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Bestens vorbereitet
Vor Real-Kracher: Nach „Horrorspiel“ will Goretzka „alles gewinnen“
Im Sommer wird Leon Goretzka den FC Bayern nach acht Jahren verlassen. Vor seinen letzten Duellen gegen Real Madrid im Trikot des Rekordmeisters hat er sich viel vorgenommen.
Nationalspieler Leon Goretzka ist in seiner letzten Spielzeit beim FC Bayern davon überzeugt, dass er mit seinen Teamkollegen noch „alles gewinnen“ kann. Dafür muss zunächst im Champions-League-Viertelfinale Real Madrid eliminiert werden. Im Gespräch mit fcbayern.com erzählt der 31-Jährige von seinen eigenen Erfahrungen mit den Königlichen – von Standing Ovations und einem „Horrorspiel“.
Der CL-Sieger von 2020 erklärt, dass sein Verbleib beim FC Bayern – trotz vieler Wechselgerüchte – speziell auch mit solchen Highlights zu tun hatte: „Im Winter habe ich ganz bewusst die Entscheidung getroffen, bis zum Sommer hier zu bleiben. Ich habe das Gefühl, dass in dieser Saison wirklich alles möglich ist“, so Goretzka. Im Pokal steht der FCB im Halbfinale, in der Bundesliga hat man neun Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund, und nun soll gegen Madrid der Einzug ins CL-Halbfinale folgen.
Goretzkas wechselhafte Erfahrungen mit Real Madrid
Trotz seines feststehenden Abschieds fühlt sich der 69-fache Internationale in München immer noch sehr wohl: „Die richtigen Spieler sind am richtigen Ort mit dem richtigen Trainer im richtigen Verein. Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass wir dieses Jahr alles gewinnen können – obwohl ich weiß, wie schwierig das ist. Aber we will try“.
Seine erste Erfahrung mit Real Madrid in der Königsklasse sammelte er als 20-Jähriger im März 2015 mit dem FC Schalke 04. Nach einer 0:2-Heimniederlage im Achtelfinal-Hinspiel lag beim Rückspiel im Estadio Santiago Bernabéu eine Sensation bis zur letzten Spielminute im Bereich des Möglichen. Die Knappen gewannen die Partie beim Titelverteidiger mit 4:3. Goretzka erinnert sich: „Mit Schalke damals hat uns ein Tor zum Weiterkommen gefehlt, Benedikt Höwedes hatte in der Nachspielzeit noch eine Riesenchance. Das war das Spiel, in dem Leroy Sané zum ersten Mal so richtig in Erscheinung getreten ist. Obwohl es nicht ganz nicht geklappt hat, ist das eine sehr schöne Erinnerung, weil wir am Ende noch Standing Ovations vom Bernabéu bekommen haben.“
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Die letzte Begegnung im legendären Bernabéu im Mai 2024 mit den Bayern blieb Goretzka dagegen als „Horrorspiel“ im Gedächtnis: „Wir hatten unter Thomas Tuchel dann leider dieses Spiel, als wir uns schon im Finale wähnten. Da hat es leider am Ende nicht gereicht.“
Der robuste Mittelfeldspieler saß dabei 90 Minuten auf der Bank, die Münchner hatten nach einem Traumtor von Alphonso Davies bis kurz vor Schluss 1:0 geführt, und träumten von der Neuauflage des Wembley-Finales 2013 gegen den BVB. Ein Auswärtssieg hätte nach dem 2:2 im Hinspiel für den Einzug ins Finale gereicht, doch der eingewechselte Joselu (88. Minute/90.+1) schoss die Bayern in den letzten Minuten aus dem Wettbewerb.
Am Dienstag wollen die Bayern, knapp zwei Jahre nach jenem dramatischen Ausscheiden, endlich wieder einmal im Bernabéu jubeln. Dazu Goretzka: „Wir hatten in letzter Zeit nicht so viele Erfolgserlebnisse gegen Real. Wir würden sehr gerne etwas an der Statistik der letzten Jahre korrigieren.“ Dabei weiß er auch: „Real Madrid hört sich für einen Deutschen immer nach Königsklasse an. Sie sind die Champions in diesem Wettbewerb, und sie waren in den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren die prägende Mannschaft.“
Sein Team sieht der scheidende Bayern-Star aber auf alle Fälle auf Augenhöhe: „Es sind zwei Giganten im europäischen Fußball, die da aufeinandertreffen.“ Und wie jeder, der es mit den Königlichen schon einmal zu tun bekommen hat, warnt er: „Das ist eine Weltklasse-Mannschaft mit herausragenden individuellen Qualitäten auf dem Platz. Sie hatten sehr, sehr gute – aber auch schlechte Momente in dieser Saison. Man weiß aktuell nie so richtig, was bei ihnen am Ende herauskommt. Erfahrungsgemäß kommt bei ihnen in der Champions League eigentlich immer etwas Gutes raus.“ Das Selbstvertrauen an der Säbener Straße ist dennoch groß: „Aber darauf werden wir vorbereitet sein.“