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Führungsetage unterschiedlicher Meinung
Uli Hoeneß irritiert mit Transfer-Plänen offenbar Bayern-Bosse um Max Eberl
Uli Hoeneß schafft mit einer Transfer-Ansage an Max Eberl Unruhe. Die Bayern-Bosse wirken zerstritten. Scheitert der Wechsel eines Offensiv-Stars?
München – Mitten in der heißen Phase des Transferfensters sorgt eine öffentliche Aussage von Uli Hoeneß für Unruhe an der Säbener Straße. Der Ehrenpräsident des FC Bayern hat sich mit klaren Worten zu den weiteren Transferplänen des deutschen Rekordmeisters geäußert und dabei eine Richtung vorgegeben, die wohl nicht bei allen Verantwortlichen auf Gegenliebe stößt. Die sportliche Führung um Max Eberl zeigt sich offenbar irritiert von der Ansage des 73-Jährigen.
Hoeneß machte gegenüber der Süddeutschen Zeitung deutlich, wie er sich die weitere Kaderplanung vorstellt: „Ich würde sehr dafür plädieren, den Kader noch aufzufüllen mit einem Leihspieler, der bis zum 30. Juni 2026 unter Vertrag genommen wird.“ Diese Aussage bedeutet konkret: Keine weiteren festen Verpflichtungen mehr in diesem Sommer, sondern ausschließlich Leihgeschäfte bis zum Saisonende 2025/26.
Die Hoeneß-Ansage trifft die sportliche Führung offenbar unvorbereitet. Laut Süddeutscher Zeitung sorgt das Statement bei den Bayern-Bossen um CEO Jan-Christian Dreesen, Sportdirektor Christoph Freund und Sportvorstand Max Eberl für Irritationen. Der Grund: Nach dem Verkauf von Kingsley Coman zu Al-Nassr war Eberl demnach fest davon ausgegangen, die kassierte Ablösesumme in einen neuen Offensivspieler reinvestieren zu dürfen.
Besonders brisant wird die Situation, da der Bayern-Kader nach den zahlreichen Abgängen deutlich ausgedünnt ist. Thomas Müller, Leroy Sané, Kingsley Coman und Mathys Tel haben den Verein verlassen, hinzu kommt der verletzungsbedingte Ausfall von Jamal Musiala. Selbst Torjäger Harry Kane hatte nach dem Gewinn des Franz-Beckenbauer-Supercups öffentlich Kritik geübt: „Es ist wahrscheinlich einer der kleinsten Kader, in dem ich je gespielt habe. Wir sind ein bisschen dünn besetzt“.
Weltmeister, Manager-Legende, Haft – Flugzeugabsturz beendete Leben von Uli Hoeneß beinahe schon 1982
Die Transferstrategie der Bayern scheint nun zwischen zwei Lagern aufgeteilt zu sein. Während die sportliche Führung um Eberl weitere Investitionen für notwendig hält, plädiert der einflussreiche Ehrenpräsident für eine zurückhaltendere Herangehensweise. Diese Meinungsverschiedenheit könnte sich auch auf konkrete Transferziele auswirken.
Uli Hoeneß irritiert mit Transfer-Ansage offenbar Bayern-Bosse um Max Eberl
Hinter der Hoeneß-Ansage steckt offenbar eine langfristige Strategie. Laut Süddeutscher Zeitung soll der große Umbruch bei den Bayern erst für den kommenden Sommer geplant sein. Dann soll frühzeitig entschieden werden, welche Spieler mit auslaufenden Verträgen wie Serge Gnabry, Leon Goretzka oder Raphaël Guerreiro gehen oder auf Gehalt verzichten müssen.