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Neidische Freunde in Madrid
Uli Hoeneß über die schwierigste Aufgabe der Bayern-Verantwortlichen
Uli Hoeneß ist 2019 als Präsident des FC Bayern zurückgetreten. Dennoch hat der 74-Jährige die Zügel weiterhin fest in der Hand. Im Interview erklärt er das schwierige Erbe seiner Nachfolger.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitungverraten, welche Herausforderungen die derzeitigen Verantwortlichen des FC Bayern meistern müssen. Der Patron des deutschen Rekordmeisters sieht seinen Verein wirtschaftlich und sportlich in einer ausgezeichneten Position – warnt jedoch auch davor, diesen Status als selbstverständlich zu betrachten.
Der Weltmeister von 1974 verdeutlicht dabei, dass der langfristige Erfolg wesentlich schwieriger als der Weg nach ganz oben ist: „Eine meiner Lebensweisheiten lautet: An die Spitze zu gelangen, ist möglich und relativ einfach. Aber sobald man dort ist, wird die Luft dünner, man wird angegriffen, man will einen zu Fall bringen“, so Hoeneß.
„Neidische“ Freunde von Real Madrid machen Hoeneß stolz
Deswegen hält der 74-Jährige die Aufgabe, den Status des Klubs langfristig zu verteidigen, für die größte „Herausforderung für unsere Nachfolger in den kommenden Jahren“. Gleichzeitig zeigt er sich äußerst zufrieden mit der aktuellen Situation an der Säbener Straße: „Denn ich muss sagen, der FC Bayern ist in seiner besten Verfassung seit langem.“
Besonders stolz ist Hoeneß auf das ökonomische Fundament des FC Bayern. Wiederholt werde der Rekordmeister wegen seiner finanziellen Vorteile angegriffen. Den Kritikern entgegnet er: „Wenn ich unsere Konkurrenten sagen höre: ‚Der wirtschaftliche Vorteil, der wirtschaftliche Vorteil‘ – glauben Sie nicht, dass Berlin, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart die gleichen Voraussetzungen gehabt hätten wie wir in München?“
Olise erst lustlos, dann genial: Die Bayern in der Einzelkritik beim 1:0 in Wolfsburg
Dabei preist der FCB-Patron speziell die finanzielle Unabhängigkeit seines Vereins. Im internationalen Vergleich nimmt der FC Bayern seit Langem eine Sonderrolle ein: „Wenn wir uns vor Champions-League-Spielen mit unseren Freunden von Real Madrid treffen, fragen sie immer: Wie macht ihr das? Keine Schulden, kein Scheich, kein Oligarch, kein Hedgefonds. Darauf können wir stolz sein.“