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Rücktritt offiziell

„Tut mir von Herzen leid und weh“: Emotionaler Nagelsmann-Abschied – ganz anders als seine Vorgänger

Julian Nagelsmann tritt als Bundestrainer zurück. In einer persönlichen Stellungnahme verabschiedet sich der 38-Jährige mit emotionalen Worten von den DFB-Fans.

Nach drei Jahren als Trainer der deutschen Nationalmannschaft endet die Amtszeit von Julian Nagelsmann beim DFB-Team. Nach dem blamablen WM-Aus tritt der 38-Jährige mit sofortiger Wirkung zurück – das ist seit Freitagmittag offiziell. Sein Nachfolger steht wohl bereits ante portas, wie der DFB vermeldete.

Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.

Für den einstigen Hoffnungsträger Julian Nagelsmann endet damit ein Kapitel, das im Vorfeld der Heim-EM 2024 eine Aufbruchsstimmung auslöste. Die schleppende WM-Qualifikation und das frühe Aus bei der WM 2026 markierten jedoch den sportlichen Tiefpunkt einer insgesamt enttäuschenden Entwicklung. Direkt nach dem Ausscheiden hatte der 38-Jährige Rücktrittsambitionen noch ausgeschlossen, seine Meinung nun jedoch geändert und den DFB darum gebeten, von seinen Aufgaben entbunden zu werden.

Nagelsmann verabschiedet sich mit emotionalen Worten als Bundestrainer

„Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen“, erklärt Nagelsmann nun seinen Rücktritt. „Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient“, ergänzt er.

„Ich möchte mich bei meinem Trainerteam, dem Staff und allen Menschen im Verband bedanken, die uns unterstützt haben, vor allem auch bei den Spielern, mit denen ich vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte“, so Nagelsmann in seinem Abschiedsstatement weiter. Einen besonderen Dank richtet er zudem noch an die deutschen Fans aus.

Klopp der Nächste? Das sind alle deutschen Fußball-Bundestrainer

Der neue Bundestrainer Julian Nagelsmann vor einem Bundesliga-Spiel des FC Bayern
Julian Nagelsmann: Bundestrainer 2023 bis 2026; 37 Spiele (23 Siege, 7 Remis, 7 Niederlagen) © IMAGO/Revierfoto
Hansi Flick: Bundestrainer 2021 bis 2023; 25 Spiele (12 Siege, 7 Remis, 6 Niederlagen)
Hansi Flick: Bundestrainer 2021 bis 2023; 25 Spiele (12 Siege, 7 Remis, 6 Niederlagen) © IMAGO
Joachim Löw: Bundestrainer 2006 bis 2021; 198 Spiele (124 Siege, 40 Remis, 34 Niederlagen); Weltmeister-Trainer 2014
Joachim Löw: Bundestrainer 2006 bis 2021; 198 Spiele (124 Siege, 40 Remis, 34 Niederlagen); Weltmeister-Trainer 2014 © Laci Perenyi
Jürgen Klinsmann: Bundestrainer 2004 bis 2006; 34 Spiele (20 Siege, 8 Remis, 6 Niederlagen)
Jürgen Klinsmann: Bundestrainer 2004 bis 2006; 34 Spiele (20 Siege, 8 Remis, 6 Niederlagen) © imago sportfotodienst
Rudi Völler: Teamchef 2000 bis 2004; 53 Spiele (29 Siege, 11 Remis, 13 Niederlagen)
Rudi Völler: Teamchef 2000 bis 2004; 53 Spiele (29 Siege, 11 Remis, 13 Niederlagen) © Imago
Erich Ribbeck: Teamchef 1998 bis 2000; 24 Spiele (10 Siege, 6 Remis, 8 Niederlagen)
Erich Ribbeck: Teamchef 1998 bis 2000; 24 Spiele (10 Siege, 6 Remis, 8 Niederlagen) © imago sportfotodienst
Berti Vogts: Bundestrainer 1990 bis 1998; 102 Spiele (66 Siege, 24 Remis, 12 Niederlagen); Europameister-Trainer 1996
Berti Vogts: Bundestrainer 1990 bis 1998; 102 Spiele (66 Siege, 24 Remis, 12 Niederlagen); Europameister-Trainer 1996 © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Franz Beckenabuer: Bundestrainer 1984 bis 1990; 66 Spiele (34 Siege, 20 Remis, 12 Niederlagen); Weltmeister-Trainer 1990
Franz Beckenabuer: Bundestrainer 1984 bis 1990; 66 Spiele (34 Siege, 20 Remis, 12 Niederlagen); Weltmeister-Trainer 1990 ©  via www.imago-images.de
Jupp Derwall: Bundestrainer 1978 bis 1984; 67 Spiele (44 Siege, 12 Remis, 11 Niederlagen); Europameister-Trainer 1980
Jupp Derwall: Bundestrainer 1978 bis 1984; 67 Spiele (44 Siege, 12 Remis, 11 Niederlagen); Europameister-Trainer 1980 © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Helmut Schön: Bundestrainer 1964 bis 1978; 139 Spiele (87 Siege, 31 Remis, 21 Niederlagen); Europameister-Trainer 1972 und Weltmeister-Trainer 1974
Helmut Schön: Bundestrainer 1964 bis 1978; 139 Spiele (87 Siege, 31 Remis, 21 Niederlagen); Europameister-Trainer 1972 und Weltmeister-Trainer 1996 © imago sportfotodienst
Sepp Herberger: Bundestrainer 1936 bis 1942 und 1950 bis 1964; 162 Spiele (92 Siege, 26 Remis, 44 Niederlagen)
Sepp Herberger: Bundestrainer 1936 bis 1942 und 1950 bis 1964; 162 Spiele (92 Siege, 26 Remis, 44 Niederlagen); Weltmeister-Trainer 1954 © IMAGO/United Archives / kpa / Grimm
Otto Nerz: Bundestrainer 1926 bis 1936; 75 Spiele (44 Siege, 11 Remis, 20 Niederlagen)
Otto Nerz: Bundestrainer 1926 bis 1936; 75 Spiele (44 Siege, 11 Remis, 20 Niederlagen) © picture alliance

„Ihr habt uns getragen, ihr habt uns vertraut, ihr habt uns Energie gegeben, selbst in schwierigen Phasen. Es tut mir von Herzen leid und weh, dass wir euch enttäuscht haben und euch keine weiteren Fußballnächte bei dieser WM bescheren konnten. Ihr hättet viel mehr verdient gehabt“, entschuldigt sich Nagelsmann für das WM-Debakel.

Der ehemalige Bayern-Coach kommt in dem offiziellen Abschiedsstatement – anders als seine Vorgänger Jogi Löw und Hansi Flick – ausführlich zu Wort und wirkt dabei besonders emotional. Während Löw seinerzeit nur wenige Worte an die Fans richtete, kam Flick, der mittlerweile den FC Barcelona trainiert, in der DFB-Meldung über seinen Abschied überhaupt nicht zu Wort.

Neben Bundestrainer Julian Nagelsmann werden auch seine beiden Assistenten Benjamin Glück und Benjamin Hübner den DFB verlassen. Im Zuge der Neubesetzung des Trainerpostens will die DFB-Spitze nun das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Dieser soll bereits grundsätzlich signalisiert haben, sich eine Übernahme des Amts vorstellen zu können. (mato)

Rubriklistenbild: © dpa/Christian Charisius

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