelsack nicht fehlen.
Beste Stimmung herrschte bei den schottischen Fans vor dem Spiel gegen Haiti in Boston. Da durfte auch der obligatorische Dudelsack nicht fehlen. © picture alliance/dpa/AP | Martin Meissner
Vor dem Spiel gegen Haiti gab es für einige Schotten nicht nur reine Party, sondern auch etwas Kultur. Das Schiff im Hafen von Boston wurde schnell in Beschlag genommen.
Vor dem Spiel gegen Haiti gab es für einige Schotten nicht nur reine Party, sondern auch etwas Kultur. Das Schiff im Hafen von Boston wurde schnell in Beschlag genommen.  © picture alliance/dpa/PA Wire | Andrew Milligan
Dass auch die große in Boston lebende haiitianische Gemeinde etwas von Fußball-Folklore versteht, zeigte diese mit einem Fanmarsch vor dem Gruppenspiel gegen Schottland.
Dass auch die große in Boston lebende haiitianische Gemeinde etwas von Fußball-Folklore versteht, zeigte diese mit einem Fanmarsch vor dem Gruppenspiel gegen Schottland. © picture alliance/dpa/AP | Martin Meissner
Die Laune bei den brasilianischen Fans war vor dem Gruppenspiel gegen Marokko bestens. Auch wenn das Gruppenkostüm schon etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Die Laune bei den brasilianischen Fans war vor dem Gruppenspiel gegen Marokko bestens. Auch wenn das Gruppenkostüm schon etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde. © picture alliance/dpa | Christoph Lother/dpa
Keine außergewöhnliche Stimmung, dafür eine besondere Aussicht. Fans der marokkanischen Nationalmannschaft machen vor dem Spiel gegen Brasilien an der Brooklyn Bridge Brotzeit.
Keine außergewöhnliche Stimmung, dafür eine besondere Aussicht. Fans der marokkanischen Nationalmannschaft machen vor dem Spiel gegen Brasilien an der Brooklyn Bridge Brotzeit. © picture alliance/dpa/AP | Andres Kudacki
Für 2022-Flashbacks sorgte die katarischen Fans auf der Tribüne in San Francisco. Am Ende gab es sogar den Last-Minute-Ausgleich gegen die Schweiz zu bejubeln.
Für 2022-Flashbacks sorgte die katarischen Fans auf der Tribüne in San Francisco. Am Ende gab es sogar den Last-Minute-Ausgleich gegen die Schweiz zu bejubeln. © picture alliance/dpa/AP | Eakin Howard
Dieser Hund ist offenbar genauso sehr Fußball-Fan, wie seine Besitzer. Nicht zu übersehen, dass er bei dieser Weltmeisterschaft Mexiko unterstützt.
Auch Haustiere werden zur WM in Schale geschmissen. © picture alliance/dpa | Felix Marquez
In ebenso traditionellen wie farbenfrohen Gewändern zeigen sich diese mexikanischen Fans vor Anpfiff des Eröffnungsspiels ihrer Nation gegen Südafrika. Der Austragungsort zeigt gleich zu Beginn des Turniers, was die Zuschauer aus aller Welt dort erwartet.
Fiesta Mexikana – traditionell und farbenfroh zeigen sich diese mexikanischen Fans vor Spielbeginn. © picture alliance/dpa | Tom Weller
Mit prächtiger Federkrone auf dem Kopf und ledernen Armbändern. Dieser Mexiko-Fan sticht aus der Masse heraus und freut sich sichtlich auf das anstehende Turnier.
Etwas ausgefallener zeigt sich dieser Mexiko-Fan.  © picture alliance/dpa | Tom Weller
Fans der mexikanischen Fußballnationalmannschaft feiern ihren Sieg über die südafrikanische Nationalmannschaft im Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft 2026. Kaum zu erkennen durch die Masken, die man sonst von einem bekannten Wrestler kennt.
Maskiert und mit Krawatte in den Farben Mexikos. © picture alliance/dpa | Felix Marquez
Den Wetterbedingungen zum Trotz hält dieser Fan die Fahne seines Landes in die Höhe. Nicht ohne Grund: Mexiko gewann zuvor das Auftaktspiel der WM gegen Südafrika mit 2:0.
Bei Wind und Wetter – die mexikanische Fahne weht. © picture alliance/dpa/AP | Marco Ugarte
Mit jede Menge Farbe, Gesichtsmalerei und Details. Diese Südafrikanerin bringt einen Hauch „bafana-bafana“-Flair ins Aztekenstadion.
Diese Südafrikanerin zeigt, wie farbenfroh ihr Land ist. © picture alliance/dpa | Tom Weller
Der Wunsch von diesem kolumbischen Fan ist wohl klar zu erkennen. Die Elf rund um Luis Diaz startet mit einem Sieg gegen Usbekistan in das Tunier.
Der Wunsch von diesem kolumbischen Fan ist wohl klar zu erkennen. Die Elf rund um Luis Diaz startet mit einem Sieg gegen Usbekistan in das Tunier. © picture alliance/dpa/AP | Fernando Llano
Hinter Maske und Perücke verbirgt sich ein Anhänger Südkoreas. Grund zum Feiern hatte er nach dem 2:1-Siegtreffer seiner Mannschaft im ersten Gruppenspiel gegen Tschechien.
Kaum zu erkennen – dieser maskierte Fan feiert den Siegtreffer der Südkoreaner. © picture alliance/dpa/AP | Ahn Young-joon
Die türkischen Fans jubeln bereits in Vancouver. Ihre Mannschaft hat das Hotel erreicht und wird standesgemäß empfangen.
Auch die Fans der Türkei sind bereits vor Ort angekommen und feiern ihr Team vorab mit Gesängen und Rauch. © picture alliance/dpa/FR172365 AP | Emma Peterson

Für zusätzliche Diskussionen sorgte außerdem, dass laut mehreren internationalen Medien, darunter der Guardian, ursprünglich noch eine Regenerationseinheit für Dienstagvormittag (16. Juni) in Los Angeles vorgesehen gewesen sein soll. Erst anschließend hätte die Mannschaft demnach nach Mexiko zurückkehren sollen. Dadurch stehen nun unterschiedliche Darstellungen über die tatsächlichen Absprachen im Raum.

Begleitet wurde der iranische WM-Auftakt zudem von politischen Botschaften auf den Tribünen. Zuschauer zeigten Banner mit den Aufschriften „42.000 #IranMassacre“ sowie „Minab168“, die auf Ereignisse im Iran Bezug nahmen. Während der iranischen Nationalhymne waren zudem deutlich Pfiffe im SoFi Stadium zu hören. Die Spieler standen dabei geschlossen im Mittelkreis und hielten eine Hand auf die Brust. (LF)

Rubriklistenbild: © Gregory Bull / AP

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