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Handschlag in Allianz Arena
Nach Transfer-Diskussion: Hoeneß und Eberl beim FC Bayern wieder vereint
Uli Hoeneß äußerte jüngst eine Transfer-Ansage gegenüber Max Eberl. Beim Saisonstart des FC Bayern fiel das Duo durch einen herzlichen Handschlag auf.
München – Seit 2019 ist Uli Hoeneß nicht mehr Präsident des FC Bayern – doch sein Wort hat beim deutschen Rekordmeister nach wie vor viel Gewicht. Das weiß auch Sportvorstand Max Eberl, der sich aktuell etwas schwertut auf dem Transfermarkt. Nach einer klaren Ansage von Hoeneß erwartete man gespannt das Zusammentreffen des Duos in der Allianz Arena: Es verlief am Ende schiedlich-friedlich mit Handschlag.
Am Freitagabend eröffnete der FC Bayern die neue Bundesliga-Saison mit einem bärenstarken 6:0 gegen RB Leipzig. Hoeneß und Eberl nahmen beide auf der Tribüne Platz, rein sportlich hatten sie nichts zu meckern. Vor wenigen Tagen hatte der Ehrenpräsident verlauten lassen: Eberl dürfe gerne einen weiteren Spieler ausleihen, von einem Kauf jedoch war nicht die Rede.
Hoeneß und Eberl nach Transfer-Diskussion mit Handschlag auf der Tribüne der Allianz Arena
Als Michael Olise in der 42. Spielminute das 3:0 gegen Leipzig erzielte, reichte Hoeneß seinem Sportvorstand die Hand – und dieser griff sofort zu. „Er reicht mir die Hand rüber, und ich habe sie gerne genommen. Weil das 3:0 war auch ein schönes Tor. Ich weiß nicht, was er signalisieren wollte. Wir waren froh. Es war einfach die Zufriedenheit“, verriet Eberl nach dem Schlusspfiff in der Mixed Zone auf Nachfrage vom Münchner Merkur/tz.
Eberl weiß: Der Kader der Bayern ist dünn besetzt, vor allem in der Offensive. Sind alle Stars fit, wie gegen RB Leipzig, darf man Großes erwarten, und das, obwohl Jamal Musiala noch gar nicht mit dabei war. Verletzt sich aber ein weiterer, in der heißen Saisonphase vielleicht sogar zwei oder drei, wird es eng mit Alternativen.
Weltmeister, Manager-Legende, Haft – Flugzeugabsturz beendete Leben von Uli Hoeneß beinahe schon 1982
„Unsere Offensive hat geliefert“, freute sich Eberl nach der Partie. Er weiß allerdings auch: Setzt er die Wünsche von Hoeneß um und holt noch einen Leih-Spieler, muss dies bis zum 1. September geschehen. „Wir haben noch zehn Tage Zeit, Dinge zu realisieren, die wir im Kopf haben. Darum geht es gerade.“
Offenbar sind einige Spieler im Gespräch, doch Eberl stellt klar: „Aber wir entscheiden aktiv, was wir umsetzen wollen. Das ist nicht so einfach. Jetzt ist noch die Phase, wo viele, die abgeben wollen, eher auf einen Transfer schielen, um Geld zu verdienen.“ Gelingt in letzter Minute noch ein Leih-Coup, quittiert Klub-Baron Hoeneß dies vielleicht mit einem weiteren, zufriedenen Handschlag vor Millionen-Publikum. (is)