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Interner Konflikt bei Borussia Dortmund
Machtkampf um Präsidenten-Posten beim BVB? Watzke lässt aufhorchen
BVB-Machtkampf: Watzke und Lunow stehen vor möglicher Konfrontation um das Präsidentenamt. Watzke gibt erste Stellungnahme ab.
Dortmund – Bei Borussia Dortmund könnte ein Machtkampf um das Präsidentenamt ausbrechen, der den Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Im Fokus stehen Hans-Joachim Watzke, der langjährige Geschäftsführer des BVB, und der amtierende Präsident Reinhold Lunow.
Watzke wurde von den wichtigsten Vereinsgremien gebeten, für das Präsidentenamt zu kandidieren, hat aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. „Ich werde mir in der Sommerpause Gedanken machen, ob ich das noch möchte“, erklärte er gegenüber dem kicker.
Konflikte und Spannungen beim BVB
Für eine Überraschung sorgte die Ankündigung von Lunow, erneut kandidieren zu wollen. Dies irritierte Watzke, da dies ursprünglich anders besprochen war. „Aber das kann er ja machen, es ist sein gutes Recht“, kommentierte Watzke, der betonte, dass er über Lunow „kein schlechtes Wort verlieren“ wolle. Die beiden waren über viele Jahre hinweg befreundet, und es war Watzke, der Lunow einst als Nachfolger für die Position des Schatzmeisters vorschlug.
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Die Spannungen zwischen Watzke und Lunow haben sich in den letzten Monaten verschärft. Unterschiedliche Ansichten zu Vereinsentscheidungen, wie dem umstrittenen Rheinmetall-Sponsoring und dem Transfer von Felix Nmecha, führten zu Konflikten. Lunow, der seit seiner Präsidentschaft die Nähe zur aktiven Fanszene sucht, äußerte öffentlich Bedenken zu diesen Entscheidungen.
Besonders der Rheinmetall-Deal sorgte für Unmut, als Lunow bei einer Mitgliederversammlung seine kritische Haltung dazu kundtat, obwohl er zuvor dem Deal zugestimmt hatte. Diese 180-Grad-Wende und die darauf folgende Abstimmung, bei der 556 Mitglieder die Partnerschaft missbilligten, führten zu einem Zerwürfnis mit Watzke.
Unterstützung für Lunow aus der Fanszene
Lunow wird von der organisierten Fanszene unterstützt, die mit der wachsenden Kommerzialisierung des Vereins und der Ämterhäufung Watzkes unzufrieden ist. Lunow positioniert sich als „Fußball-Traditionalist“ und betont die Wichtigkeit von Tradition und Werten – eine Haltung, die bei vielen Fans Anklang findet.
Die mögliche Kampfkandidatur zwischen Watzke und Lunow könnte weitreichende Auswirkungen auf den Verein haben. Eine Mobilisierung der Mitglieder für die Wahl im November ist unerlässlich, um den Klubfrieden zu wahren.
Mit rund 220.000 Mitgliedern ist der BVB einer der größten Vereine Deutschlands, doch nur die Anwesenden in den Westfalenhallen dürfen abstimmen. Die kommenden Monate bis zur Wahl werden entscheidend sein, um die Weichen für die Zukunft des Vereins zu stellen und den internen Konflikt zu lösen. (hbr)