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DFB-Position in Gefahr
Muss ter Stegen für WM wechseln? Flick-Aussage spricht Bände
Um bei der WM im DFB-Tor zu stehen, muss Marc-André ter Stegen ausreichend spielen. Hansi Flick stellt ihm dies in Barcelona aber nicht in Aussicht.
Barcelona – Marc-André ter Stegen steht vor dem wohl größten Dilemma seiner Karriere. Während der deutsche Nationalkeeper nach monatelanger Ausfallzeit endlich wieder fit ist, macht Hansi Flick eine Ansage, die keine Missverständnisse zulässt: Joan García bleibt die unumstrittene Nummer eins beim FC Barcelona.
„Joan ist die Nummer eins, sonst niemand, es gibt keine Nummer zwei oder drei, und es kommt überhaupt nicht in Frage, Joan auszutauschen.“ Mit dieser Aussage machte Flick am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Osasuna deutlich, dass ter Stegen trotz seiner Rückkehr in den Kader keine Chance auf einen Stammplatz hat.
Marc-André ter Stegen bleibt für WM wohl nur ein Winter-Wechsel übrig
Dabei hatte der 33-Jährige beim 2:1-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt unter der Woche in der Champions League erstmals seit seiner Rückenoperation wieder auf der Ersatzbank Platz genommen – ein emotionaler Moment für die Barça-Fans, die ihren Kapitän mit herzlichem Applaus empfingen. Doch spielen durfte ter Stegen nicht, und das wird sich laut Flick auch in naher Zukunft nicht ändern.
Christoph Kramer, der als Prime-Video-Experte das Champions-League-Duell verfolgte, brachte ter Stegens prekäre Lage auf den Punkt: „Wenn wir beobachten, wie der hier die Bälle über die Grasnarbe spielt – das kann keine Leistungsgründe haben. Das ist einfach ein unmenschlich guter Torwart.“ Der Weltmeister von 2014 spekulierte bereits über die wahren Hintergründe der Degradierung.
DFB-Kader für die WM 2026: Wenn Nagelsmann heute nominieren müsste
Gemeinsam mit Matthias Sammer stellte Kramer die brisante Vermutung auf, dass hinter ter Stegens Ausbootung mehr steckt als rein sportliche Erwägungen. „Da muss irgendwie etwas kaputtgegangen sein“, so Sammer. Kramer sieht nur eine realistische Lösung für ter Stegen: „Im Grunde bleibt ihm nur zu hoffen, dass sich ein Keeper bei einem Spitzenverein verletzt und er dann als Leihgabe geholt wird.“
Die Situation wird für ter Stegen durch Julian Nagelsmanns klare Ansage zusätzlich verschärft. Der Bundestrainer stellte unmissverständlich klar, dass ter Stegen Spielpraxis braucht, um bei der WM im Tor zu stehen. „Wenn er spielt, wäre es gut, dass er einigermaßen gut spielt“, so Nagelsmann, der aber auch betonte: „Ich stelle nicht die Bedingung, dass er bei einem Top-Klub spielen muss.“
Für ter Stegen bedeutet das: ohne Spielpraxis keine WM. Ein Szenario, das Kramer als „traurig“ bezeichnete: „Wenn dieser Torwart aus seiner Karriere rausgeht und keine WM gespielt hat, das fände ich schon traurig.“ Hinter ter Stegens Degradierung könnte ein knallhartes Wirtschaftskalkül stecken. Der Deutsche zählt zu den Top-Verdienern bei den finanziell angeschlagenen Katalanen.
Mit der Verpflichtung des neun Jahre jüngeren García läutete Barcelona eine neue Ära ein – möglicherweise auch, um ter Stegens Millionen-Gehalt loszuwerden. Der Verdacht liegt nahe: Barcelona setzt darauf, dass ter Stegen die demütigende Situation nicht erträgt und selbst um einen Wechsel bittet – idealerweise unter Verzicht auf einen Großteil seiner ausstehenden Bezüge. Das Winter-Transferfenster wird zur letzten Chance für ter Stegen. Nur ein Wechsel kann seine WM-Träume noch retten.