Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Nach dem WM-Debakel
Der DFB braucht neue Gesichter – wer kommt für den Neuanfang in Frage?
Nach dem blamablen WM-Aus steht der DFB vor einem Umbruch. Mehrere Stars wackeln, dafür drängen junge Spieler nach. Einige von ihnen müssen nun schnell eine echte Rolle bekommen.
Nach dem Debakel bei der WM 2026 (hier der komplette Spielplan) geht es beim DFB nicht mehr nur um einzelne Fehler, falsche Wechsel oder ein verlorenes Elfmeterschießen gegen Paraguay. Die deutsche Nationalmannschaft muss sich grundsätzlich neu sortieren. Zum dritten Mal in Folge blieb Deutschland bei einer Weltmeisterschaft weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Spätestens jetzt stellt sich die Frage, welche Spieler den Neuanfang Richtung EM 2028 prägen sollen.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach nach dem Aus selbst von nötigen Veränderungen, ohne direkt ins Detail zu gehen. Wie die Welt berichtete, sagte der 38-Jährige nach dem Paraguay-Spiel, Deutschland gehöre derzeit nicht zur Weltspitze. Gleichzeitig verwies er darauf, dass es im deutschen Fußball durchaus viele talentierte Spieler gebe. Diese Talente müssen ab sofort aber mehr sein als nur Namen für die Zukunft.
Karl und El Mala bringen etwas, das dem DFB fehlt
Der prominenteste Name für den DFB-Neuanfang ist Lennart Karl. Der 18-Jährige hätte schon bei dieser WM eine wichtige Rolle spielen können, hat das Turnier aber wegen eines Muskelbündelrisses verpasst. Nach seinem starken Auftritt im Testspiel gegen Finnland galt sogar ein Startelfplatz für möglich. Für eine deutsche Mannschaft, der bei der WM oft Tempo, Überraschungsmomente und Leichtigkeit fehlten, war sein Ausfall bitter. Gerade nach dem schwachen Turnier von Leroy Sane dürfte es auf den Flügeln neue Chancen geben.
Auch Said El Mala gehört zu den Spielern, die nach dem WM-Aus wieder in den Fokus rücken. Schon vor dem Turnier wurde darüber diskutiert, ob Nagelsmann den Kölner nicht hätte mitnehmen müssen. Der 19-Jährige steht mit seiner Explosivität und seinem Tempo, wie Karl, für genau die Qualitäten, die Deutschland gegen tief stehende Gegner wie Paraguay schmerzlich vermisste. Stefan Effenberg forderte bei t-online einen klaren Jugendkurs und nannte El Mala ausdrücklich als Hoffnungsträger.
Neun Fünfen beim WM-Aus! Die Einzelkritik zum DFB-Drama gegen Paraguay
Im zentralen Mittelfeld braucht Deutschland ebenfalls neue Impulse und Tom Bischof könnte einer der Gewinner des Umbruchs werden. Der 21-Jährige war schon vor der WM nah an der Nationalmannschaft dran, Nagelsmann hatte vor dem Turnier erklärt, man habe Bischofs Namen lange diskutiert. Interessant ist sein Profil deshalb, weil er mehrere Rollen ausfüllen und mit seiner Technik helfen kann, das Spiel sauberer zu strukturieren. Seit Toni Kroos und Ilkay Gündogan fehlt ein Spieler, der Rhythmus und klare Pässe bringt.
Für die Offensive ist Nicolo Tresoldi der spannendste Name. Auch Nagelsmann hatte ihn vor der WM als interessanten Spieler beschrieben. Er sei „super nah“ an einer Turnierteilnahme gewesen und bringe als klassischer zentraler Stürmer einen „Riecher in der Box“ mit, und davon hat Deutschland, neben WM-Überraschung Deniz Undav, nicht viele. Nick Woltemade, Kai Havertz oder Maximilian Beier haben andere Stärken. Dazu kommt: Solange Tresoldi nicht fest eingebunden wird, bleibt auch das Thema Italien im Hintergrund.
Auch im Tor beginnt nach Manuel Neuers Abschied eine neue Zeitrechnung. Jonas Urbig könnte mittel- und langfristig eine zentrale Rolle spielen. Der 22-Jährige war als Trainingstorwart bei der WM dabei und lernt beim FC Bayern weiter von Neuer. Sollte er in München in den kommenden Jahren mehr Spielpraxis bekommen, führt beim DFB kaum ein Weg an ihm vorbei. Auch Freiburgs Noah Atubolu bleibt eine wichtige und interessante Option als künftiger Stammtorwart.
Ein anderer Spieler, der schon bei dieser WM ein positives Signal setzte, ist Nathaniel Brown. Nach seinem Wechsel zum FC Bayern dürfte er durch Champions-League-Erfahrung weiter reifen. Brown ist einer der wenigen deutschen WM-Fahrer, bei denen sich wirklich das Gefühl einstellte, dass hier ein Spieler für die Zukunft heranwächst.
Musiala und Wirtz müssen mehr Verantwortung übernehmen
Bei aller Debatte über neue Namen darf der Blick nicht nur auf Spieler fallen, die bisher außen vor waren. Jamal Musiala und Florian Wirtz bleiben das größte Kapital dieser Mannschaft. Beide hatten bei der WM zwar nicht den Einfluss, den man sich von ihnen erhofft hatte, aber ihre Qualität steht außer Frage. Wenn Deutschland wieder näher an die Weltspitze heranrücken will, müssen sie noch stärker Verantwortung tragen.
Das Gleiche gilt für Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha. Beide zeigten bei der WM gute Ansätze, bauten aber im Turnierverlauf ab. Trotzdem gehören sie zu den Spielern, die den Neuaufbau im Mittelfeld prägen müssen. Dazu kommen Kandidaten wie Woltemade, Havertz, Schlotterbeck, Tah und Thiaw. Der Umbruch darf nicht bedeuten, alles einzureißen, denn Deutschland braucht nach dem Paraguay-Aus keinen blinden Aktionismus, aber deutlich mehr Mut. Junge Spieler nur zu loben, reicht nicht mehr. (luh)