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Jüngst kritisierte er ihn heftig
Experte Hitzlsperger deutet live im TV an, den FIFA-Präsidenten umgrätschen zu wollen
Beim Spiel des WM-Favoriten Frankreich gegen den Irak kommt es gleich zu mehreren kuriosen Szenen. Für eine sorgt der deutsche Ex-Nationalspieler Hitzlsperger.
Update vom 24. Juni, 9.24 Uhr: Im Spiel gegen die Türkei flog Paraguays Miguel Almiron mit Rot vom Platz – weil er hinter verdecktem Mund mutmaßlich seinen Gegner beleidigt hatte. Eine für die WM neu eingeführte Strafe der FIFA, die konsistent geahndet werden soll. Kommentator Jorge Vera vom paraguayischen Sender ABC war darüber so echauffiert, dass er in Richtung des Weltverbandes schimpfte: „Sie haben den Fußball getötet. „FIFA, ihr habt den Fußball getötet.“
Anschließend sagte er noch in Richtung FIFA-Boss: „Infantino, du bist verantwortlich hierfür.“ Neben Hitzlsperger ein weiterer TV-Experte, der vermutlich nicht mehr auf einen Nenner mit dem mächtigsten Mann im Fußball kommen wird. Zumal: Die FIFA entzog Vera kurzerhand die Akkreditierung. Das vorzeitige WM-Aus …
Erstmeldung vom 23. Juni: Starkregen, Sturmgefahr, eine lange Unterbrechung: Die Partie bei der WM 2026 zwischen Frankreich und Irak in Gruppe I hatte einiges für die TV-Zuschauer zu bieten. Sportlich beim 3:0-Erfolg des Titelkandidaten – Tore durch Mbappe (14. sowie 54. Minute) und Dembele (66.) – zwar wenig fesselnd, außerhalb des Rasens aber umso mehr. Auch, weil TV-Experte Thomas Hitzlsperger kein Blatt vor den Mund nahm.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Es lief die neunte Spielminute, als Frankreich mal wieder zu einem Angriff ansetzte und der Irak versuchte, sich vor dem eigenen Strafraum zu verbarrikadieren. Also schoben sich die Franzosen im Mittelfeld zwei-, dreimal den Ball hin und her, sodass Hitzlsperger und ARD-Kommentator Tom Bartels eine kurze Anekdote zum Besten gaben. Eine, die gehörig Wut in sich hatte, seitens des deutschen Ex-Nationalspielers.
TV-Experte Hitzlsperger am ARD-Mikro über FIFA-Präsident Infantino: „Angesetzt zur Grätsche“
Bartels sprach zunächst darüber, dass er unter anderem die Frankreich-Legenden Christian Karembeu und Youri Djorkaeff im Stadion gesehen hätte. Dann ergänzte Hitzlsperger: „Der FIFA-Präsident (Anm. d. Red.: Gianni Infantino) hat uns noch den Weg abgeschnitten vorhin.“ Bartels fügte hinzu: „Da wird alles gesperrt. Wenn der querläuft, dann warten wir so lange, bis er den Gang passiert hat.“
Und dann noch einmal Hitzlsperger: „Du hast gemerkt, wie ich gezuckt habe. Angesetzt zur Grätsche.“ Gesagt, aber letztlich nicht getan. Dennoch zumindest ein virtuelles Rumms, das es in sich hatte. Der 52-malige deutsche Nationalspieler und der mächtigste Mann im Weltfußball: Sie werden ziemlich sicher keine Freunde mehr.
Unwetter sorgt für Wasserschlacht: Die schönsten und skurrilsten Fan-Bilder der WM 2026
Bereits kurz vor Beginn der WM hatte Hitzlsperger in einem Interview mit der Bild am Sonntag Richtung des schweizerisch-italienisch-libanesischen Fußballfunktionärs geschimpft: „Ich glaube, der FIFA-Chef ist immun gegen Kritik. Ich wüsste gar nicht, wann der Ruf der FIFA mal gut war, und es wird jetzt auch nicht besser mit all den Maßnahmen.“
Hitzlsperger weiter: „Infantino hat viele Jahre bei Sepp Blatter zuschauen können und dann noch einen draufgesetzt in puncto Kompromiss- und Schamlosigkeit. Man muss den Menschen etwas nur oft genug erzählen, bis sie es irgendwann glauben. Das ist so eine FIFA-Doktrin.“ Am liebsten würde der TV-Experte einfach mal dazwischengrätschen … (rele)